• Bundesbank erwartet leichtes Wirtschaftswachstum
  • Erzeugerpreise steigen erneut mit Rekordtempo
  • Russland verkauft so viel Öl an China wie noch nie
  • Bitcoin fällt zeitweise unter 18.000 Dollar
  • Luftfahrtbranche wittert Morgenluft
  • Großes Stühlerücken in der DAX-Familie
  • Pfizer beteiligt sich an Valneva

Markt

  • Der deutsche Aktienmarkt hat zu Wochenbeginn nach den starken Kursverlusten der beiden Vorwochen seine am Freitag begonnene Erholung fortgesetzt. Der DAX legte in dünnem Handel per Xetra-Schlusskurs um 1,06 Prozent auf 13.265,60 Punkte zu. Die Furcht vor einer globalen Rezession dominierte zuletzt die Aktienmärkte. Die steigende Inflation und die weltweiten Zinsanhebungen der Zentralbanken schüren Ängste vor einem wirtschaftlichen Abschwung und sorgen zugleich für Verwerfungen an den Aktienbörsen. So hat der DAX seit seinem Zwischenhoch am Pfingstmontag trotz der jüngsten Stabilisierung in den vergangenen Handelstagen fast elf Prozent verloren. Wenig Impulse kamen heute von der Konjunkturseite. Wegen eines Feiertags in den USA bleibt zudem die Wall Street geschlossen. Am Donnerstag und Freitag wird es aber mit den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes in Deutschland und Frankreich sowie dem ifo-Geschäftsklimaindex wieder interessanter. Zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt gehörten am Montag die Lufthansa-Aktien. Die Anteilsscheine der Airline profitierten davon, dass der weltweite Branchenverband IATA für die Luftfahrtbranche insgesamt im Jahr 2023 wieder schwarze Zahlen erwartet. Zudem denkt die Lufthansa wegen der aktuell starken Nachfrage darüber nach, ihre eigentlich eingemotteten Superjumbos des Typs A380 zu reaktivieren.
  • Die Kryptowährung Bitcoin hat am Wochenende zeitweise die wichtige Marke von 20.000 Dollar nach unten durchbrochen. Im Tief ging es am Samstag bis auf 17.649 Dollar bergab, bevor eine kleine Erholung einsetzte. Am Montag handelte der Bitcoin wieder über der psychologisch wichtigen Schwelle. Ein Analyst meinte, mit dem Durchbrechen der 20.000-Dollar-Marke seien alle Dämme gebrochen worden, das Vertrauen in die Digitalwährung kollabiere gerade. Seit Jahresbeginn ist der Wert um mehr als 60 Prozent gefallen.

Chartanalysen & Artikel des Tages

Unternehmen & Branchen

  • Diesel ist wieder teurer als vor der Steuersenkung am 1. Juni. Mit 2,054 Euro pro Liter im bundesweiten Durchschnitt des Sonntags übertraf der Preis den Wert des 31. Mai um einen Cent, wie der ADAC am Montag auf Anfrage von dpa-AFX mitteilte. Damit ist der Steuernachlass von 16,7 Cent pro Liter verpufft. Super E10 kostete am Sonntag 1,913 Euro pro Liter, anders als Diesel hat es sich in den vergangenen Tagen allerdings um einige Cent verbilligt. Auch der Rohölpreis hatte zuletzt nachgegeben. Die von Juni bis August geltende Steuerentlastung auf Kraftstoffe sollte Verbraucher eigentlich entlasten. ADAC-Kraftstoffmarkt-Experte Jürgen Albrecht blickt sorgenvoll in die Zukunft: „Es besteht die Gefahr, dass die hohen Preise mit deutlich höheren Margen auf dem Weg vom Rohöl über die Raffinerie bis zur Tankstelle sich verfestigen, weil die Menschen sich an die hohen Preise gewöhnen", sagt er. „Was jetzt zusätzlich bezahlt wird, verdient jemand. Und die Preise sind angesichts der Entwicklung des Ölpreises, der zuletzt ja sogar wieder ein Stück nachgegeben hat, viel zu hoch."
