• Coba-Aufsichtsratschef stärkt CEO Zielke den Rücken
  • EZB wird skeptischer
  • Lambsdorff: Merkel setzt EU einem hohen Risiko aus
  • Kritik am "Halloween-Brexit"
  • Forderungen nach zweitem Brexit-Referendum
  • US-Notenbank Fed bekräftigt abwartende Haltung
  • DE: Inflationsrate schwächt sich ab
  • CEO McDermott: SAP ist "stärker als je zuvor"
  • Kreise: Einige Coba-Aufsichtsräte wollen Fusionspläne stoppen
  • Netflix erhöht in Deutschland die Preise
  • BMW: "März war bester Einzelmonat aller Zeiten“
  • SAP will Börsenwert verdoppeln

DAX

  • Der deutsche Aktienmarkt hat sich auch am Donnerstag kaum für eine klare Richtung entscheiden können. Der DAX beendete den Handel mit einem Plus von 0,25 Prozent auf 11.935,20 Punkte, nachdem das Börsenbarometer zuvor zeitweise bis auf unter 11.850 Punkte abgerutscht war, sich anschließend aber wieder erholen konnte. Die erneute Brexit-Verschiebung war am Markt so gut wie kein Thema, da sie ohnehin bereits "eingepreist" war. Viele Marktteilnehmer befürchten nun allerdings ein schier endloses Austrittsdrama. Da wäre ein Ende mit Schrecken womöglich der bessere Weg gewesen. Die 27 verbleibenden EU-Staaten und die britische Premierministerin Theresa May hatten sich in der Nacht zum Donnerstag in Brüssel darauf geeinigt, dass Großbritannien für den Brexit weitere sechseinhalb Monate Zeit bis zum 31. Oktober bekommt. Das Land kann aber auch schon früher geregelt aus der EU austreten. Ein Börsianer kommentierte, es gebe definitiv noch keine Entscheidung in dieser für Europa wichtigen Frage, die Irrfahrt der britischen Politik beim Brexit setze sich fort, und darauf könnten sich die Finanzmärkte schlicht nicht einstellen.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Auf die italienische Großbank UniCredit könnte eine Kartellstrafe der EU-Kommission in Milliardenhöhe zukommen. Wegen mutmaßlicher Absprachen beim Handel mit europäischen Staatsanleihen in den Jahren 2007 bis 2012 könne eine Strafe von bis zu 10 Prozent der Jahreseinnahmen verhängt werden, teilte die Bank mit.
  • Die Lufthansa ist hat im März zusammen mit ihren Töchtern wie Swiss, Austrian Airlines und Eurowings fast 11,3 Millionen Fluggäste und damit 1,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor befördert, wie der DAX-Konzern am Donnerstag mitteilte. Dabei trugen alle Fluglinien des Unternehmens zum Wachstum bei. Die Auslastung der Maschinen lag mit 80,5 Prozent 0,7 Prozentpunkte unter dem Rekordwert des Vorjahres.
  • Wie die Wirtschaftszeitung „Nikkei“ berichtet, stoppen Tesla und Partner Panasonic den Ausbau der Gigafactory 1, der größten Batteriefabrik der Welt. Sinkende Margen in der Batteriebranche, finanzielle Probleme bei Tesla sowie Unsicherheit bezüglich der künftigen Nachfrage nach Elektroautos hätten zu der Entscheidung, die Expansion der Gigafactory nicht voranzutreiben, geführt, berichtet die Zeitung.
  • Laut Bloomberg hat Tesla sich von mehreren dutzend Angestellten getrennt. Die Entlassungen waren Teil des vor wenigen Wochen angekündigten Schrittes, den Verkaufsprozess für Teslas Model S, Model X und Model 3 ins Internet zu verlagern und stationäre Autohäuser zu schließen. Sowohl in Chicago sollen mehrere Dutzend Mitarbeiter des Tesla-Vertriebsteams gekündigt worden sein als auch in Brooklyn, New York und Florida habe es informierten Quellen zufolge Entlassungen gegeben, hieß es.
  • Im Übernahmewettstreit um die Osloer Börse hat der US-Börsenbetreiber Nasdaq seine Position verbessert. Der Betreiber habe weitere gut 844.000 Aktien der Osloer Börse gekauft und nun Zugriff auf mehr als 37 Prozent der Anteile, teilte Nasdaq am Donnerstag mit. Der Kaufpreis für die Aktien habe 158 Kronen je Papier betragen. Das entspricht dem Betrag den die Nasdaq für die Osloer Börse bietet. Die Nasdaq liefert sich derzeit einen Kampf mit der niederländischen Euronext um die Börse Olso.
  • Während bei Microsoft intern über bestimmte Projekte diskutiert wurde, die in Zusammenarbeit mit dem US-Militär durchgeführt werden sollen, hat der Konzern noch ganz andere Kooperationen durchgezogen. Laut der „Financial Times“ arbeitet Microsoft auch mit chinesischen Militärs an KI-Systemen, die eine verbesserte Überwachung ermöglichen.
  • Der US-Fahrdienstvermittler Uber geht laut „Wall Street Journal“ voraussichtlich im Mai an die Börse. Der Ausgabepreis solle derzeit zwischen 48 und 55 Dollar schwanken. Damit würde Uber insgesamt mit rund 100 Mrd. Dollar bewertet.
  • Um einen Auftrag des US-Militärs im Umfang von 10 Mrd. Dollar streiten sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums noch Amazon und Microsoft. Die beiden US-Konzerne hätten die Mindestanforderungen für den Joint Enterprise Defense Infrastructure Cloud (Jedi) erfüllt, erklärte eine Sprecherin. Oracle und IBM sind ausgeschieden.
  • Amazon lässt Mitarbeiter aufgezeichnete Befehle von Nutzern an seine Assistenzsoftware Alexa anhören und abtippen, um die Spracherkennung zu verbessern. Der Konzern bestätigte die Vorgehensweise. „Wir versehen nur eine extrem geringe Anzahl von Interaktionen einer zufälligen Gruppe von Kunden mit Anmerkungen, um die Nutzererfahrung zu verbessern."
  • Der US-Verlag American Media will die US-Präsident Trump nahestehende Zeitung "National Enquirer" sowie den "Globe" und "National Examiner" verkaufen. Die Zukunftschancen der Boulevardmedien könnten am besten von einem neuen Inhaber genutzt werden, teilte Verlagschef David Pecker mit.
  • Das Marktforschungsunternehmen eMarketer rechnet damit, dass erstmals seit dem Bestehen von Snap in diesem Jahr die Userbasis für Snapchat rückläufig sein wird.
  • Die Einrichtungskette Bed Bath & Beyond hat erstmals in knapp 30 Jahren ihrer Börsennotierung einen Jahresverlust gemeldet. Auch der Ausblick enttäuschte.
  • Nach Informationen von Bloomberg wollen einige Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Commerzbank, eine Sitzung einzuberufen, um die Gespräche über eine Fusion mit der Deutschen Bank zu stoppen. Die Aufsichtsräte befürchteten den Verlust von Tausenden von Arbeitsplätzen und hätten Zweifel an der Logik eines Zusammenschlusses, berichtete die Nachrichtenagentur unter Berufung auf unterrichtete Kreise. Coba-Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann unterstützt den Kurs von Konzernchef Martin Zielke mit Blick auf die Fusionsgespräche. „Der Vorstand muss die Option mit der Deutschen Bank prüfen. Das halte ich für richtig und das ist seine Pflicht", erklärte Schmittmann. Seit Mitte März prüfen die beiden Institute die Möglichkeit eines Zusammenschlusses. Am 26. April legt die Deutsche Bank ihre Zahlen zum ersten Quartal vor, am 8. Mai folgt die Commerzbank. Am 22. Mai lädt die Commerzbank zur Hauptversammlung nach Wiesbaden, einen Tag darauf folgt die Deutsche Bank mit ihrem Aktionärstreffen. Bis dahin sollte es mehr Klarheit über die Pläne der beiden größten privaten deutschen Geldinstitute geben. Medienberichten, wonach Kritiker einen Abbruch der Fusionsgespräche mit der Deutschen Bank erzwingen und Zielke aus dem Amt zu drängen wollen, entgegnete Schmittmann: „Gerüchte und Spekulationen zu personellen Veränderungen sind völlig aus der Luft gegriffen. Und ich halte sie für verantwortungslos und indiskutabel."
  • BMW hat im März den Absatz um 3,7 Prozent auf 221.600 Fahrzeuge gesteigert. Auch in China und den USA lieferte BMW gegen den Markttrend mehr Autos aus. „Der März war mit Blick auf den Absatz unser bester Einzelmonat aller Zeiten“, sagte Vertriebsvorstand Pieter Nota. Im ersten Quartal verkaufte der Konzern insgesamt gut 605.000 Autos und damit 0,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das deutsche Dreiergespann im Oberklasse-Bereich behält sein Positionsranking. Konkurrent Mercedes-Benz verkaufte im ersten Quartal 561.000 Autos mit dem Stern (-5,6 %). BMW kam auf 519.000 Autos der Stammmarke und ein Plus von 0,4 Prozent. Audi folgte wie bereits in den vergangenen Quartalen auf Platz drei mit 447.000 Autos und einem Minus von 3,6 Prozent.
