• Bitcoin BTC/USD - Kürzel: BTC/USD - ISIN:
    Kursstand: 43.150,79915 $ (Bitfinex) - Zum Zeitpunkt der Artikel-Veröffentlichung
  • Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Kursstand: 1.788,97000 $/oz. (FXCM) - Zum Zeitpunkt der Artikel-Veröffentlichung

New York (Godmode-Trader.de) - Der Kurs des Bitcoins ist am Donnerstag weiter auf dem absteigenden Ast und auf den tiefsten Stand seit vier Wochen gefallen. Auf der Handelsplattform Bitstamp notierte die bekannteste der Digitalwährungen am Donnerstag zeitweise unter die Marke von 43.000 US-Dollar und erreichte bei 42.413 Dollar den tiefsten Stand seit Anfang Dezember.

Am Markt wurde die Kursschwäche der Digitalwährungen mit der Geldpolitik in den USA begründet. „Die Sorge um ein vorzeitiges Anziehen der Zinszügel lässt Anleger Kryptowährungen mit spitzen Fingern anfassen", kommentierte Analyst Timo Emden von Emden-Research. Solange die US-Notenbank ein vorzeitiges Drehen an den Zinsschrauben signalisiere, könne der Bitcoin nicht mehr wie in den vergangenen Jahren von den extrem niedrigen Zinsen profitieren.

Die Analysten von Goldman Sachs sehen das grundlegend anders und werfen für die Kryptos den Hut in den Ring. Der Bitcoin werde im Zuge einer breiteren Akzeptanz von digitalen Vermögenswerten weiterhin Marktanteile von Gold übernehmen, was die oft zitierte Preisprognose von 100.000 Dollar möglich werden lasse, heißt es laut Bloomberg in einem aktuellen Researchbericht.

Goldman Sachs schätzt demnach, dass die um den Börsenwert bereinigte Marktkapitalisierung von Bitcoin knapp unter 700 Mrd. Dollar liegt. Das entspricht einem Anteil von 20 Prozent am „Wertaufbewahrungsmarkt", der sich laut Goldman aus Bitcoin und Gold zusammensetzt. Der Wert des Goldes, das für Investitionen zur Verfügung steht, wird auf 2,6 Bio. Dollar geschätzt.

Wenn der Anteil von Bitcoin am Wertaufbewahrungsmarkt in den nächsten fünf Jahren „hypothetisch“ auf 50 Prozent steige, würde sein Preis auf knapp über 100.000 Dollar zulegen, was einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 17 oder 18 Prozent entspräche, schrieb Zach Pandl, Co-Leiter der globalen Devisen- und EM-Strategie, am Dienstag in einer Notiz. „Obwohl der hohe Ressourcenverbrauch durch das Bitcoin-Netzwerk ein Hindernis für die institutionelle Annahme sein könnte, wird dies die Nachfrage nach dem Vermögenswert nicht aufhalten“, so Pandl.

Bitcoin wird bereits seit Längerem als digitales Gold bezeichnet. Dabei treffen die Argumente, die gegen Gold ins Feld geführt werden, in der Regel auch auf Bitcoin zu: Es werden keine Zinsen oder Dividenden gezahlt, und es imitiert nicht die Performance traditioneller Vermögenswerte. Befürworter sagen, dass Bitcoin, wie Gold, als Schutz gegen den systemischen Missbrauch von Fiat-Währungen geeignet ist.