  • Der US-Pharmakonzern Pfizer beteiligt sich beim französisch-österreichischen Impfstoffentwickler Valneva. Über eine Kapitalerhöhung übernimmt Pfizer für 90,5 Mio. Euro einen Anteil von gut acht Prozent, wie beide Seiten am Montag mitteilten. Pro Aktie zahlt Pfizer 9,49 Euro. Den Erlös aus der Kapitalbeteiligung will Valneva zur Finanzierung seines Borreliose-Impfstoffs verwenden, der im dritten Quartal dieses Jahres in die dritte und damit letzte Phase der klinischen Entwicklung gebracht werden soll.
  • BMW will im österreichischen Werk in Steyr laut Mitteilung bis 2030 rund 1 Mrd. Euro investieren, davon rund 710 Mio. Euro in der Produktion. „Seit über 40 Jahren entwickelt und fertigt dieses Werk Verbrennungsmotoren für unsere Marken BMW und Mini", sagt Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic. „Ab 2025 werden wir hier nun auch die nächste Generation von E-Antrieben entwickeln und produzieren.“ In Steyr werden künftig alle Kernkomponenten der E-Antriebsmaschine fabriziert. Die bestehende Produktionsfläche soll insgesamt um rund 60.000 Quadratmeter erweitert werden.
  • Der österreichische Leiterplattenhersteller AT&S erwartet für 2022/23 (per Ende März) nun einen Umsatz von rund 2,2 Mrd. Euro, nachdem zuvor rund zwei Mrd. Euro prognostiziert wurden. Die bereinigte operative Marge (Ebitda-Marge) werde jetzt in der Bandbreite von 27 bis 30 Prozent (zuvor: 23 bis 26 Prozent) gesehen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Anlauf der neuen Kapazitäten im Werk Chongqing in China erfolgten zügiger als zuvor erwartet.
  • Der Energiekonzern Uniper meldet weiterhin geringeren Gasfluss aus Russland. „Gestern und heute haben wir wieder nur rund 40 Prozent der nominierten Mengen bekommen. Wir können das über unser Portfolio ausgleichen", sagte ein Uniper-Sprecher am Montag laut Reuters. Gasprom hatte bereits in der vergangenen Woche seine Lieferungen reduziert. Die Industrie unterstützt Pläne von Wirtschaftsminister Robert Habeck, den Gasverbrauch angesichts geringerer russischer Lieferungen zu senken. „Wir müssen den Verbrauch von Gas so stark wie möglich reduzieren, jede Kilowattstunde zählt", sagte BDI-Siegfried Russwurm der Deutschen Presse-Agentur: „Priorität muss sein, die Gasspeicher zu füllen für den kommenden Winter."
  • Der Energiekonzern RWE und die Commerzbank wollen einen Offshore-Windpark mit einer Leistung von rund einem Gigawatt für Investoren aus dem Mittelstand hochziehen. Die Mittelständler können sich somit langfristig Öko-Strom sichern. Die beiden Unternehmen teilten laut Reuters mit, RWE werde die Anlage entwickeln, bauen und betreiben und selbst 51 Prozent an dem Windpark halten. Die verbleibenden 49 Prozent werde die Commerzbank mittelständischen Industrieunternehmen über den "Grünen Mittelstandsfonds" anbieten.
  • Nach zwei herben Verlustjahren wegen der Corona-Pandemie wittert die Luftfahrtbranche Morgenluft und rechnet für dieses Jahr mit einer etwas stärkeren Erholung als zuletzt. Im Vergleich zum vergangenen Jahr dürfte sich der weltweite Verlust von rund 42 Mrd. US-Dollar auf 9,7 Mrd. verringern, teilte der Branchenverband IATA bei seiner Generalversammlung in Doha mit. Zuletzt hatte der Verband mit einem Minus von 11,6 Mrd. Dollar gerechnet. Für das kommende Jahr erwartet IATA-Generaldirektor Willie Walsh weltweit wieder schwarze Zahlen. Die Fluggesellschaften in Nordamerika dürften sogar schon 2022 einen Gewinn von 8,8 Mrd. Dollar einfliegen.
