• Nikkei225 - Kürzel: N225 - ISIN: XC0009692440
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 21.191,28 Pkt

London (GodmodeTrader.de) - Reiwa heißt die neue kaiserliche Dynastie Japans – frei übersetzt bedeutet das in etwa: Schöne Harmonie. Wir denken, dass nun auch für japanische Value-Aktien harmonischere Zeiten kommen, wie Johan du Preez, Head of Japanese Equities bei M&G Investments, in einem Marktkommentar schreibt.

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Bisher setzten Investoren hier aber noch verstärkt auf Wachstumstitel. Seit der Technologieblase habe es noch nie eine so breite Renditekluft zwischen Wachstums- und Value-Titeln gegeben. Dabei sei es von 1995 bis zum Ausbruch der globalen Finanzkrise leicht gewesen, mit japanischen Value-Aktien Geld zu verdienen. In den letzten Jahren allerdings hätten Anleger eher Wachstumspapiere favorisiert und zum Beispiel in japanische Robotikfirmen oder die Halbleiterindustrie investiert. Sie hätten sich hartnäckig geweigert zu glauben, dass die japanische Wirtschaft nach Jahrzehnten der Leistungsschwäche ihre Rentabilität tatsächlich steigern könnte, heißt es weiter.

„Ein Blick auf wertorientierte japanische Großunternehmen zeigt jedoch, dass diese Denkweise veraltet ist: Seit fast zehn Jahren gehen die operativen Margen größerer Unternehmen außerhalb der Finanzbranche nach oben. In vielen Fällen wuchs der Ertrag bei Value-Aktien sogar stärker als bei Growth-Titeln. Es scheint also, als gelte die Korrelation von Ertragswachstum und Aktienkursen bei Value-Aktien nicht mehr“, so du Preez.

Dieses Szenario führe zu guten Einstiegspreisen für Anleger, die glaubten, dass japanische Unternehmen bei ihrer Rentabilität echte Fortschritte machen könnten. Dazu kämen weitere erfreuliche Entwicklungen, wie Verbesserungen in der Corporate Governance oder Steigerungen bei den Eigenkapitalrenditen. Sowohl die Dividendenausschüttungen als auch die Aktienrückkäufe näherten sich historischen Höchstständen. Unternehmensleitungen zeigten eine größere Bereitschaft, mit Investoren in den Diskurs zu treten. Bei den Aktienrenditen und operativen Margen hätten japanische Firmen mittlerweile vor allem andere entwickelte Märkte eingeholt, heißt es weiter.

„Nach Jahren der Ineffizienz lassen sich viele Investoren auch von diesen Verbesserungen nur schwer überzeugen. Darum wird die Hälfte der japanischen Unternehmen immer noch unter ihrem realen Buchwert gehandelt. Zum Vergleich: In Europa sind es nur zwanzig Prozent und in den USA sogar weniger als zehn Prozent der Unternehmen. Wir sehen daher im Japan der neuen Ära erhebliche Chancen für langfristig orientierte Investoren“, so du Preez.