• VW fährt auf Sicht
    • Airbnb kommt besser durch die Krise als gedacht -
    • US-Einkommen steigen stark
    • EZB signalisiert weitere Stützung der Wirtschaft
    • ZDF-Umfrage: Deutsche sehnen sich nach Lockerungen
    • Militärschlag in Syrien: Biden setzt erste Duftnote
    • Unruhe über neue Corona-Mutante in New York
    • Verteidigungsausgaben: USA weltweit mit Abstand Nummer eins
    • Telekom-Umsatz erstmals über 100 Mrd. EUR
    • BASF hält Dividende trotz Milliardenverlust stabil

    DAX

    • Am deutschen Aktienmarkt prägten am Freitag Gewinnmitnahmen das Bild, erneut ausgelöst durch Inflations- und Zinsängste. Der DAX beendete den Handel mit einem Minus von 0,67 Prozent bei 13.786,29 Punkten. Zwischenzeitlich stärkere Abgaben konnte die EZB auffangen. EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel signalisierte eine weitere Stützung der Wirtschaft, falls dies durch einen starken Anstieg der Kapitalmarktzinsen notwendig werde. Das dämpfte den weiteren Anstieg der Renditen für europäische Staatsanleihen umgehend und stützte den Aktienmarkt. Im DAX geht der Kampf zwischen Bullen und Bären damit in eine neue Runde. Dieser Wettstreit bestimmt seit dem Rekordhoch am 8. Februar bei 14.169 Punkten das Geschehen am Markt. Aus Sicht von Robert Halver von der Baader Bank ist der DAX aktuell in Moll-Stimmung. Von Gewinnmitnahmen und mehr Volatilität sei zunächst weiter auszugehen. Dramatisches Konsolidierungspotenzial sehe er jedoch nicht. Das gelte auch für den US-Aktienmarkt, der gemäß Fear & Greed Index von CNN Money nur noch leicht im „Greed“-Terrain notiere.

    Chartanalysen und Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • BioNTech-Chef Ugur Sahin rechnet damit, dass spätestens im kommenden Jahr eine dritte Dosis des Corona-Impfstoffes nötig sein wird, um sich vor Infektionen zu schützen. Auf eine entsprechende Frage des "Spiegel" sagte Sahin: "Ich glaube, ja. Allein schon, um den breiten Impfschutz in der Bevölkerung aufrechtzuerhalten." Es könnte auch sein, dass alle zwei Jahre eine Auffrischungsimpfung nötig sei, die an die dann grassierenden Varianten angepasst sei. Mit einem deutlichen, impfstoffbedingten Rückgang der Infektionen rechnet Sahin ab Ende Mai oder Anfang Juni. "Bis zum Spätsommer sollten wir die Pandemie deutlich besser unter Kontrolle haben, wenn sich genügend Menschen impfen lassen", sagte Sahin. Das bedeute zwar nicht, dass es keine Ansteckungen mehr gebe. "Aber, dass wir ein normales Leben haben können."
    • Volkswagen hat 2020 mit einem Milliardengewinn abgeschlossen. Nach dem Einbruch durch maue Verkäufe, Werksschließungen und beschädigte Lieferketten im zweiten Quartal gelang es Volkswagen, die zwischenzeitlich roten Zahlen deutlich ins Plus zu drehen. Am Ende verdiente Europas größter Autohersteller nach Steuern 8,8 Mrd. Euro, wie aus den am Freitag vorgelegten Zahlen hervorgeht. Der Konzern hat sich pandemiebedingt vorsichtige Ziele für das neue Jahr gesetzt. Das Management rechnet 2021 mit einer operativen Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern von 5,0 bis 6,5 Prozent, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Die Ausschüttung an die Aktionäre hält der Konzern überraschend stabil. So soll die Dividende für das abgelaufene Jahr je Vorzugsaktie 4,86 Euro betragen.
    • Die Commerzbank will die Negativzinsen der EZB künftig noch stärker an Firmenkunden weitergeben. „Wir werden unsere Regeln noch mal verschärfen müssen und Freibeträge in einigen Fällen senken", sagte der seit Januar amtierende Firmenkundenvorstand Michael Kotzbauer dem „Handelsblatt“. Im vergangenen Jahr haben wir von unseren Kunden Guthabengebühren in Höhe von mehr als 100 Mio. Euro erhoben. 2021 wird dieser Betrag voraussichtlich noch mal leicht steigen."
