• DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Kursstand: 13.560,50 Pkt (L&S) - Aktueller Kursstand
  • ADP: Viele neue Jobs in der US-Privatwirtschaft
  • Aufträge der deutschen Industrie brechen ein
  • Kalifornien: Neue Erkenntnisse zur Ursache der Ölpest
  • ifo: Fachkräftemangel auf dem Bau verschärft sich
  • USA veröffentlichen Zahl der Atomsprengköpfe
  • TUI will mit Kapitalerhöhung Schulden abbauen
  • Bayer meldet Erfolg in Glyphosat-Prozess
  • Goldman Sachs verkauft Telekom-Aktien

Markt

  • Der S&P 500 hat am Mittwoch ein episches Intraday-Reversal aufs Parkett gezaubert und lag mit plus 0,3 Prozent performancetechnisch zwischen Nasdaq 100 (+0,5 %) und Dow (+0,3 %). Aktien zeigten sich erleichtert über ein Entgegenkommen von McConnell in Sachen Schuldenlimit, obwohl nach wie vor überhaupt nichts in trockenen Tüchern ist, und das Risiko eines Reißens der Deadline am 18. Oktober laut Goldman keinesfalls gebannt ist, ganz im Gegenteil. Zusätzlichen Schub bot die Schlagzeile, dass Biden uns Xi sich noch vor Jahresende kurzschalten wollen. Abgesehen von diesen taktischen Spielereien geht immer unverhohlener das Stagflations-Gespenst um. Laut dem CIO von Bridgewater unterschätzen die Märkte derzeit noch das Risiko ausgehend von den hohen Energiepreisen. Wie gleichzeitig der Atlanta GDP-Tracker belegt säuft das Wachstum derzeit ab und stellt Notenbanken damit vor die Wahl, ob sie zusätzliches Wachstum unterstützen, oder die hohen Energiepreise angehen sollten.
  • Der DAX hat am Mittwochnachmittag seine hohen Verluste vom Vormittag stark eingedämmt. Das Minus lag zuletzt noch bei 1,30 Prozent, der Index ist vorerst zurück an der 15.000er Schwelle. Das Tagestief wurde bei 14.815 Punkten - dem niedrigsten Stand seit Mai - markiert, was ein Minus von rund 2,5 Prozent bedeutete. Zu schwachen Konjunkturdaten gesellt sich heute ein tieftrübes Marktsentiment. Tags zuvor hatte der Leitindex noch um mehr als ein Prozent zugelegt. Analyst Christian Henke vom Broker IG sieht mehrere Belastungsfaktoren für die Börsen, vor allem aber die zunehmenden Inflationssorgen. „Angesichts steigender Energiepreise dürfte die Teuerungsrate von Dauer auf einem hohen Niveau verharren. Allzu lange dürfte sich die Notenbank Fed dies nicht anschauen", glaubt Henke. Zinserhöhungen würden an den Börsen aber Öl ins Feuer gießen.
  • Laut einem Bericht von Yahoo News Japan haben die hohen Erdgas-Preise in Europa nichts mit Russland direkt zu tun, sondern sind vom Wetter, anziehender Nachfrage und anderen Faktoren getrieben. So sei beispielsweise der Winter in Asien und Nordamerika ungewöhnlich kalt gewesen und in Europa gab es kaum Wind. Die Internationale Energieagentur IEA hatte zuvor bereits auf mangelnde Wartung und technische Störungen in der Erdgas-Produktion verwiesen und bescheinigte Russland eine Einhaltung der Zusagen.

Chartanalysen & Artikel des Tages

Unternehmen & Branchen

  • Apple droht nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters eine Kartellstrafe der EU-Kommission wegen seines Bezahldienstes Apple Pay. Das könne letztlich zu einer hohen Geldbuße führen und den US-Konzern dazu zwingen, sein mit Hilfe der Kurzfunktechnologie NFC funktionierendes Bezahlsystem auch für Konkurrenten zu öffnen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur. Die EU-Wettbewerbshüter hatten Apple vergangenen Sommer in zwei separaten Verfahren unter die Lupe genommen und prüfen seither unter anderem, ob Apple Pay gegen EU-Regeln verstößt.