  • Der Vorstandschef und Hauptaktionär von Europas größtem Autovermieter, Erich Sixt, will weitermachen, trotz seiner 75 Jahre. „Ich fühle mich noch ganz fit", sagte er der „Wirtschaftswoche“. Seine Söhne Alexander und Konstantin sind seit 2015 im Vorstand der Aktiengesellschaft. Natürlich könne er sich Alexander als Vorstandschef vorstellen, sagte Sixt. „Ich kann mir auch meinen Sohn Konstantin als Nachfolger vorstellen. Aber die Frage stellt sich im Augenblick definitiv nicht."
  • Der Medizinkonzern Fresenius begrüßt den Konsolidierungsprozess im deutschen Krankenhausmarkt. Es müsse eine „kleinere Zahl größerer Klinikanbieter im deutschen Gesundheitswesen geben", sagte Unternehmenschef Stephan Sturm am Mittwoch vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in Düsseldorf. Größere Krankenhausverbünde arbeiteten effizienter und lieferten eine bessere Behandlungsqualität als kleine Häuser. Fresenius ist mit den 86 Kliniken seiner Tochter Helios der größte private Krankenhausbetreiber auf dem deutschen Markt.
  • Nach den Worten von SAP-Vorstandschef Bill McDermott ist der Softwarekonzern „stärker als je zuvor“ aufgestellt. Der Konzern müsse sich verändern, um stark zu bleiben, sagte er im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Es sei Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. SAP solle noch effizienter gemacht werden und gezielt auf die Wünsche und Forderungen der Kunden eingehen. McDermott kündigte zudem an, die Marktkapitalisierung des Softwarekonzerns auf 300 Milliarden Euro steigern zu wollen. „Gemessen an der Börsenbewertung von reinen Cloud-Anbietern, haben wir noch Potenzial in unserem Portfolio für weitere 90 Milliarden Euro Marktwert", sagte er der FAZ. „Wir planen bis 2023, die Marktkapitalisierung auf 250 bis 300 Millionen Euro zu steigern. Das Fundament dafür ist heute bereits gelegt.“ Derzeit wird SAP mit gut 120 Mrd. Euro bewertet.
  • Im dritten Geschäftsquartal per Ende Februar hat der Licht- und Elektronikspezialist Hella den Umsatz bereinigt um Währungseffekte und Zu- wie Verkäufe um vier Prozent gesteigert. Der Konzernumsatz insgesamt ging vor allem wegen des Verkaufs des Großhandelsgeschäfts um gut drei Prozent auf 1,62 Milliarden Euro zurück. „Der Gegenwind vom Markt hat für uns im dritten Quartal wie erwartet weiter zugenommen. Dennoch sind wir insgesamt auf Kurs", sagte Hella-Chef Rolf Breidenbach. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um sechs Prozent auf 115 Mio. Euro. Beide Kennziffern lagen über den Erwartungen des Marktes.
  • Der Streamingdienstleister Netflix wird die Preise für zwei der drei Abo-Varianten in Deutschland erhöhen. Lediglich der Preis des günstigsten Angebots soll unverändert bei 7,99 Euro im Monat bleiben. Der Preis der mittleren Tarifstufe, in der HD-Auflösung und die Nutzung auf einem weiteren Gerät dazukommen, steigt demnach von 10,99 auf 11,99 Euro pro Monat. In der teuersten Variante, die Ultra-HD-Qualität beim Bild und hochwertigeren Sound bei der gleichzeitigen Nutzung auf bis zu vier Geräten beinhaltet, werden nun 15,99 statt bisher 13,99 Euro fällig.
  • Der Spezialist für Primärverpackungen aus Spezialglas und Kunststoffen für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie Gerresheimer kann weiterhin von sprudelnden Geschäften profitieren. Insgesamt stieg der Umsatz in den drei Monaten bis Ende Februar um gut 6,3 Prozent auf 308,5 Mio. Euro, wie das MDAX-Unternehmen mitteilte. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte von 52,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 145,9 Mio. Euro zu. Der Vorstand erhöhte den Ausblick für das bereinigte EBITDA für das laufende Geschäftsjahr 2019 auf 387 Mio. Euro (+/- 5 Mio.). Grund für den höheren Ausblick seien vor allem Sondereffekte aus dem Erwerb von Sensile Medical.
  • STRATEC hat im Geschäftsjahr 2018 ein Umsatzrückgang von knapp sechs Prozent auf 187,8 Mio. Euro verzeichnet. Der Wert liegt innerhalb des im Oktober 2018 angepassten Zielkorridors eines organischen Umsatzrückgangs im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die verhaltene organische Umsatzentwicklung ist laut Unternehmen insbesondere auf mittlerweile aufgelöste Verschiebungen und Verspätungen zurückzuführen.

