Montag:
Der japanische Frühindikator notiert in der revidierten Fassung für April bei 96,2. Im Vormonat hatte der Frühindikator Japans noch bei 99,6 notiert.

Die deutschen Erzeugerpreise sind im Mai zum Vormonat unverändert geblieben. Einen Monat zuvor waren sie um 1,0 % geklettert.

Im Jahresvergleich verteuerten sich die Preise der Erzeuger in Deutschland um 6,1 % nach +6,4 % im Monat zuvor.

Die saisonbereinigte Leistungsbilanz für die Eurozone weist im April einen Defizit in Höhe von 5,1 Mrd. Euro aus, verglichen mit einem Minus von 3,0 Mrd. Euro im Vormonat (revidiert von zuvor veröffentlichten -4,7 Mrd. Euro). Gerechnet worden war für den aktuellen Monat mit einem Defizit in Höhe von 4,8 Mrd. Euro. Ohne Bereinigung ergibt sich für den Berichtsmonat ein Minus in Höhe von 6,5 Mrd. Euro.

Der Arbeitskostenindex der Eurozone ist im ersten Quartal zum Vorjahr um 2,6 % gestiegen. Im Quartal zuvor war der Arbeitskostenindex um 1,5 % (revidiert von 1,6 %) geklettert.

Dienstag:

Im Jahr 2010 wurden in Deutschland 160.000 Wohnungen fertig gestellt. Das waren 0,5 % bzw. 845 Baufertigstellungen mehr als im Vorjahr.

Im Monats-Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe in Deutschland im April zum Vorjahr um 0,7 % auf 713.000 gefallen, die Summe der geleisteten Arbeitsstunden ist gleichzeitig um 4,5 % auf 74,5 Mio. Stunden zurückgegangen. Der Gesamtumsatz ist in gleicher Zeit um 4,5 % angestiegen und betrug im Berichtsmonat 6,939 Mrd. Euro, während der Index des Auftragseingangs um 2,4 % auf 105,0 gestieggen ist (2000 = 100).

Im April ist die Zahl der im deutschen Straßenverkehr Getöteten zum Vorjahr um 7,1 % auf 338 gefallen. Gleichzeitig ist die Zahl der Verletzten um 12 % auf 35.200 angestiegen. Die Polizei nahm rund 193.200 Straßenverkehrsunfälle auf, das sind 4,5 % mehr als noch ein Jahr zuvor.

Der ZEW Konjunkturindex für Deutschland notiert im Juni bei -9,0. Erwartet wurde der Index mit -4,1. Im Monat zuvor hatte er noch bei -3,1 gelegen. Den historische Mittelwert des Konjunkturindikators gibt das ZEW mit 26,3 Punkten an. Die aktuelle konjunkturelle Lage Deutschlands hat sich nach Angaben des ZEW auf 87,6 Zähler verringert von noch 91,5 im Monat zuvor.

Die Konjunkturerwartung für die Eurozone verschlechterte sich zum Vormonat um 19,5 Punkte und notiert im Berichtsmonat bei nun -5,9 Zählern. Die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum verliert 9,8 Zähler auf nunmehr 3,8 Punkte.

Unser Kommentar:

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland befinden sich wieder sehr deutlich unter ihrem historischen Mittelwert von rund 26 Punkten. Der Rückgang ist vor allem der Krise in Griechenland und der schwachen Verfassung der US-Konjunktur geschuldet. Aus antizyklischer Sicht ist der Pessimismus der Experten allerdings ermutigend:

Die ZEW-Umfrage zu den Konjunkturerwartungen basiert auf der Befragung von rund 350 Finanzexperten. Nach aller Erfahrung agieren diese so genannten Experten ganz genauso wie die große Masse der Kleinanleger: Ist die Stimmung gut, wird die Masse euphorisch – und auch die Experten sind dann ganz aus dem Häuschen.