  • Ein äußerst negativer Bericht des Researchhauses Viceroy des britischen Investors und Leerverkäufers Fraser Perring lassen die Aktien des Wohnungskonzerns Adler Group jäh einbrechen. „Die Adler-Gruppe ist eine Brutstätte des Betrugs, der Täuschung und der finanziellen Falschdarstellung, um ihre wahre Finanzlage zu verschleiern, die düster ist“, schrieb Viceroy in einer aktuellen Studie. Am Markt sorgt man sich nun, dass an den Behauptungen etwas Wahres dran sein könnte. Perring ist nicht irgendwer: Er war einer der ersten, der die Bilanz des Zahlungsabwicklers Wirecard anzweifelte. Bekanntlich weitete sich der Betrug zu einem Skandal aus und führte zum Zusammenbruch von Wirecard. Noch hat Adler nicht zu dem Bericht von Viceroy Stellung bezogen.
  • Der Corona-Impfstoff von Moderna wird in Schweden vorerst keinen Menschen unter 30 Jahren mehr verabreicht. Grund dafür sind Anzeichen eines erhöhten Risikos von Nebenwirkungen wie die Entzündung des Herzmuskels oder Herzbeutels, wie die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Mittwoch mitteilte. Das Risiko, davon betroffen zu sein, sei jedoch äußerst gering.
  • Die US-Datenanalysefirma Palantir hat einen Großauftrag des Pentagon erhalten. Die Firma soll der Army die Intelligence-Datenstruktur und -Analysegrundlage für das Capability Drop 2 (CD-2) Programm liefern. Dabei geht es um die Migration von Daten auf eine modernisierte Plattform. Der Gesamtauftagswert beläuft sich auf 823 Mio. Dollar.
  • Mitglieder der Eignerfamilie Glazer, Kevin und Edward Glazer, wollen sich via Stiftungen von insgesamt 9,5 Mio. Aktien an der New Yorker Börse notierten Clubs Manchester United trennen, wie Reuters berichtet. Der Wert des Pakets würde gemessen am letzten Schlusskurses bei rund 186 Mio. Dollar liegen. Dadurch würde sich der Glazer-Anteil an Manchester United auf 69 von zuvor 74,9 Prozent reduzieren.
  • Der Chemiekonzern Dow hat auf seinem Kapitalmarkttag milliardenschwere Gewinnziele versprochen, wobei das Unternehmen sein Ergebniswachstum mit Investitionen in umweltfreundlichere Technologien in den kommenden Jahren antreiben will.
  • Facebook hält die Vorwürfe der Ex-Mitarbeiterin Frances Haugen und vieler US-Abgeordneter für nicht gerechtfertigt. „Das Argument, dass wir absichtlich Inhalte fördern, um Menschen für Geld wütend zu machen, ist zutiefst unlogisch", schrieb CEO Mark Zuckerberg auf der eigenen Plattform. Zuckerberg sprach von einem „falschen Bild“, das gezeichnet werde. Änderungen stellte er keine in Aussicht.
  • Der Softwareentwickler Teamviewer hat nach einem schwächer als erwarteten dritten Quartal überraschend deutlich seine Erwartungen für das Gesamtjahr gekappt. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen nun bei den Billings, den abgerechneten Umsätzen, nur noch einen Betrag zwischen 535 bis 555 Mio. Euro nach rund 460 Mio. Euro in 2020. Bisher waren 585 bis 605 Mio. Euro in Aussicht gestellt worden. Bei den Erlösen erwartet Teamviewer höchstens noch 505 Mio. Euro statt bislang maximal 540 Mio. Euro. Die bereinigte Betriebsgewinn-Marge soll nur noch zwischen 44 und 46 Prozent statt bei 49 bis 51 Prozent liegen.
  • Die Fondsgesellschaft DWS hat sich eine Minderheitsbeteiligung an dem britischen Fintech-Unternehmen Smart Pension gesichert. Das Unternehmen stelle eine Plattform zur Verfügung, mit der Regierungen und Finanzunternehmen Altersvorsorgepläne verwalten können, teilte die Deutsche-Bank-Tochter mit. Mit der Investition wolle die Fondsgesellschaft in den wachsenden britischen Markt für Altersvorsorge-Produkte einsteigen.
  • Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ein milliardenschweres Aktienpaket der Deutschen Telekom veräußert. Die 91 Mio. Anteilsscheine, die Goldman Sachs 1,54 Mrd. Euro einbrachten, sind Teil einer Derivat-Transaktion der US-Bank mit dem japanischen Technologie-Investor Softbank, der Anfang September bei den Bonnern eingestiegen war. Die Japaner hatten damals 225 Mio. neue Telekom-Aktien erworben, die sie bis Ende 2024 halten müssen. Einen Teil davon verwendet Softbank nun als Sicherheit für den Deal mit Goldman Sachs.
  • Die Deutsche Post will ihre Briefpreise erneut erhöhen. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Bundesnetzagentur werden die Produkte Standard-, Kompakt-, Groß- und Maxibrief zum 1. Januar 2022 jeweils fünf Cent teurer, kündigte der Konzern an. Der Standardbrief solle dann 85 Cent statt bisher 80 Cent kosten. Die Bundesnetzagentur hatte zuvor angekündigt, der Post einen Spielraum für Preiserhöhungen von 4,6 Prozent für Briefsendungen einräumen zu wollen.
  • Der Luxusuhren-Händler Chronext verschiebt den Gang an die Schweizer Börse. Gemeinsam mit den Eigentümern sei beschlossen worden, den Börsengang aufgrund der derzeit ungünstigen Marktbedingungen für Wachstumsunternehmen zu verschieben, teilte das Unternehmen am Mittwoch laut Reuters mit. Dennoch sei Chronext weiterhin entschlossen, an die Börse zu gehen, sollten sich die Marktbedingungen stabilisieren.
  • Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat in einem Glyphosat-Prozess in Los Angeles einen Erfolg verbucht, in dem der Konzern von der Mutter eines minderjährigen Jungen verklagt worden war. Die Geschworenen hätten entscheiden müssen, ob die Erkrankung des Jungen mit dem Non-Hodgkin-Lymphom auf die Verwendung des Unkrautvernichters Roundup zurückging und hätten dies verneint, teilte Bayer mit. „Wir haben großes Mitgefühl für Ezra Clark und seine Familie, die Geschworenen haben aber die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Fall sorgfältig abgewogen und sind zu dem Schluss gekommen, dass Glyphosat nicht die Ursache seiner Krankheit ist", erklärte der Konzern.
  • Der Reisekonzern TUI will mit einer Kapitalerhöhung 1,1 Mrd. Euro erlösen, um Schulden abzubauen. Dazu werden 523,5 Mio. neue Aktien zu einem Bezugspreis von 2,15 Euro angeboten. Aktionäre bekommen für je 21 gehaltene Anteile 10 neue, teilte TUI mit. Bezogen auf den rechnerischen theoretischen Bezugsrechtpreis werden die neuen Aktien mit einem Abschlag von 35,1 Prozent angeboten. TUI will die Nettoerlöse aus der Maßnahme zur Reduzierung von Zinskosten und Nettoverschuldung verwenden.
  • Jungheinrich gehört zu den drei größten Unternehmen in den Bereichen Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik weltweit. Der Fokus des Unternehmens liegt auf Produkten und Dienstleistungen "rund um den Stapler“. Nun will sich das Unternehmen vom reinen Maschinenbauer zu einem zunehmend daten- und softwaregetriebenen Unternehmen wandeln. Dazu plant der Konzern auch Zukäufe. „Wir müssen softwarelastiger werden", sagte jüngst Finanzchef Volker Hues der "Börsen-Zeitung". Den ingenieurlastigen Konzern müsse man jetzt durch Transaktionen verändern. So solle sich Jungheinrich einen besseren Zugang zu den weltgrößten Märkten China und USA verschaffen und sich auch für das Wachstum in der Automation rüsten. Für eine Übernahme im Volumen von mehreren hundert Millionen Euro sieht Hues das Unternehmen gerüstet.
  • Der Laborspezialist Synlab erhöht seinen Ausblick auf das laufende Jahr. Der Umsatz dürfte 2021 bei 3,5 Mrd. Euro liegen, teilte das SDax-Unternehmen am Dienstagabend mit. Im Vergleich zum Vorjahr stelle dies ein Wachstum von 34 Prozent dar. Zuvor hatte Synlab hier 3,2 bis 3,3 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Die bereinigte Ebitda-Marge wird laut Synlab bei etwa 30 Prozent erwartet. Dies führe zu einem bereinigten Ebitda von mehr als einer Mrd. Euro. Bisher hatte Synlab damit gerechnet, dass das Ebitda 925 Millionen Euro übersteigen wird.
  • Die britische Handelskette Tesco hat nach einem robusten ersten Halbjahr ihren Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Das Unternehmen erwartet nun für das Geschäftsjahr 2021/22 einen bereinigten Betriebsgewinn von 2,5 bis 2,6 Mrd. Pfund. Zuvor hatte es mit einer Stagnation gerechnet.

Konjunktur & Politik

  • Der GDP-Tracker der Atlanta Fed zeichnet ein düsteres Bild der Wirtschaft und prognostiziert, dass die US-Wirtschaft im dritten Quartal nur um 1,3 Prozent gewachsen ist. Die dramatische Wucht der Entwicklung wird deutlich, wenn man diese Zahl mit dem entsprechenden Wert Ende Juli vergleicht, als der Tracker noch bei 6,1 Prozent stand. Das Wachstum im ersten Quartal betrug 6,2 Prozent und stieg im zweiten Quartal auf 6,7 Prozent. Vor dem Hintergrund des scharfen Einbruchs sind die gegenwärtigen Inflationszahlen mit Sorge zu betrachten. / Quelle: Guidants News https://news.guidants.comDie Inflation in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) bis Mitte 2022 auf das Vorkrisen-Niveau zurückgehen. „Unserer Prognose zufolge wird die Inflation in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften in den letzten Monaten dieses Jahres einen Höchststand von 3,6 Prozent erreichen, bevor sie in der ersten Hälfte des Jahres 2022 wieder auf zwei Prozent zurückgeht, was den Zielvorgaben der Zentralbanken entspricht", heißt es in einem Bericht. Getragen werde diese Prognose vor allem von der Erwartung hoher US-Inflationsraten, während der Preisdruck im Euroraum und in Japan relativ schwach bleibe.
  • Die US-Energiebehörde EIA geht davon aus, dass der globale CO2-Ausstoß bis 2050 weiter zulegen wird und dass Erdöl der dominierende Rohstoff zur Abdeckung der Energienachfrage bleibt. Erneuerbare Energien werden bei der Elektrizitätsgewinnung zwar den größten Anteil ausmachen, allerdings werden Erdgas und Kohle weiter eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung einer zuverlässigen Versorgung spielen. Der steigende Erdöl-Konsum bis 2050 werde vor allem durch Asien getrieben, wo sich die Nachfrage verdoppeln werde. Größter Erdgas-Exporteur werde 2050 Russland sein, größter Importeur Asien, so die EIA.
  • Die US-Privatwirtschaft hat im September 568.000 neue Stellen geschaffen, wie aus der aktuell veröffentlichten Umfrage des Personaldienstleisters ADP hervorgeht. Experten hatten lediglich mit 428.000 neuen Jobs gerechnet. Im August hatte es ein Stellenplus von revidiert 340.000 gegeben.
  • Nach Ansicht von Pimco-Manager Erin Browne wird die europäische Energiekrise von den Märkten derzeit noch unterschätzt. Die Inflation fresse sich zunehmend durch und werde die Margen im vierten Quartal beschneiden. Zentralbanken seien jetzt gezwungen die Inflation abzukühlen, und könnten sich damit weniger auf eine Unterstützung der Wirtschaft konzentrieren.
  • Die Ratingagentur Moodys geht davon aus, dass die USA ihre Schuldenobergrenze anheben werden. Die Demokraten würden wahrscheinlich mit einer einfachen Mehrheit über den "budget reconciliation process" ein entsprechende Gesetz beschließen. Das US-Finanzministerium hatte gewarnt, den USA könnte ab dem 18. Oktober das Geld ausgehen. Nach Ansicht von US-Finanzministerin Janet Yellen würde ein Zahlungsausfall der US-Regierung zu einer Rezession führen, wie sie am Vortag im TV-Sender CNBC sagte.
  • Die Einzelhändler der Eurozone haben ihren Umsatz im August um 0,3 Prozent zum Vormonat gesteigert, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Ökonomen hatten mit einem kräftigeren Plus gerechnet, nach einem Minus von 2,6 Prozent im Juli. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stagnierten die gesamten Umsätze.
