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    Es besteht kein Zweifel daran, dass eine weitere Eskalation des Handelskonfliktes viele chinesische Unternehmen schwer treffen kann. Wenn Anleger also skeptisch sind, hat das einen Grund. Differenziert wird allerdings nicht. Anleger haben so gut wie alles verkauft.

    Die Kurse der Technologieaktien sind schwer unter die Räder gekommen. In den letzten Tagen nicht zuletzt wegen unternehmensabhängigen Neuigkeiten (Tencent gab nach, weil online Spiele stärker reguliert werden, JD.com verlor, weil der CEO in den USA kurz in Haft war usw.). Kurzfristig sind die Verluste nachvollziehbar. Langfristig betrachtet sind sie es nicht.

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    Tencent Holdings Ltd.
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    JD.com Inc.

    Die Gewinne sprudeln und die Wachstumsraten sind hoch. Einige westliche Unternehmen sind größer als die chinesischen Äquivalente. Das sieht man z.B. bei Baidu und Google. Dafür ist die Wachstumsrate bei Baidu höher.

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    Baidu Inc.

    Es gibt immer Ausnahmen zur Regel. So wächst Tencent langsamer als Facebook. Der Gewinn hat sich in den letzten 5 Jahren dennoch vervierfacht. Die Aussichten sind mittelfristig alles andere als düster. Das gilt nicht nur für die erste Reihe der Internetfirmen, sondern auch für die zweite Reihe. Hier schlagen chinesische Unternehmen die westliche Konkurrenz auch einmal bei der Größe und Wachstum sowieso. Netflix und iQIYI bilden eine Ausnahme.

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    Iqiyi Inc.

    Bemerkenswert ist insbesondere die Profitabilität mancher Unternehmen. Sie sind teilweise deutlich jünger als die westliche Konkurrenz, erwirtschaften aber bereits nach wenigen Jahren mehr Umsatz und Gewinn. Twitter ist bei uns zwar nicht wegzudenken, aber eine Gewinnmaschine ist es trotzdem nicht. Weibo hingegen, das chinesische Gegenstück, präsentiert ein Rekordergebnis nach dem nächsten.

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    Das ist schön und gut, aber nicht ausreichend. An der Börse wird die Zukunft gehandelt, sprich, Wachstumsperspektive. Viele haben Bedenken, dass chinesische Internetfirmen nicht mehr lange so wachsen können wie bisher. Sie sind häufig auf den Heimatmarkt fokussiert und der ist nun einmal begrenzt.


    Das ist ein Trugschluss, zumindest, wenn man die nächsten 10 Jahre im Blick hat. In China sind bisher nur knapp 60 % der Bevölkerung online (Grafik 3). Das sind zwar 800 Mio. Nutzer, aber die Durchdringung ist vergleichsweise gering. Die Durchdringung wird in den nächsten Jahren weiter steigen und zum Westen (80-90 %) aufschließen. Geschieht dies, entspricht das einem Wachstum von 50-70 %, welches sich allein durch die Verbreitung des Internets ergibt.

    Solche Wachstumsraten sind im Westen schlichtweg nicht mehr möglich. Die Durchdringung ist bereits sehr hoch. Im Westen liegt das Wachstum vor allem in der mobilen Nutzung. Hier liegt die Durchdringung ca. 10 Prozentpunkte unter der Gesamtdurchdringung.

    In China ist die mobile Internetnutzung fast genauso hoch wie die Gesamtdurchdringung. Das ist für Unternehmen gut. Sie erreichen immer mehr Kunden immer und überall – und in China wollen das die Verbraucher auch. Die mobile Nutzung von sozialen Netzwerken ist in China die zweithöchste der Welt.

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    Die Nutzung von solchen Netzwerken auf mobilen Geräten ist ein guter Indikator dafür wie viel auch auf mobilen Geräten gekauft, bezahlt, getauscht und sonst wie abgewickelt wird. Als Anleger möchte man ein Unternehmen, das in einem Markt tätig ist, indem die Internetdurchdringung noch stark wachsen kann, aber die Menschen gleichzeitig das Internet überdurchschnittlich für Ausgaben nutzen.

    Eine solche Kombination findet sich nur in China. Für Anleger ist es das Beste aus allen Welten. Zudem sind chinesische Unternehmen durchaus expansionshungrig. In Asien wird kräftig zugekauft und werden Dependenzen gegründet. Die Wachstumsstory der chinesischen Internetunternehmen ist noch lange nicht zu Ende.

    Der Sektor korrigiert gerade mit dem Markt bzw. sogar noch stärker. Schon jetzt sind viele Unternehmen wieder attraktiv bewertet. Das ist eine große Chance, wenn man es schafft, das Timing hinzubekommen.

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