Peking (Godmode-Trader.de) - Aus China kamen hinsichtlich der Stimmung in der Wirtschaft übers Wochenende und am Montag eher schwächere Signale. Im Februar sanken dort sowohl der staatliche Einkaufsmanagerindex als auch der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" auf den tiefsten Stand seit Mai vergangenen Jahres.

Der Caixin-Einkaufsmanagerindex der Industrie, der vorwiegend kleine und mittelgroße Betriebe im Blick hat, fiel nach Angaben vom Montag um 0,6 Punkte auf 50,9 Punkte. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 51,4 Punkte gerechnet. Der offizielle Einkaufsmanagerindex der China Federation of Logistics and Purchasing, der sich auf Staatsbetriebe und Großkonzern fokussiert, fiel zugleich auf 50,6 Punkte, wie das Nationale Statistikamt am Sonntag mitteilte. Im Januar hatte das Barometer bei 51,3 Punkten gelegen. Volkswirte hatten zwar mit einem Rückgang auf 51 Punkte gerechnet.

Rückläufigere Ergebnisse waren auch vom CFLP PMI Non-Manufacturing zu verzeichnen: Der Index, der Dienstleistungen und den Bau berücksichtigt, fiel von 52,4 Punkte auf 51,4 Punkte, nachdem er bereits im Vormonat deutlich zurückging. Insgesamt lagen die Zahlen unter den Markterwartungen.

Unterm Strich kann nach Einschätzung der NordLB für China von einer Zunahme der gesamtwirtschaftlichen Aktivität ausgegangen werden. Das Tempo nehme allerdings ab. „China kehrte bereits auf einen Erholungspfad zurück und hat das Niveau von vor der Corona-Krise überschritten. Es ist zu vermuten, dass für die erneute leichte Stimmungseintrübung der Februarzahlen vor allem saisonale Effekte (Neujahrsfest) verantwortlich waren. Dennoch ist über die letzten drei Monate ein gewisser (Abwärts-)Trend nicht zu verleugnen“.

Neue Impulse für die Wirtschaft der Volksrepublik könnten vom jährlichen Nationalen Volkskongress ab dem nächsten Freitag kommen. Die dort getroffenen Entscheidungen bilden eine Basis für Konjunktur und (Innen-)Politik. Ein dann kommunizierte Wachstumsziel von über sechs Prozent ist wahrscheinlich.