  • EU-Firmen haben die Regierung in Peking zu einer Änderung der strengen Corona-Politik aufgefordert. Ausgangssperren, Beschränkungen bei der Einreise und andere strenge Maßnahmen belasten aus Sicht der EU-Handelskammer in Peking das Geschäft schwer. China müsse den Unternehmen die Angst nehmen und mit einem klaren Plan Vertrauen zurückgewinnen", sagte Kammer-Vizepräsidentin Bettina Schön-Behanzin bei der am Montag vorgelegten Stimmungsumfrage unter Mitgliedsfirmen.
  • Der Billigflieger Easyjet streicht wegen Personalmangels an Flughäfen und an Bord Tausende Flüge. Die angebotene Kapazität wird sich im laufenden Quartal auf 87 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019 belaufen und im Sommerquartal auf noch 90 Prozent, wie Easyjet am Montag mitteilte. Bisher waren 90 Prozent in diesem und 97 Prozent im kommenden Quartal geplant.
  • Der Konsumgüterhersteller Beiersdorf kehrt zurück in den Leitindex DAX. Dafür steigt der defizitäre Essenslieferdienst Delivery Hero in den MDAX ab. In den Index der mittelgroßen Werte wird außerdem der bislang im SDAX notierte Betreiber von Wind- und Solarparks Encavis aufgenommen, der seinen Platz mit dem Finanzdienstleister Hypoport tauscht. Im SDAX sind auch das Rüstungsunternehmen Hensoldt und das Spezialpharmaunternehmen Medios vertreten sowie erstmals auch der Windpark-Projektierer PNE. Ausscheiden müssen der Laser-Experte LPKF, der Windanlagenhersteller Nordex und der Kohlefaser-Spezialist SGL. Der Windkraftanlagenbauer Nordex wird von SMA Solar ersetzt.
  • Der Agrarchemiekonzern Bayer hat in einem Verfahren im Bundesstaat Oregon, in dem Kläger den Konzern wegen Krebsrisiken des Wirkstoffs Glyphosat verantwortlich machen wollten, für sich entschieden. Die US-Umweltbehörde EPA ist von einem Berufungsgericht nun allerdings angewiesen worden, die Gesundheitsrisiken von Glyphosat erneut zu überprüfen. Das Gericht in San Francisco stufte die Bewertung der EPA, wonach der Wirkstoff von Bayers umstrittenem Unkrautvernichter Roundup keine besondere Gefahr für Menschen darstelle, am Freitag als zumindest zweifelhaft ein.
  • Der Vorstandschef des Essener Energiekonzerns RWE, Markus Krebber, rechnet nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine noch jahrelang mit hohen Gas- und Strompreisen. Es werde vermutlich drei bis fünf Jahre dauern, sagte der Manager der Süddeutschen Zeitung mit Blick auf die Energie-Engpässe in Deutschland. Es brauche Zeit, bis neue Kapazitäten geschaffen sind und andere Staaten zusätzliche Energie liefern könnten, so Krebber. Die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, Kohlekraftwerke wieder hochzufahren, um dadurch Erdgas zu sparen, begrüßte der RWE-Manager. Überall, wo man auf andere Energieträger umstellen könne, solle das erfolgen.
  • Nach Berichten der Nachrichtenagentur Bloomberg erwägt die indische Fluggesellschaft Air India zur Erneuerung ihrer Flotte eine Großbestellung beim europäischen Flugzeugbauer Airbus und bei Boeing. Die Inder könnten bis zu 300 Maschinen ordern, hieß es unter Berufung auf informierte Kreise. Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wird in Schönefeld bei Berlin wieder die ILA - die wichtigste Messe der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie - stattfinden. Rund 550 Aussteller präsentieren an fünf Messetagen vom 22. bis 26. Juni ihre Lösungen für die Zukunft des Fliegens und der Raumfahrt. Dabei liegt ein Schwerpunkt darauf, wie der Schadstoffausstoß des Luftverkehrs gesenkt werden kann. Auch die militärische Luftfahrt steht im Blick. Die Rüstungsindustrie sieht die Gelegenheit, sich als „Garant unserer wehrhaften Industrie" zu präsentieren.