    • Der SAP-Konkurrent Salesforce schaut optimistisch in die Zukunft. Im laufenden Quartal dürfte der Umsatz bei 5,88 Mrd. Dollar liegen. Experten hatten nur mit 5,72 Mrd. Dollar gerechnet. Beim Gewinn je Aktie erwartet Salesforce 88 bis 89 Cent. Analysten hatten hier bisher 76 Cent prognostiziert.
    • Eine Boeing 777 ist in der russischen Hauptstadt Moskau notgelandet. Auf dem Flug von Hongkong nach Madrid habe es Probleme mit dem linken Triebwerk gegeben, berichteten russische Medien. Einer der Steuerungskanäle für den linken Motor sei ausgefallen.
    • Beyond Meat hat im vergangenen Quartal erneut Verluste geschrieben. Je Aktie belief sich das Minus auf 0,34 Dollar nach -0,01 Dollar vor Jahresfrist. Der Umsatz belief sich auf 101,9 Mio. Dollar und verbesserte sich damit leicht.
    • Facebook will einen eigenen Sprachassistenten etablieren. Die Nutzer können zunächst auf den VR-Brillen der Tochterfirma Oculus und beim Videokommunikations-Gerät Portal Funktionen mit „Hey Facebook“ auslösen. Die Fähigkeiten der Assistenzsoftware sind noch eingeschränkt. Aber es ist ein Anfang und eine Kampfansage vor allem an Amazon und Google.
    • Der US-Hersteller von Brennstoffzellen, Plug Power, hat im vergangenen Quartal Verluste geschrieben. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf minus 1,12 Dollar je Aktie und lag damit deutlich unter den Analystenerwartungen.
    • Der Apartment-Vermittler Airbnb hat sich 2020 besser geschlagen als zunächst angenommen. Insgesamt gingen die Erlöse um 30 % auf 3,4 Mrd. Dollar zurück. Insgesamt machte Airbnb 2020 aber einen Verlust von 4,6 Mrd. Dollar.
    • Der Bürokommunikationsdienst Slack hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss die vorläufigen Umsatzzahlen für 2020 vorgelegt. Der Umsatz belief sich im vierten Quartal auf 250,6 Mio. Dollar. Für das Gesamtjahr standen 902,61 Mio. Dollar in den Büchern. Im Jahresvergleich bedeutet das eine Steigerung von 43 %.
    • Der Kurznachrichtendienst Twitter will zur Konkurrenz aufholen und testet dazu neue Funktionen. Dazu gehört die Möglichkeit, für zahlende Abonnenten exklusive Inhalte oder Angebote verfügbar zu machen, wie Twitter am Donnerstag ankündigte. Die Funktion soll "Super Follows" heißen.
    • Die Container-Reederei Hapag-Lloyd will die Dividende für die Aktionäre mehr als verdreifachen. Der Vorstand schlage die Ausschüttung von 3,50 Euro vor, teilte das Unternehmen überraschend am Freitag mit. Für 2019 hatte Hapag-Lloyd lediglich 1,10 Euro je Aktie ausgezahlt. Die Anteilseigner werden voraussichtlich bei der Hauptversammlung am 28. Mai über die Dividende entscheiden. Im abgelaufenen Jahr hat die Reederei ihren Gewinn vor Zinsen und Steuern nach vorläufigen Zahlen um etwa 60 Prozent auf rund 1,3 Mrd. Euro gesteigert.
    • Im Hause Grenke herrscht Erleichterung. Die Vorwürfe der Bilanzfälschung konnten durch die von der BaFin beauftrage Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars nicht bestätigt werden, allen voran der Vorwurf der Geldwäsche. Weiterhin gibt es laut dem Zwischenbericht keine Zweifel an der Existenz der Leasingforderungen. Allerdings gibt es auch die Kritkpunkte, vor allem an der bilanziellen Behandlung von Franchiseunternehmen, weshalb diese nun erstmals voll konsolidiert werden. Daneben beanstandet Mazars Prozesse in der Grenke-Bank und der Compliance-Organisation.
    • Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat im vergangenen Jahr wegen milliardenschwerer Abschreibungen einen Nettoverlust von gut einer Mrd. Euro erlitten. 2019 hatte hier noch ein Gewinn nach Steuern und Minderheiten von 8,4 Mrd. Euro gestanden. Der Umsatz sank 2020 nur leicht auf rund 59,1 Mrd. Euro. Trotz der roten Zahlen will der Konzern genauso viel Geld an die Aktionäre ausschütten wie ein Jahr zuvor. Die Dividende soll wie im Vorjahr 3,30 Euro je Aktie betragen, teilte die BASF am Freitag mit. Analysten hatten mit weniger gerechnet. BASF hatte bereits Ende Januar Eckdaten für das Gesamtjahr vorgelegt.
    • Außer Covestro ist keine Aktie im DAX in 2021 so gut gelaufen wie die der Deutschen Bank. Hier steht seit Jahresbeginn Plus von 19 % auf dem Kurszettel. Hintergrund für die neue Zuversicht der Anleger dürfte vor allem das steigende Zinsniveau sein. Auch von der Aussicht auf weitere Lockerungen in der Corona-Pandemie profitiert die ganze Branche.
    • Analysten sehen für die Commerzbank laut Finanz-Szene auch dieses Jahr schwarz. Waren die Experten Ende Januar noch von einem Verlust 80 Mio. Euro ausgegangen, so hat sich die Konsensschätzung nun auf minus 483 Mio. Euro verschlechtert. Grund für die Kappung liegt in einer drastisch gesunkenen Ertragserwartung. Statt 8,5 Mrd. trauen die Analysten dem Institut für 2021 nur noch 8,1 Mrd. Euro zu.
    • Die Deutsche Telekom hat Zahlen zum abgelaufenen Jahr vorgelegt und erstmals in ihrer Geschichte einen dreistelligen Milliardenumsatz eingefahren. Die konzernweiten Erlöse stiegen 2020 auch wegen der Sprint-Übernahme in den USA um rund 25 Prozent auf 101 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Drei Viertel seiner Umsätze erzielte der Konzern im Ausland - 2019 waren es knapp 70 Prozent. Die Entwicklung des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda AL) fiel mit einem Plus von knapp 42 Prozent auf 35 Mrd. Euro noch deutlicher aus. Der Free Cashlow sank dagegen um 10 Prozent auf 6,3 Mrd. Euro. Positiv kommen am Markt vor allem die Prognosen für das laufende Jahr an. Im laufenden Jahr will der Konzern ein bereinigtes Ebitda AL von rund 37 Mrd. Euro sowie einen freien Mittelzufluss von 8 Mrd. Euro erzielen.
    • Der BioNTech/Pfizer-Corona Impfstoff darf in den USA ab sofort bis zu zwei Wochen bei Temperaturen eines normalen Gefrierfachs transportiert und gelagert werden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erklärte, die Erlaubnis werde bei der Impfkampagne für mehr Flexibilität sorgen und den Druck auf die Lieferkette für ultrakalte Gefriermodule senken. Das wird den Einsatz auch an Orten wie Arztpraxen oder Apotheken vereinfachen, die nicht über weitaus kältere Gefrierfächer verfügen.
    • Die Auswirkungen der Corona-Krise haben beim schweizerischen Baustoffkonzern LafargeHolcim im vergangenen Jahr die Bilanz gedrückt. „"020 war für alle ein außergewöhnliches Jahr, welches wir in der Form bisher noch nicht erlebt haben", sagte Unternehmenschef Jan Jenisch am Freitag. Im vierten Quartal sei LafargeHolcim aber mit Zuwächsen bei Umsatz und operativem Ergebnis auf den Wachstumspfad zurückgekehrt.

    Politik & Konjunktur

    • Die USA bestehen bei der geplanten neuen international abgestimmten Besteuerung von Digitalkonzernen nicht mehr auf einer sogenannten "Safe-Harbour"-Regel, mit der US-Konzerne nur auf freiwilliger Basis unter die neue Regel gefallen wären. Dies kündigte US-Finanzministerin Janet Yellen an, wie die "Financial Times" berichtet. Demnach würden die USA eine hohe Hürde bei den Verhandlungen über eine global abgestimmte Besteuerung von Digitalkonzernen sowie internationale Mindeststeuern aus dem Weg räumen, über die im Rahmen der OECD derzeit verhandelt wird.
    • Bund und Länder werden wohl auch in der kommenden Woche keine großen Öffnungen vom derzeitigen Corona-Lockdown beschließen. Er empfehle "größtmögliche Umsicht und Vorsicht", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag. Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder warnte unterdessen vor "unüberlegten Experimenten" und "Öffnungshektik".
