Wir erkennen, dass ein und derselbe Zinssatz für 18 unterschiedliche Staaten große Probleme aufwirft. Für die einen passt er genau richtig, den anderen hilft er und wieder dritten schadet er massiv. Wir bräuchten dringend unterschiedliche Zinssätze sowie an die jeweiligen Bedingungen der unterschiedlichen Regionen angepasste Wirtschaftsprogramme. Wir sehen, dass es ein Fehler ist, die eine immer gleiche Medizin an unterschiedliche Patienten zu vergeben. Womit der Bogen von der Wirtschaft zum Menschen auch schon gespannt wäre.

Sie essen gerne Brokkoli? Sie kennen sicherlich viele Menschen, die es verabscheuen. Sie essen gerne Erdnüsse? Prima, die sollen viele Wirkstoffe enthalten, die gut für das Gehirn sind. Aber sicherlich haben Sie schon von Menschen gehört, die dermaßen allergisch gegen Erdnüsse sind, dass eine Handvoll dieser Leckereien den sicheren Tot bedeuten kann. Ähnliche Zusammenhänge finden wir in vielen Lebensmitteln, die dem einen gut tun, dem anderen nicht schmecken oder gar stark schaden, obwohl doch die Inhaltsstoffe identisch sind und es doch alles Menschen sind, die diese Nahrungsmittel zu sich nehmen.

Ich höre von immer mehr Menschen in meiner Umgebung, die sich einem Bluttest unterziehen, bei dem in mikroskopischen Untersuchungen sämtliche Lebensmittel auf ihre Verträglichkeit getestet werden. Wie reagieren die Blutkörperchen auf Milch, auf Weizen, auf Schokolade usw… es kommen erstaunliche Ergebnisse dabei heraus. Was dem einen ein Genuss, ist für den anderen eine große Belastung, auch wenn es sich oft nicht in extremen und sofortigen Allergiereaktionen zeigt. Die Betroffenen stellen ihre Ernährung um, verzichten weitestgehend auf jene Lebensmittel, die ihnen nicht gut tun und berichten von stark verbesserter Lebensqualität.

Der Kölner hat die richtige Erklärung für diese Phänomene parat:

„Jede Jeck is anders“. Auch wenn sich die Menschen in ihrer Physiologie ähneln, so sind sie doch alle im Detail unterschiedlich. Wenn also schon bei so harmlosen Lebensmitteln wie Erdnüssen die Reaktion des Einzelnen zwischen „gesundheitsfördern“ und „tödlich“ schwankt, wie naiv ist es dann anzunehmen, dass ein einziges Medikament gegen eine bestimmte Krankheit bei allen Betroffenen den gleichen Erfolg hat ?

Es wird also höchste Zeit, auch die Medikamente und die Therapien zu individualisieren. Jeden Patienten darauf zu prüfen, welche Wirkstoffe und welche Behandlungen genau bei IHM die richtigen sind. Erst mit der Mikrobiologie, der Genanalyse und vielen weiteren Errungenschaften der letzten Jahre wird eine solche individualisierte Behandlung überhaupt erst möglich. Die Forschung hierzu hat gerade erst begonnen und schon gibt es die ersten Therapieansätze und Behandlungserfolge. Für die Menschheit ein großer Schritt in eine völlig neue Welt der medizinischen Möglichkeiten, für die Pharmaunternehmen ein gigantisches Geschäftsfeld. Gönnen wir ihnen die Erfolge, wenn sie am Ende auch unserer Gesundheit nützen. Allemal macht es Sinn, sich auch aus Anlegersicht mit diesem äußerst spannenden Thema zu befassen. Wir haben das für Sie in der aktuellen Ausgabe von Cashkurs*Trends getan und wünschen Ihnen erfolgreiche Investitionen und vor allem eine gesunde Zukunft

Ihr

Dirk Müller

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