  • Die Swiss Re warnt in ihrem diesjährigen Sonar-Bericht vor zahlreichen Risiken, welche die Versicherungswirtschaft in Zukunft betreffen könnten. Dabei wird insbesondere auf Gefahren rund um das Thema Kryptowährungen hingewiesen. In dem stark technologieabhängigen Finanzsystem seien Bitcoin & Co. zu potenziellen Herausforderern der klassischen Währungen aufgestiegen, heißt es in der Medienmitteilung des Rückversicherers zum Risiko-Bericht. Zudem seien neue Arten von Kryptoanlagen entstanden: Tokens ermöglichten beispielsweise die digitale Repräsentation von Realwerten, die dann gehandelt werden können. Bei solchen Kryptoanlagen stelle sich jedoch die Frage, ob sie durch bestehende Sach- oder Cyberversicherungspolicen implizit gedeckt seien, so die Swiss Re-Experten.

Konjunktur & Politik

  • EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat das Vorhaben der EZB, die Renditeabstände einzelner Euro-Staatsanleihen zu begrenzen, bekräftigt. Bei einer Anhörung vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments sagte Lagarde laut Redetext: „Die Pandemie hat dauerhafte Schwachstellen in der Wirtschaft des Euroraums hinterlassen, die in der Tat zu einer ungleichmäßigen Übertragung der Normalisierung unserer Geldpolitik auf die verschiedenen Länder beitragen.“ Dem wolle man mit einer „flexiblen Reinvestition der Tilgungsbeträge fällig gewordener und im Rahmen des PEPP erworbener Anleihen begegnen. Zudem bereite man ein Antifragmentierungsprogramm für die Eurozone vor, bekräftigte die EZB-Chefin.
  • Die Ukraine hat nach Angaben der pro-russischen Separatisten schwimmende Gasförderplattformen im Schwarzen Meer mit Raketen angegriffen. Bislang seien 21 Menschen gerettet worden, sagte Krim-Chef Sergej Aksjonow am Montag im russischen Staatsfernsehen. Insgesamt hätten sich auf den Plattformen zuletzt 109 Menschen aufgehalten.
  • Die IG Metall will für Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie Lohnerhöhungen zwischen sieben und acht Prozent erreichen. Diese Forderung habe der Gewerkschaftsvorstand am Montag den Tarifbezirken für die voraussichtlich im September beginnenden Verhandlungen mit den Arbeitgebern empfohlen, sagte IG Metall-Chef Jörg Hofmann. Angesichts der guten Auftragslage vieler Unternehmen und hoher Gewinne sei es an der Zeit, dass die Löhne und Gehälter dauerhaft erhöht würden.
  • Die EU-Staaten haben im Zuge der Sanktionen gegen russische Oligarchen erhebliche Vermögenswerte eingefroren. Der Betrag der entsprechenden Vermögen habe sich von 6,7 Mrd. Euro im April auf aktuell etwas mehr als 12,5 Mrd. Euro fast verdoppelt, sagte EU-Kommissionssprecher Christian Wigand am Montag. Dazu gehörten auch Vermögenswerte wie Jachten, Hubschrauber, Immobilien und Kunstwerke. Nicht mit eingerechnet seien aber Vermögen der russischen Zentralbank.
  • Die Bundesbank geht von Wachstum im zweiten Quartal aus. „Im Frühjahr 2022 dürfte die deutsche Wirtschaft leicht zulegen", bekräftigten die Frankfurter Ökonomen in ihrem neuen Monatsbericht, der am Montag veröffentlicht wurde. Allerdings dämpfe die hohe Inflation die Kauflust vieler Verbraucher. Der Industrie machen weiterhin Lieferengpässe und Materialknappheit zu schaffen. „Die Industrie konnte im April zwar einen kleinen Teil der im März erlittenen Produktionseinbußen wieder aufholen, dennoch ist insgesamt nicht damit zu rechnen, dass von der Industrie ein nennenswerter Wachstumsbeitrag ausgeht." Dienstleister profitierten zudem vom Wegfall der Corona-Beschränkungen. Im ersten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozent zum Vorquartal gestiegen. Bei der Inflation macht die Bundesbank wenig Hoffnung. Sie werde in den nächsten Monaten trotz entlastender Maßnahmen wie Tankrabatt und Neun-Euro-Ticket weiter deutlich erhöht bleiben, heißt es.