    • Das von der Universität von Michigan erhobene Verbrauchervertrauen in den USA ist im Februar gegenüber dem Vormonat um 2,2 Punkte auf 76,8 Zähler gefallen, wie die Universität nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Erhebung war noch ein stärkerer Rückgang auf 76,2 Punkte ausgewiesen worden. Der Februar-Stand ist gleichwohl der niedrigste seit August 2020.
    • Der Indikator für das Geschäftsklima in der Region Chicago ist im Februar überraschend stark um 4,3 auf 59,5 Zähler gesunken, wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Freitag mitteilte. Analysten hatten nur einen Rückgang auf 61,0 Punkte erwartet.
    • Die US-Konsumausgaben erhöhten sich im Januar gegenüber dem Vormonat laut US-Handelsministerium um 2,4 Prozent, nachdem sie im Dezember noch um 0,4 Prozent gesunken waren. Für die Einkommen meldete das Ministerium einen Anstieg von 10,0 Prozent. Volkswirte hatten einen Zuwachs in dieser Höhe prognostiziert. Das Preismaß PCE stieg ohne die Komponenten Nahrung und Energie um 0,3 Prozent auf Monats- und 1,5 Prozent auf Jahressicht.
    • Laut EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel muss ein allmählicher Anstieg der Renditen nicht unbedingt ein Grund zur Sorge sein. „Wenn ein Anstieg der nominalen Renditen einen Anstieg der Inflationserwartungen widerspiegelt, ist das ein willkommenes Zeichen“. Falls die steigenden Renditen das Wachstum belasteten, sei aber mehr EZB-Stützung jederzeit möglich. Steigende langfristige Zinsen könne bestehende geldpolitische Stützungsmaßnahmen zu frühzeitig bremsen, sagte Schnabel am Freitag auf einer Online-Konferenz. In einem solchen Fall müsse die Geldpolitik bei ihren Maßnahmen nachlegen. Schnabel bekräftigte damit frühere Aussagen.. Ähnlich hatte sich zuletzt auch EZB-Chefökonom Philip Lane geäußert. Das Corona-Kaufprogramm der EZB (PEPP) könne demnach flexibel genutzt werden, um eine Straffung der Finanzierungskonditionen zu verhindern, soweit die Entwicklung einer Abfederung der Krisenauswirkungen im Wege stehe.
    • Die Mehrheit der Menschen in Deutschland sehnt sich nach Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Nach dem aktuellen ZDF-"Politbarometer" finden 56 Prozent der Befragten, dass jetzt gelockert werden sollte. 41 Prozent sind dagegen. Vor allem mit Blick auf Läden und Geschäfte soll es zu Öffnungen kommen: mit 40 Prozent steht dieser Bereich an der Spitze; mit 15 Prozent sind Restaurants auf dem letzten Platz.
    • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn äußerte sich am Freitag in der Bundespressekonferenz in Berlin über den Impffortschritt: „Impfen ebnet den Weg aus der Pandemie. Es wird gleichwohl kein Spaziergang. Die Mutationen machen diesen Weg beschwerlich und beschwerlicher.“
    • Der Vorsitzende der Christdemokraten im Europäischen Parlament, Manfred Weber, hat einen Stopp der Einreisen aus Corona-Mutationsgebieten in den EU-Schengen-Raum verlangt. „Wir müssen Hochrisikogebiete auf der Welt isolieren und die Einreise verhindern in der jetzigen Übergangszeit, wo die Mutanten eben die große Sorge sind", sagte Weber am Freitag im Bayerischen Rundfunk.
    • SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz drängt es zu Steuererhöhungen. „Ich weiß mich mit der überwiegenden Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger einig, dass wir unser Steuersystem gerechter gestalten müssen.“ Dazu gehöre, dass die, die sehr viel verdienen, einen etwas größeren Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen. Er befürworte auch eine Vermögenssteuer, so Scholz.
    • Wirtschaftsverbände haben Bund und Länder vor schweren wirtschaftlichen Folgen eines anhaltenden Lockdowns gewarnt und dringen auf ein konkretes Öffnungskonzept. Unternehmen wünschen sich mehr Plan-und Berechenbarkeit, wie aus dem von Bundeswirtschaftsministerium verfassten "Gesprächsgrundlage-Papier" für Beratungen der Wirtschaftsminister am heutigen Tag hervorgeht. Zuvor hatten bereits 40 Verbände Öffnungskonzepte an Bundeswirtschaftsminister Altmaier übersandt.
