London/ Frankfurt (godmode-trader.de) - Der Brent-Ölpreis ist am Donnerstag von hohem Niveau aus leicht gesunken. Am Mittag notierte die Nordseesorte am Terminmarkt 64,40 US-Dollar je Barrel, was einem Minus von 0,21 Prozent zum Vorabend-Fixing entspricht.

    Laut Marktbeobachtern wird der Brent-Preis mindestens bis Jahresende von dem Sondereffekt eines Liefrausfalls in der Nordsee getragen. Ein Leck einer wichtigen Pipeline in Schottland verhindert den Weitertransport von 450.000 Barrel Forties-Öl. Das geringere Angebot stützt die Brent-Preise. Forties ist die wichtigste Ölsorte im Brentkorb. Der Pipelinebetreiber Ineos hat diese Woche mitgeteilt, dass die die defekte Forties-Pipeline in zwei bis vier Wochen nach dem 11. Dezember wieder in Betrieb gehen soll. Die Analysten der Commerzbank erwarten für Anfang Januar einen nachgebenden Brent-Preis, wenn die Pipeline wieder in Betrieb geht.

    Steigende Rohölpreise haben eine anziehende US-Ölförderung zur Folge, weil diese für US-Unternehmen lukrativer wird. Dies ist ein wichtiger Grund für die stetig steigende Rohölförderung in den USA, die sich bereits der Marke von 10 Mio. Barrel je Tag nähert. Die Internationale Energieagentur IEA geht davon aus, dass diese Marke bereits Anfang 2018 überschritten wird. Die Ölschwemme aus den USA dürfte weiter anziehende Rohölpreise verhindern.