Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der US-Konkurrent des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern, Boeing, hat im Geschäftsjahr 2018 bei zivilen Verkehrsflugzeugen besser als Airbus (Auslieferungen: 806 vs. 800 Stück; Nettobestellungen: 893 vs. 747 Stück) abgeschnitten. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass bei Airbus der A220 (vormals Bombardier C-Serie) bereits enthalten ist.

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    Allerdings weist Airbus nach wie vor den deutlich höheren Auftragsbestand (per 31. Dezember 2018: 7.577 (ohne A220: 7.097) Stück) als Boeing (5.873 Stück) auf. Airbus hat das Ende Oktober modifizierte Auslieferungsziel für 2018 von 800 Flugzeugen durch einen starken Schlussspurt knapp erreicht. Der Auftragsbestand hat eine Reichweite von über neun Jahre.

    Der Flugzeugbauer wird nach Einschätzung von Independent Research-Analyst Sven Diermeier in den nächsten Jahren von einem weiteren Hochfahren der Produktion (A320-Familie) sowie Lernkurveneffekten profitieren können, was sich in einem deutlichen Gewinnwachstum niederschlagen sollte. Beim Markt für zivile Passagier- und Transportflugzeuge handele es sich um einen nachhaltigen Wachstumsmarkt, wovon Airbus aufgrund der Marktstruktur profitieren sollte. Aus Sicht von Diermeier bestehen auch nach wie vor Risiken (u.a. Brexit, Korruptionsvorwürfe, Rechtsstreitigkeiten), die weitere (Sonder-)Belastungen nach sich ziehen können.

    Unter Berücksichtigung der Gemengelage laute sein Votum für die Airbus-Aktie bei einem neuen Kursziel von 108,00 (alt: 115,00) Euro weiterhin „Kaufen“, so Diermeier.

    Airbus SE