1. In China hat sich die Inflationsrate im November moderat entwickelt. Das chinesische Statistikamt heute hat Morgen eine Veränderungsrate der Konsumentenpreise um 1,3 % yoy gemeldet. Dies lag unterhalb des Medians der von Bloomberg befragten Analysten (1,4 % yoy), aber leicht oberhalb der Jahresveränderungsrate vom Oktober (1,2 % yoy). Gegenüber dem Vormonat kam es hingegen zu einem Rückgang um 0,3 %, dem ersten Monatsrückgang seit April. Der Rückgang der Preise für Bekleidung und langlebige Konsumgüter war hierfür verantwortlich. Bei den Nahrungsmitteln war die Entwicklung uneinheitlich. Während Getreide und Fleisch Preisrückgänge verzeichneten, kam es infolge von ungünstigen Wetterbedingungen zu einem deutlichen Anstieg den Preise für Obst und Gemüse.

2. Wir rechnen für die kommenden Monate mit einem lediglich moderaten Anziehen der Inflationsrate. Für diese Zunahme wird die graduelle Anhebung der regulierten Preise für Kraftstoffe, Energie und Wasser beitragen. Obwohl bereits in den vergangenen Monaten Anpassungen stattgefunden haben, ist der Bedarf für Anpassungen weiterhin groß, um die zukünftige Versorgung zu sichern. Die Preisregulierung hatte Raffinerien und Versorgungsunternehmen in die Verlustzone gebracht, verringerte die Investitionstätigkeit und war für Engpässe in der Energieversorgung und in der Versorgung mit Wasser und Kraftstoffen verantwortlich.

3. Premierminister Wen Jiabao hat heute während einer Ansprache auf dem ASEAN-Gipfel in Kuala Lumpur erneut die Bereitschaft zu einer weiteren Flexibilisierung des chinesischen Währungsregimes bestätigt. Allerdings setzte er Spekulationen über eine erneute einmalige Aufwertung der Währung – wie im vergangenen Juli – ein Ende, indem er den aktuellen Wechselkurs erneut für angemessen erklärte. Wir erwarten entsprechend eine wie bisher angelegte graduelle Aufwertung der chinesischen Währung gegenüber dem US-Dollar in den nächsten Monaten.

Quelle: DekaBank

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