Frankfurt (BoerseGo.de) - China hat laut chinesischem Baumwollproduzentenverband im September 201.300 Tonnen Baumwolle importiert und damit 23,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Baumwollimporte in den ersten neun Monaten des Jahres summieren sich auf 3,23 Millionen Tonnen, was einem Rückgang um 19,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, wie die Rohstoffanalysten der Commerzbank im heutigen „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

    Damit wackle eine wesentliche Stütze für den Baumwollpreis. Denn die hohen chinesischen Importe hätten die beträchtlichen globalen Angebotsüberschüsse der vergangenen beiden Jahre absorbiert. Damit seien aber auch die chinesischen Baumwolllagerbestände angeschwollen. Diese machten mittlerweile mehr als 60 Prozent der globalen Lagerbestände und mehr als 160 Prozent des jährlichen Bedarfs in China aus. Von daher sei es keine Überraschung, dass der Importsog in China nachlasse, heißt es weiter.

    „Da gleichzeitig aber auch der globale Angebotsüberschuss im laufenden Erntejahr 2013/14 mit geschätzten zwei Millionen Tonnen erheblich niedriger ausfallen soll als in den Vorjahren, dürfte der Baumwollpreis nicht stärker unter Druck geraten. Gegen einen stärkeren Preisrückgang spricht auch, dass die Lagerbestände außerhalb Chinas und hier insbesondere im wichtigsten Exportland USA deutlich niedriger sind. In den USA soll das Lager-Verbrauchs-Verhältnis bis Ende des laufenden Erntejahres aufgrund einer deutlich niedrigeren Produktion auf knapp 21 Prozent fallen“, so die Commerzbank-Analysten.