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    Die 30 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland befinden sich nur zu einem kleinen Teil in deutscher Hand. Laut einer Studie (Stand: Ende Dezember 2013) des Deutschen Investor Relations Verbands (DIRK) halten einheimische Anleger nur 18 Prozent an den DAX-Unternehmen. Nordamerikanische Investoren besitzen mit 32 Prozent den größten Anteil. Größter Einzelinvestor ist BlackRock. Der US-Vermögensverwalter ist mit 71,8 Mrd US-Dollar an den DAX-Unternehmen beteiligt - das entspricht 6,2 Prozent am gesamten Streubesitz des DAX. Der norwegische Staatsfonds verwaltet insgesamt 29,2 Mrd US-Dollar und damit rund 2,5 Prozent des DAX-Streubesitzes.

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    DAX mehrheitlich im Streubesitz

    Der Streubesitz des DAX beläuft sich auf ca. 81 Prozent. Gemessen an der Marktkapitalisierung verwalten institutionelle Investoren 63 Prozent, private Anleger 15 Prozent und Handelsbestände belaufen sich auf 3 Prozent. Strategische Ankerinvestoren halten etwa 19 Prozent an der DAX Gesamtkapitalisierung. Hierzu zählen Familien, Stiftungen, strategische Beteiligungen der Bundesrepublik Deutschland und ausländischer Staatsfonds sowie Direktinvestitionen von Aktien- und Holdinggesellschaften.

    Wertorientierte Anleger dominieren den DAX

    Langfristig orientierte ("Value")-Investoren verwalten aktuell 36 Prozent des identifizierten DAX-Streubesitzes. Zum Vergleich kommen Wachstums ("Growth")-Investoren auf einen Wert von 27 Prozent des zuordenbaren Streubesitzes. Andere Investmentansätze – mit der Aussnahme von Index – fallen weniger ins Gewicht, und machen zwischen 7 Prozent (GARP – growth at a reasonable price) und 1 Prozent (Specialty) aus, wobei Dividenden ("Yield")-Investoren lediglich 3 Prozent des Streubesitzes verwalten. Alternative Investmentstrategien wie beispielsweise Hedge Fonds sind lediglich mit etwas über einem Prozent am DAX beteiligt, wobei der Anteil dieser eher kurzfristigen Investoren in volatilen Phasen auf bis zu 5 Prozent der Kapitalisierung geschätzt werden kann.