  • Zuletzt waren die Renditeabstände zwischen den Staatsanleihen Deutschlands und denen südlicher Euro-Länder stark auseinandergelaufen. Dies hatte Erinnerungen an die Euro-Krise vor zehn Jahren aufkommen lassen. Laut dem portugiesischen Notenbankchef Mario Centeno wird die Europäische Zentralbank (EZB) ein Auseinanderdriften der Euro-Länder nicht zulassen. Die EZB hatte auf einer Sondersitzung ein neues Werkzeug - laut Reuters ein Anleihenkaufprogrammm, das an vergleichsweise lockere Bedingungen geknüpft ist, beschlossen. Das neue geldpolitische Instrument, das die Euro-Notenbank momentan entwickle, werde aber nur bei Bedarf eingesetzt, sagte das EZB-Ratsmitglied Centeno laut Reuters am Montag auf einer Veranstaltung von CNN Portugal. „Oder, wenn es gut ausgestaltet ist, könnte es hoffentlich niemals eingesetzt werden," fügte er hinzu.
  • Chinesische Unternehmen profitieren von kräftigen Preisrabatten, nachdem sich westliche Öl-Konzerne vom russischen Markt zurückgezogen haben: Russland ist im Mai zum größten Öl-Lieferanten Chinas aufgestiegen. Peking kaufte im gesamten Monat demnach 8,42 Mio. Tonnen Rohöl aus Russland auf und damit so viel wie noch nie, wie die Zollbehörde in Peking mitteilte. Das ist ein Viertel mehr als im April und mehr als Hälfte mehr als vor einem Jahr. Damit verdrängte Russland nach fast zwei Saudi-Arabien von Rang eins der größten Öl-Lieferanten der Volksrepublik.
  • Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland waren im Mai um 33,6 Prozent höher als im gleichen Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies war der höchste Anstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. Damit verzeichneten die gewerblichen Erzeugerpreise seit Dezember 2021 jeden Monat neue Rekordanstiege im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat. Im April hatte die Veränderungsrate bei 33,5 Prozent gelegen. Im Vormonatsvergleich stiegen die Erzeugerpreise im Mai um 1,6 Prozent.
  • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor schweren Angriffen der Russen in dieser Woche. Grund sei der anstehende EU-Gipfel. „Morgen beginnt eine wahrlich historische Woche, wenn wir von der Europäischen Union die Antwort zum Kandidatenstatus der Ukraine hören“, sagte Selenskyj am Sonntag in seiner täglichen Videoansprache. Es sei aber deswegen auch mit einer gezielten Verschärfung der russischen Aggression zu rechnen, warnte er.
  • Russlands Ausrüstung bei der Artillerie reicht offenbar nicht für die Einnahme des Verwaltungszentrums Sjewjerodonezk im Osten der Ukraine aus. Das Institute for the Study of the War (ISW) schreibt in einer Analyse: „Russlands konzentrierte Artilleriekapazität gepaart mit wohl geschwächten Infanterieeinheiten bleibt unzureichend, um russische Fortschritte in Sjewjerodonezk zu erzielen". Russische Truppen kämpften zwar weiter um die Kontrolle der Stadt, hätten aber zuletzt wenig Fortschritte erzielt. Russland dürfte nun weiter versuchen, die ehemalige Großstadt einzukesseln und die dort verbliebenen ukrainischen Kräfte, die sich weitgehend im Chemiewerk Azot verschanzt haben, vom Nachschub abzuriegeln. Zudem bereite Moskau eine Offensive auf Slowjansk vor. Der Raum Slowjansk-Kramatorsk gilt als Zentrum der ukrainischen Verteidigungskräfte im Donbass-Gebiet.

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