Hallo liebe Leserinnen und Leser,

    die freundlich gestartete Woche endete in einem Fiasko: Nach der FED Sitzung am Mittwoch Abend unserer Zeit starteten die Aktienmärkte gemeinsam mit den Edelmetallen und dem Devisenpaar EUR/USD einen satten Kursrutsch. Besonders im Goldpreis ging es ähnlich wie im April crashartig nach unten, der Abwärtstrend dieses Jahres wird fortgesetzt. EUR/USD hingegen brach mit dem Kursrutsch seine steile Erholung der letzten Wochen ab, notiert aber noch auf hohem Niveau.

    Die Aktienmärkte vollzogen innerhalb ihrer seit Anfang Juni andauernden Korrektur eine weitere Abwärtswelle. Diese wollen wir uns jetzt genauer anschauen und bullische sowie bärische Aspekte vergleichen. Schauen wir zunächst auf den DAX. Die Korrektur seit Ende Mai ähnelt von den Mustern her betrachtet der Korrektur im März / April. Erneut bilden sich die Begrenzungen eines sich weitenden Keils, dessen Unterkante der DAX jetzt fast erreicht hat. Auch die Schwünge innerhalb des Keils haben verblüffende Ähnlichkeit. Dabei erreicht der DAX jetzt die multiple Unterstützungszone bei 7.850 - 7.895 Punkten. Hier müsste nun ein bullisches Reversal erfolgen und -damit sich die Geschichte wiederholt- eine steile Rally starten. Erst ein nachhaltiger Rückfall unter 7.800 - 7.820 würde dieses bullische Szenario negieren.

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    Kursverlauf vom 23.01.2013 bis 21.06.2013 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)


    Doch auch die kurzfristig bärischen Aspekte sollten nicht unter den Tisch fallen gelassen werden. Diese stechen besonders beim Blick auf die US Indizes Dow Jones und S&P500 ins Auge: Die Chartbilder sind ähnlich, beide Indizes haben ihre Aufwärtstrendlinie und zum ersten Mal in 2013 (!) ihre gleitenden Durchschnittslinien EMA50 (blau) unterschritten. Das sind zwei Signale, die zur Vorsicht mahnen. Allerdings notieren beide Indizes innerhalb steiler Rallys und knapp oberhalb von ersten, wichtigen Unterstützungsbereichen bei 14.660 - 14.700 im Dow und 1.570 - 1.576 Punkten im S&P500.

    Erst wenn diese beiden Unterstützungsbereiche unterschritten werden, wird es kritisch für Longpositionen. Dann könnten ausgedehntere Sommerkorrekturen in Richtung der EMA200 (rot) starten, die in ein paar Wochen ebenfalls mit weiteren Unterstützungselementen zusammenfallen (grüne Pfeile). Hier sind die neutral gehaltenen Verlaufsszenarien grau eingezeichnet

    Kursverlauf vom 24.10.2012 bis 21.06.2013 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)


    Das wäre die Ausgangslage seitens der Indizes, auf deren Basis in der kommenden Woche Trades vorbereitet werden. Dabei stehen sowohl Long- als auch Shortkandidaten auf der Liste.

    Beispiele für mögliche Short-Trades: Deutsche Telekom (bei Ausbruch nach unten) oder RWE (bei Rücklauf ans Ausbruchslevel)

    Als Longchancen könnten z.B. eine BASF (antizyklisch) oder eine Fresenius SE (prozyklisch) in Frage kommen


    Ein schönes Wochenende,
    André Rain - Technischer Analyst und Trader bei GodmodeTrader.de

    GodmodeTrader ist ein Service der BörseGo AG : http://www.boerse-go.ag


    "Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert."