• BASF SE - Kürzel: BAS - ISIN: DE000BASF111
    Börse: XETRA / Kursstand: 82,040 €

Hannover (Godmode-Trader.de) - Im zweiten Quartal hat der Chemiekonzern BASF seinen Umsatz leicht um 3 Prozent auf 16,782 Mrd. Euro gesteigert. Während sich positive Preis- und Mengeneffekte im Vergleich zum Vorquartal etwas verstärkten, blieb der Gegenwind von der Währungsseite unverändert heftig. Eine Steigerung um 5 Prozent gelang sowohl beim EBIT (auf EUR 2,291 Mrd.) als auch beim EBIT vor Sondereinflüssen (auf EUR 2,356 Mrd.). Eine höhere Steuerbelastung sorgte beim Ergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter für einen Rückgang um 1 Prozent auf 1,480 Mrd. Euro.

Deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse verzeichnete das Segment Oil & Gas, das von höheren Preisen und Mengensteigerungen profitierte. Dagegen erlitt das Segment Functional Materials & Solutions als Folge höherer Fix- und Rohstoffkosten erneut einen spürbaren Ergebnisrückgang.

Der Vorstand bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr 2018, verwies aber auf deutlich erhöhte weltwirtschaftliche Risiken. Ein leichter Anstieg im Vorjahresvergleich wird beim Umsatz und beim EBIT vor Sondereinflüssen (erwartet. Für das EBIT inklusive Sondereinflüssen wird dagegen ein leichter Rückgang einkalkuliert. Noch nicht in den Prognosen enthalten ist der geplante Zusammenschluss der eigenen Öl- und Gastochter Wintershall mit DEA. Die vereinbarte Übernahme umfangreicher Saatgut- und Pflanzenschutzaktivitäten von Bayer 7,6 Mrd. Euro soll im August abgeschlossen werden und ist bereits in die Guidance für 2018 eingeflossen.

Nach einem eher durchwachsenen Auftaktquartal habe BASF im zweiten Quartal wieder leichte Zuwächse beim Umsatz und beim operativen Ergebnis erzielen können, obwohl der Gegenwind von der Währungsseite unvermindert angehalten habe, so Analyst Thorsten Strauß in einer am Freitag vorgelegten Studie.
Während sich die Ergebnisschwäche im Segment Functional Materials & Solutions fortsetzte, entwickelte sich das Öl- und Gasgeschäft erneut sehr gut, wie Strauß wieder ausführt. Trotz erhöhter weltwirtschaftlicher Risiken, die insbesondere auf geopolitische Entwicklungen und den Handelsstreit zwischen den USA und China bzw. zwischen den USA und Europa zurückzuführen sind, halte der Vorstand unverändert an seiner Prognose einer leichten Steigerung des Umsatzes und des bereinigten operativen Ergebnisses im laufenden Jahr fest. Auf dieser Basis sehe er überdurchschnittliches Kurspotenzial für die Aktie, die er daher weiter mit „Kaufen“ einstufe, so Analyst Strauß.