  • Der Präsident des Verbands des Deutschen Maschinen- und Anlagenbaus (VDMA), Karl Haeusgen, hat sich für eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP ausgesprochen. „Inzwischen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass eine Ampel die bessere Lösung ist“, sagt Haeusgen der Wirtschaftswoche einem Vorabbericht zufolge. „Die Union hat in einem solchen Umfang verloren, dass die Legitimation für das Kanzleramt und das Führen einer Regierung nicht mehr gegeben ist. Hinzukommen die vielen Dissonanzen innerhalb der Union vor der Wahl und auch jetzt noch.“ Der Präsident des Industriebranchenverbandes hatte im Juni noch eine Jamaika-Koalition unter Führung der Union favorisiert.
  • Die Deutsche Industrie spürt Gegenwind: Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im August saison- und kalenderbereinigt 7,7 Prozent niedriger als im Vormonat Juli. Der starke Rückgang folgt auf kräftige Anstiege in den Vormonaten Juli (+4,9 %) und Juni (+4,6 %), die mitunter durch Großaufträge im sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge etc.) zustande kamen. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen ergab sich im August für die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe ein Rückgang von 5,1 Prozent. „Die August-Daten zum Auftragseingang in Deutschland zeigen, dass die Industrie neben den Produktions- und Lieferengpässen mit einer abebbenden Nachfrage aus wichtigen Exportmärkten konfrontiert ist“, sagt Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz. „Auch für die kommenden Monate fällt die Industrie als Konjunkturlokomotive damit aus“. Besserung sei erst im neuen Jahr in Sicht.
  • Auf den deutschen Baustellen fehlt immer mehr ausgebildetes Personal. Das hat eine Umfrage des ifo Instituts ergeben. Im Hochbau hatten im September 33,5 Prozent der Betriebe Probleme, Fachkräfte zu finden. Im Tiefbau klagten sogar 37,9 Prozent der Betriebe über einen Mangel an geeigneten Bewerbern. Im Vormonat hatte der Anteil im Hochbau noch bei 3,5 Prozentpunkte niedriger gelegen, im Tiefbau 1,4 Prozentpunkte niedriger. „Neben Materialengpässen wird auch der Fachkräftemangel immer mehr zum Problem für die Bauwirtschaft. Und das bei vollen Auftragsbüchern“, sagt ifo-Forscher Felix Leiss. Die Betriebe sorgten sich um die Altersstruktur ihrer Belegschaft und um das zu geringe gesellschaftliche Ansehen des Handwerks. „Trotz wieder steigender Ausbildungszahlen hat der Bau ernste Nachwuchssorgen“, ergänzt Leiss.
  • Laut „Bild“-Zeitung gibt es in den Vor-Sondierungen zwischen Union und Grünen vor allem drei strittige Punkte: die Verkehrspolitik, die Migration und die Finanzpolitik. Zuvor waren bereits Details aus den Gesprächen zwischen Union und FDP nach außen lanciert worden. Der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, kritisierte, dass Details aus den Vorgesprächen zwischen Union und FDP über eine mögliche Regierungsbildung nach außen gedrungen seien. Man täte gut daran, vertrauliche Gespräche auch vertraulich zu halten, dies gelte auch im politischen Zusammenhang, sagte Kuban im Gespräch mit dem Deutschlandfunk. Er könne nichts zu den Verantwortlichen sagen, aber es könne durchaus sein, dass diese auf Unionsseite zu finden seien.
  • Zur Ursache der Ölpest im US-Bundesstaat Kalifornien, wo 570.000 Liter Rohöl ins Meer gelangt sind, gibt es neue Erkenntnisse. Wie die Küstenwache mitteilte, wurde die lecke Pipeline offenbar auf dem Meeresboden mitgeschleift. Das Rohr weise einen mehr als 30 Zentimeter langen Riss auf.
  • Die USA haben erstmals seit vier Jahren die Zahl ihrer Atomsprengköpfe veröffentlicht. Nach Angaben des Außenministeriums hielten die Vereinigten Staaten am 30. September 2020 rund 3’750 Atomsprengköpfe. Das seien 55 weniger als ein Jahr zuvor. Im Jahr 1967 verfügten die USA noch über 31.255 Sprengköpfe.

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