    • Laut Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sollten jenen Bürgern Inlandsreisen ermöglicht werden, die ihre Corona-Impfung mit einem Impfpass nachweisen können. „Ich kann mir das auf jeden Fall vorstellen", sagte Günther in der RTL/ntv-Sendung „Frühstart". Den von der EU geplanten europäischen Impfpass bezeichnete er als sinnvolles Instrument. Sobald allen Bürgern ein Impfangebot gemacht worden sei, könne man mit Hilfe eines solchen Passes weitere Öffnungsschritte verantworten.
    • Die Einfuhrpreise nach Deutschland waren im Januar 2021 um 1,2 Prozent niedriger als im Januar 2020, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr hatte im Dezember 2020 bei minus 3,4 Prozent und im November 2020 bei minus 3,8 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2020 stiegen die Importpreise im Januar überdurchschnittlich um 1,9 Prozent an. Dazu haben vor allem die Preissteigerungen bei Energie und Metallen beigetragen. Eine Vormonatsveränderung in dieser Höhe hatte es zum letzten Mal im Dezember 2010 gegeben.
    • Frankreich wird nach Einschätzung von Philippe Juvin, Chef der Notfallabteilung eines Pariser Krankenhauses nicht um neue Lockdown-Maßnahmen herumkommen. „Ich verstehe nicht, worauf wir warten“, sagt Juvin. Die Lage in Krankenhäusern in der Region sei sehr angespannt.
    • Seit Beginn der Corona-Pandemie vor gut einem Jahr sind weltweit laut Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore mehr als 2,5 Mio. Menschen nach einer Infektion mit dem Virus verstorben. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg damit allein seit Mitte Januar um eine halbe Million an. Weltweit gab es den Daten zufolge zudem knapp 113 Mio. bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Experten gehen aber von einer weitaus höheren Dunkelziffer aus.
    • Ökonomen blicken derweil mit Sorge auf Frankreichs Wirtschaft. Diese ist im vierten Quartal 2020 etwas stärker geschrumpft als bislang angenommen. Für den Rückgang sorgten vor allem sinkende Konsumausgaben, während die Exporte anzogen
    • Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zufolge sollten nicht nur geimpfte Menschen, sondern auch aktuell Getestete mehr Freiheiten erhalten. „Wir können nicht nur an die einstweilen wenigen Glücklichen, die geimpft sind, denken", sagte der SPD-Politiker der „Braunschweiger Zeitung“. „Aber wenn wir mehr testen, müssen wir uns auch auf höhere Infektionszahlen einstellen. Wer mehr sucht, findet mehr“, so Weil.
    • Die Europäische Notenbank überwacht laut Aussagen von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane den Anstieg am Anleihemarkt. Allerdings wäre zu diesem Zeitpunkt eine übermäßige Straffung der Renditen inkonsistent mit der Bekämpfung des Pandemieschocks auf dem Inflationspfad", so Lane in einem Interview mit der spanischen Zeitung Expansion.
    • Das US-Militär hat auf direkten Befehl von Präsident Joe Biden hin Luftangriffe im Osten Syriens geflogen. Das US-Verteidigungsministerium erklärte, das Ziel der Angriffe seien „mehrere Einrichtungen" an einem Grenzübergang gewesen. Diese seien von Milizen genutzt worden, die vom Iran unterstützt würden, so Sprecher John Kirby.
    • US-Forscher zeigen sich besorgt über eine in New York entdeckte Corona-Variante. Die im November erstmals entdeckte Mutante B.1.526 könnte ersten Erkenntnissen zufolge möglicherweise weniger stark auf die bisher entwickelten Impfstoffe reagieren, berichteten US-Medien unter Berufung auf Wissenschaftler. „Es sind nicht wirklich fröhliche Nachrichten", sagte der Immunologe Michel Nussenzweig von der Rockefeller University der "New York Times". Bislang gibt es allerdings noch nicht viele Informationen über die Variante und auch noch keine geprüfte wissenschaftliche Studien.
    • Die USA haben 2020 mit 738 Mrd. Dollar drei Mal so viel Mittel in die Verteidigung gesteckt wie die Rivalen China und Russland zusammen. Das Budget lag damit vier Mal höher als das von China und mehr als zwölf Mal höher als das von Russland, wie aus Rangliste des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) hervorgeht. Unter den Europäern war laut IISS zuletzt Großbritannien mit Verteidigungsausgaben in Höhe von 61,5 Mrd. Dollar an vorderster Stelle. Es folgen Frankreich mit 55 Mrd. und Deutschland mit 51,3 Mrd. Dollar.

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