Eine rückläufige Entwicklung beim Ölpreis in der vergangenen Woche könnte auch in dieser Woche für neue Kursfantasie an den Aktienmärkten sorgen. Das Risiko eines anhaltend hohen Ölpreises dürfte durch die starken Kursrückgänge erst einmal gebrochen sein.

Sollte sich der Euro nachhaltig auf derzeitigem Niveau bewegen, so könnte sich dies negativ auf die Gewinne der europäischen exportorientierten Unternehmen auswirken. Eine solche Entwicklung könnte zu einem Belastungsfaktor für die Börsen in Europa werden. „Die US-Unternehmen profitieren allerdings im Export und durch die Gewinne ihrer Auslandstöchter von dieser Entwicklung“, sagt ADIG-Fondsmanager Klaus Breil. „Dies dürfte das anziehende Kursniveau in den USA weiter stützen, was sich häufig auch für die europäischen Börsen als richtungsweisend erwiesen hat“, so der US-Experte weiter. „Dass sich die Märkte in den letzten Wochen trotz der bekannten Risiken so freundlich entwickelt haben, ist als sehr positiv einzustufen.“ Börsianer erwarten weiter steigende Kurse und somit eine Fortsetzung der bereits laufenden Jahresendrallye.

In den USA verspricht lediglich der Freitag etwas Spannung für die Volkswirte. Durch die Bekanntgabe der Produzentenpreise und des Verbrauchervertrauens der Universität von Michigan wird das aktuelle Befinden der US-Wirtschaft erläutert.

Von Seiten der Unternehmen werden vor Beginn der Quartalssaison keine richtungsweisenden Nachrichten erwartet. Lediglich für den Chipsektor könnten in der kommenden Woche neue Informationen gewonnen werden, wenn National Semiconductor sein Ergebnis präsentiert.

In Euroland werden am Donnerstag Impulse für die Wechselkurse erwartet, wenn der EZB-Bericht für den Monat Dezember veröffentlicht wird. Investoren warten gespannt auf mögliche Äußerungen bezüglich eventuell bevorstehender Interventionen.

Mehr Spannung verspricht die Woche in Deutschland. Zu Wochenbeginn werden die Auftragseingänge im Oktober bekannt gegeben. Darüber hinaus könnten kräftige Impulse durch den ZEW-Indikator am Dienstag oder die Industrieproduktion am Donnerstag geliefert werden. In Euroland werden die Verkehrszahlen einiger großer Fluggesellschaften sowie die Bilanzpressekonferenz von Porsche erwartet.

In Japan wird zur Wochenmitte das GDP für das dritte Quartal erwartet. Mit der Veröffentlichung des Verbrauchervertrauens zu Wochenschluss könnten neue Erkenntnisse über die Stimmung in Japan gewonnen werden.

Quelle: ADIG

Die ADIG Allgemeine Deutsche Investment-Gesellschaft mbH, Fondstochter der Commerzbank, wurde 1949 gegründet. Das verwaltete Fondsvermögen beträgt mehr als 24,8 Mrd. Euro in 90 Publikumsfonds. Die Aktivitäten der ADIG werden unter dem Dach der COMINVEST Asset Management GmbH geführt.