Auf den ersten Blick wirkt die Nachricht reichlich unspektakulär: Die Bank of England hat den Leitzins beim Zinsentscheid am Donnertag wie erwartet auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent belassen. Die Entscheidung fiel mit acht zu eins Stimmen, was ebenfalls keine große Überraschung ist.

    Doch auf den zweiten Blick haben die geldpolitischen Entscheidungen mehr Sprengkraft: Zum einen senkte die Bank of England ihre kurzfristigen Wachstums- und Inflationsprognosen und stellte ein leichtes "Überschießen" des Inflationsziels von zwei Prozent im Jahr 2017 in Aussicht, was bedeuten könnte, dass die Leitzinsen so bald nicht angehoben werden.

    Zum anderen äußerte sich die Bank of England konkret dazu, was mit den gigantischen Anleihebeständen im Volumen von 375 Milliarden Pfund passieren soll, die im Rahmen des QE-Programms erworben wurden. Die Antwort der britischen Notenbank: Bevor die Leitzinsen wieder bei ungefähr zwei Prozent angekommen sind, sollen die Anleihebestände nicht aufgelöst werden.

    Mit anderen Worten: Die hohe Liquidität, die durch das QE-Programm in den Markt gepumpt wurde, bleibt erst einmal erhalten. Die expansive Geldpolitik wird so bald nicht rückabgewickelt.

    Die Nachricht, dass die Geldpolitik vorerst locker bleiben dürfte, lässt das Pfund dramatisch einbrechen und Euro und Dollar gegenüber der britischen Währung deutlich zulegen.

    Die Währungspaare Cable (USD/GBP) und Channel (EUR/GBP) explodieren im 5-Minuten-Chart geradezu

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    USD/GBP im 5-Minuten-Chart
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    EUR/GBP im 5-Minuten-Chart