Umgekehrt funktioniert das Spiel genauso. Das heißt: Wenn sich die Stimmung derart eintrübt wie zuletzt, dann ist das grundsätzlich ein gutes Zeichen für die Märkte. Man kann dann davon ausgehen, dass die Masse (und die Masse der Experten) nicht investiert ist. Sollten die Börsen jetzt steigen, werden viele ungeduldig werden und den steigenden Kursen hinterherlaufen. Die technische Lage bei einigen Indizes würde eine solche Überraschung hergeben...

Die Zahl der US-amerikanischen Hausverkäufe ist im Mai auf 4,81 Mio. gefallen. Im Vorfeld war mit einem Bereich von 4,70 bis 4,79 Mio. gerechnet worden. Im Monat zuvor waren 5,00 Mio. Häuser verkauft worden. Damit wurde der Vormonatswert von 5,05 Mio. nach unten revidiert.

Mittwoch:

Die deutschen Ausfuhren nach Griechenland sind in 2010 gegenüber dem Vorhjahr um 10,2 % auf 5,9 Milliarden Euro gesunken. Die Einfuhren hingegen erhöhten sich um 13,4 % auf 2,0 Milliarden Euro.

Die Reallöhne in Deutschland, das heißt die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer, sind im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum ersten Quartal 2010 um durchschnittlich 2,0% gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Nominallöhne im ersten Quartal 2011 um 4,1% gegenüber dem ersten Quartal 2010. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im selben Zeitraum um 2,1%. Der Anstieg der Reallöhne ist der zweithöchste seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2008. Die Nominallöhne wuchsen so stark wie noch nie in diesem Zeitraum.

Im Monatsvergleich sind die Auftragseingänge in der Euro-Zone im April um 0,7 % gestiegen nach zuvor -1,5 %. Im Jahresvergleich sind die Auftragseingänge um 8,6 % geklettert nach +14,1 %.

Der US-amerikanische Housing Preis Index steigt im April um 0,8 % zum Vormonat. Im Vormonat hatte er noch bei -0,4 % (revidiert von -0,3 %) gestanden. Erwartet wurde der Index im Bereich -0,2.

Die US-amerikanischen Rohölvorräte (Crude Oil Inventories) sind in der vorangegangenen Woche um 1,7 Mio. Barrel gefallen, nach zuvor -3,4 Mio. Barrel.

Die Benzinvorräte (Gasoline Inventories) haben sich in den USA im Wochenvergleich um 0,5 Mio. Barrel verringert, nach zuletzt einem Plus in Höhe von 1,1 Mio. Barrel.

Die Vorräte an Destillaten (Distillate Inventories), die auch das Heizöl beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche in den Vereinigten Staaten um 1,2 Mio. Barrel geklettert, nach zuvor -0,1 Mio. Barrel.

Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank belässt die Zinsen unverändert bei 0,25 %. Damit war bereits im Vorfeld der Sitzung gerechnet worden.

Donnerstag:

Fronleichnam - Feiertag in Teilen Deutschlands (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen), in Österreich und in der Schweiz

Der französische Dienstleistungsindex notiert in der ersten Veröffentlichung im Juni bei 56,7. Im Vormonat hatte der Index noch bei 62,5 gestanden.

Der französische Einkaufsmanagerindex für Juni notiert in der ersten Veröffentlichung bei 52,5. Im Monat zuvor war er mit einem Stand von 54,9 veröffentlicht worden.

Der deutsche Dienstleistungsindex für Juni notiert in der ersten Veröffentlichung bei 58,3 nach 56,1 im Vormonat.

Der deutsche Einkaufsmanagerindex notiert in der ersten Veröffentlichung für Juni im verarbeitenden Gewerbe bei 54,9.

Der deutsche Composite Einkaufsmanagerindex notiert in der ersten Veröffentlichung für Juni insgesamt bei 57,3. Im Vormonat hatte er bei 57,1 gelegen.

Der Einkaufsmanagerindex im Bereich der Dienstleistungen für die Eurozone liegt nach der ersten offiziellen Schätzung bei 54,2, nach zuletzt noch 56,0.

Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone notiert in der ersten Veröffentlichung für Juni insgesamt bei 53,6. Im Vormonat hatte er bei 55,8 gelegen.

Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone notiert in der ersten Veröffentlichung für Juni im verarbeitenden Gewerbe bei 52,0.

Der US-amerikanische Chicago Fed National Activity Index notiert für Mai bei --0,37. Im Monat zuvor hatte er noch bei -0,56 gestanden. Damit wurde der Vormonatswert von -0,45 nach unten revidiert.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 429.000 gestiegen. Erwartet wurden 418.000 bis 425.000 neue Anträge nach zuvor 414.000.

Unser Kommentar:

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA haben sich wieder oberhalb von 400.000 Anträgen etabliert. Das passt ins Bild einer sich auf breiter Front abschwächenden US-Konjunktur. Von einer wirklichen Entspannung auf dem US-Arbeitsmarkt könnte man erst bei Werten unterhalb von 300.000 Anträgen sprechen. Doch davon kann seit Jahren keine Rede mehr sein.

Die Zahl der Hausverkäufe ist in den USA im Mai um 2,1 % auf 319.000 zurückgegangen. Erwartet wurden 290.000 bis 305.000 Hausverkäufe. Im Monat zuvor waren 326.000 Hausverkäufe registriert worden. Damit wurde die zuvor veröffentlichte Zahl von 323.000 nach oben revidiert.

Die US-amerikanischen Erdgasvorräte ("Nat Gas Inventories") sind in der letzten Woche um 98 Bcf auf 2.354 Bcf gestiegen. In der vorangegangenen Woche waren die Bestände in den USA um 69 Bcf geklettert, im Vorjahr hatten sie bei 2.612 Bcf gelegen.

Freitag:

Der französische Vertrauensindex notiert bei 84 nach zuvor 84. Erwartet wurde der Index bei unveränderten 84.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni erstmals seit Februar wieder verbessert. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg gegenüber dem Vormonat Mai von 114,2 Punkten auf 114,5 Punkte. Volkswirte hatten hingegen im Schnitt mit einem Rückgang auf 113,5 Punkte gerechnet.

Erneut deutlich positiver wird von den rund 7.000 befragten Unternehmen die aktuelle Geschäftslage bewertet, sie verbesserte sich von 121,5 Punkten auf 123,3 Zähler. Volkswirte hatten stattdessen einen Rückgang auf 121,0 Punkte erwartet.

Die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate sanken im Juni leicht auf 106,3 Punkte, nachdem im Vormonat noch 107,4 Zähler erreicht wurden. Der Markt hatte mit einem Rückgang auf 106,4 Punkte gerechnet.

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem robusten Aufschwung", sagte ifo-Chef Hans-Werner Sinn mit Blick auf die neuen Umfrageergebnisse. Impulse gebe es weiter vom Auslandsgeschäft. Außerdem habe sich im Bauhauptgewerbe das Geschäftsklima merklich aufgehellt.

Der italienische Einzelhandelsumsatz ist im April zum Vormonat um 0,4 % gestiegen. Auf Jahresbasis ist der Umsatz um 2,5 % geklettert.

Das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in der endgültigen Fassung zum ersten Quartal um 1.9 % gestiegen. Im Quartal zuvor hatte das Wachstum bei 3,1 % gelegen. Die persönlichen Ausgaben für den Konsum ("Personal Consumption Expenditures", PCE) sind laut endgültiger Veröffentlichung um 2,2 % gestiegen. Erwartet wurden 1,9 % nach zuvor +4,0 %.

Die US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter sind im Mai um 1,9 % gestiegen. Erwartet wurde ein Plus im Bereich von 1,5 bis 2,5 %. Im Vormonat waren die Auftragseingänge bei den langlebigen Wirtschaftsgütern noch um 3,6 % gefallen.

Wie wir die Börsenlage einschätzen und was wir unseren Lesern raten, das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die vor wenigen Tagen erschienen ist.

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de