Die Rhetorik im Handelskonflikt zwischen den USA und China „dürfte das Sentiment gegenüber China dämpfen, was die Aktienrenditen in der Region Asien ex Japan im Jahr 2020 erneut deckeln könnte“, schreibt Soo Nam Ng, Leiter asiatische Aktien bei Columbia Threadneedle, in einem aktuellen Kommentar.

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Allerdings berge das aktuelle Sentiment gegenüber asiatischen Aktien Raum für positive Überraschungen – auch bei den Kursgewinnen. „Wenn das Konsumklima trotz der Verunsicherung durch die Handelskonflikte der letzten zwei Jahre robust bleiben sollte, wird es 2020 vielleicht nur etwas weniger schlechter Nachrichten bedürfen, damit sich die Wirtschaft festigt und die Aktienkurse wieder etwas Auftrieb erhalten“, schreibt Soo Nam Ng.

Positive Überraschungen seien auch bei den Unternehmensgewinnen möglich. Denn in den vergangenen zwei Jahren hätten die Unternehmen vor dem Hintergrund der Handelskonflikte vorsichtiger agiert, was sich in einem disziplinierteren Investitionsverhalten und Kostenmanagement niedergeschlagen habe. „Das lässt hoffen für die Unternehmensgewinne – aber natürlich nur, solange es bei den Wirtschaftsdaten oder den geopolitischen Entwicklungen keine gravierenden negativen Überraschungen gibt“, schreibt Soon am Ng.