Gut, dass der Goldpreis endlich einmal fällt. Dann werden hoffentlich auch jene aus ihren Träumen erwachen, die sich zuletzt schon “reich gerechnet“ hatten mit ihren Goldmünzen, Silber-Zertifikaten und Edelmetall-Aktien.

In der Oktober-Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die vor wenigen Tagen erschienen ist, hatten wir eine Korrektur beim Gold angekündigt und geschrieben:

„Vergessen wir nicht, dass kein Vermögenswert immerzu nur steigt. Auch in den stärksten Bullenmärkten gibt es immer wieder Phasen, da die schwachen Hände hinausgekegelt werden müssen. Das ist immer so, denn die große Masse der Anleger DARF an der Börse nicht die großen Gewinne machen. Die Mehrheit wird dazu benötigt, die Gewinne einer kleinen Minderheit zu finanzieren. Als Kanonenfutter sozusagen.“
Ja, und nun wird das Bäumchen eben ein wenig geschüttelt. Übrigens hatten wir schon zu Beginn des Jahres den Bereich zwischen 1.350 und 1.450 US-Dollar je Feinunze als mögliche Zielzone vor einer beginnenden Korrektur formuliert. Das jüngste Hoch lag bei 1.364 US-Dollar...

Bemerkenswert ist auch der Umsatzanstieg vom Donnerstag beim Gold-ETF mit dem US-Kürzel GLD, der an der New Yorker Börse sehr rege gehandelt wird. Achten Sie auf die blaue Markierung in der folgenden Abbildung. Hier haben einige mächtig Kasse gemacht.

Was ansonsten von der Gold-Hausse zu halten ist, und ob man jetzt erst einmal komplett aussteigen sollte, das haben wir in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs ausführlich erläutert.

Radikale Einschnitte...
Der Goldpreis ist zuletzt ja auch wegen der wachsenden Unsicherheit gestiegen. Sparer und Anleger wüssten natürlich gerne, wie das mit unserem Finanzsystem noch weiter gehen wird. Einige greifen deshalb zu radikalen Einschnitten:

Eine Umfrage des Allensbach Instituts im Auftrag der Postbank hat ergeben, dass 28 Prozent der Befragten gegenüber der privaten Altersvorsorge skeptischer geworden sind. 23 Prozent haben sogar größere Zweifel an deren Sicherheit. Und jeder fünfte Berufstätige hat wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise seine private Altersvorsorge gekürzt oder gekündigt. Davon betroffen sind Riester-Verträge, Renten- und Lebensversicherungen, sowie Aktien, Aktienfonds und Zertifikate.

http://www.fr-online.de/wirtschaft/vertrauen-in-privatvorsorge-erschuettert/-/1472780/3270942/-/index.html
Doch die Schlussfolgerungen, die da nun gezogen werden, sind doch mehr als erstaunlich: Dessen ungeachtet ist das Vertrauen in den Staat und die gesetzliche Rente nämlich weiter gestiegen. Für 76 Prozent der Bevölkerung zählt sie zur idealen Altersvorsorge, und zwar für junge wir für ältere Menschen. 2009 waren 73 Prozent der Bundesbürger dieser Ansicht.

Das betätigt allerdings vollkommen unsere eingangs aufgestellte These: Die Masse steht immer auf der falschen Seite und darf nicht die großen Gewinne machen.

Aber das war ja schon immer so - nicht nur an der Börse...

Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern raten, das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die vor wenigen Tagen erschienen ist.

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de