Konjunktur & Politik

  • FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, mit ihrem Eintreten für einen langen Brexit-Aufschub die EU einem Risiko auszusetzten. „Die Gefahr ist groß. (...) Zum ersten Mal hat es einen Streit in Brüssel über den Umgang mit dem Brexit gegeben, während wir bisher den Streit nur aus London kannten. In meinen Augen importiert diese Verlängerung ohne jede Gegenleistung den Streit über den Brexit aus London nach Brüssel, auf den europäischen Kontinent und ist daher sehr gefährlich", sagte der FDP-Politiker am Donnerstag im RBB-Inforadio.
  • Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA erstmals seit 50 Jahren unter die Marke von 200.000 gefallen. In der vergangenen Woche sei die Zahl der Anträge um 8.000 auf 196.000 gesunken, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Volkswirte hatten mit 210.000 Anträgen gerechnet.
  • Die Produzentenpreise in den USA sind im März um 2,2 Prozent im Jahresvergleich gestiegen, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Im Februar hatte die Rate noch 1,9 Prozent betragen. Analysten hatten im Schnitt mit einem unveränderten Wert gerechnet. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Preise um 0,6 Prozent.
  • In Großbritannien mehren sich die Stimmen, die ein zweites Referendum fordern. „Eine flexible Verlängerung bis zum 31. Oktober ist lang genug, um eine Volksabstimmung abzuhalten", sagte der Sprecher der britischen Liberaldemokraten, Tom Brake, in London. „Es ist schon lange überfällig, dass Theresa May und Oppositionsführer Jeremy Corbyn ihre politischen Spielchen aufgeben", so Brake. Ähnlich äußerte sich der Abgeordnete Chris Leslie von der "Unabhängigen Gruppe" im Unterhaus. Mit einer Volksabstimmung könne das ganze Debakel zu Ende gebracht werden. Ansonsten müsse man mit einer sehr langen Horrorgeschichte über den „Halloween-Brexit" rechnen. Die "Unabhängige Gruppe" besteht aus einem Dutzend ehemaliger Labour- und Tory-Abgeordneter.
  • Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht, erwarten die befragten Experten im Euroraum ein schwächeres Wirtschaftswachstum und einen geringeren Preisdruck. Demnach wird für dieses Jahr ins Schnitt ein Wachstum von 1,2 Prozent veranschlagt. Die Erwartungen für dieses Jahr liegen damit 0,3 Prozentpunkte tiefer als vor drei Monaten. Zudem werden für die Jahre 2019 bis 2021 Teuerungsraten von 1,4, 1,5 und 1,6 Prozent prognostiziert. Das sind jeweils 0,1 Punkte weniger als bisher angenommen.
  • Die Frist für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) wird bis zum 31. Oktober verlängert. Die britische Premierministerin Theresa May stimmte einem flexiblen Angebot der übrigen EU-Staaten in der Nacht auf Donnerstag zu. Das bestätigte EU-Ratspräsident Donald Tusk. „Das bedeutet sechs weitere Monate für das Vereinigte Königreich, um die bestmögliche Lösung zu finden", fügte er hinzu. London könnte demnach schon früher die EU verlassen, wenn das Unterhaus das Austrittsabkommen mit Brüssel doch noch billigen sollte. Durch die Verschiebung müssen die Briten aller Voraussicht nach an der Europawahl im Mai teilnehmen.
  • Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im März um 1,3 Prozent höher als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit schwächte sich die Inflationsrate ab. Im Vormonat Februar hatte die Rate noch bei plus 1,5 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat Februar stieg der Verbraucherpreisindex im März um 0,4 Prozent.
  • Die US-Notenbank Fed hat ihre zurückhaltend Vorgehensweise in diesem Jahr bekräftigt. In dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur Sitzung am 20. März hat sich eine Mehrheit der FOMC-Mitglieder für einen unveränderten Leitzins in diesem Jahr ausgesprochen. Es gebe weiterhin „bedeutsame Unsicherheiten“ um den Ausblick, hieß es. Einige FOMC-Mitglieder haben demnach auf die recht flache Zinskurve verwiesen und zum Ausdruck gebracht, dass dies in der Vergangenheit oft ein Signal für wirtschaftliche Schwäche war. Allerdings erkannten sie auch an, dass das Term Premium ungewöhnlich niedrig ist, und deshalb historische Vergleiche möglicherweise nicht mehr zuverlässig sind. Die Fed hatte bereits auf ihrer jüngsten Sitzung ein stabiles Leitzinsniveau für das laufende Jahr signalisiert.
  • Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank eröffnen am heutigen Donnerstag - vor dem Hintergrund einer sich eintrübenden Weltwirtschaft - ihre Frühjahrstagung 2019. Bei der Tagung kommt es auch zu einem Treffen der G20-Finanzminister.

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