• Brent Crude Öl - Kürzel: BCOEL - ISIN: XC0009677409
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 75,270 $/Barrel

New York/ London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der Brent-Ölpreis zeigt sich derzeit richtungslos. Gestern kam es zu heftigen Tagesschwankungen. Brent fiel zunächst kurzzeitig unter 74 US-Dollar je Barrel und damit den niedrigsten Stand seit der Aufkündigung des Atomabkommens durch US-Präsident Trump am 8. Mai. Am Abend setzte dann eine Preiserholung ein, die die Notierung auf 76 US-Dolar je Barrel steigen ließ. Im Mittagshandel am Mittwoch kostete ein Barrel Brent zuletzt 75,50 US-Dollar - und damit 12 Cent mehr als am Dienstag.

Auslöser für den jüngsten Preisrückgang war ein Bloomberg-Bericht, demzufolge die USA bei der OPEC eine Anhebung der Ölproduktion um 1 Mio. Barrel pro Tag angefragt haben sollen. Nach Einschätzung der Commerzbank wollten die USA im Vorfeld der kommenden OPEC-Sitzung Druck auf ihren Verbündeten Saudi-Arabien ausüben, das sich gegen eine stärkere Produktionsausweitung noch sträube.

Entscheidend für die weitere Entwicklung am Ölmarkt wird die OPEC-Sitzung am 22. Juni in Wien sein. Mit einer potenziellen Anhebung der Produktionsziele könnten die Produktionsausfälle in Venezuela und dem Iran ausgeglichen werden. Ansonsten könnte sich der Engpass auf dem Ölmarkt unter anderem angesichts der anstehenden Hochsaison zu Beginn der Sommer-Ferienzeit, aber auch wegen der Causa Iran weiter verstärken. Wegen der Produktionsausfälle in Venezuela werde derzeit deutlich weniger Öl gefördert als vorgesehen und vom Markt benötigt, schrieb Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank in einem aktuellen Marktkommentar. „Die Lage am Ölmarkt könnte sich noch verschärfen, wenn US-Sanktionen zu einem Rückgang der iranischen Ölexporte führen", warnte er.