Chinas Wirtschaftswachstum hat in den vergangenen Jahren in regelmäßigen Abständen zu stark gestiegenen Rohstoffpreisen geführt, und zwar immer dann, wenn die Nachfrage das Angebot überstieg. Neue Daten des „Economic Information Daily“ zeigen nun, dass Chinas Volkswirtschaft tatsächlich um 610 Milliarden USD größer wäre, als offiziell ausgewiesen, würde man nur den Angaben der lokalen Regierungen und Verwaltungsbezirke Glauben schenken. Die Autoren der Studie, die von der Zeitung nun veröffentlicht wurden, addierten die von den 31 lokalen Regierungen ausgewiesenen Angaben zur Wirtschaftsleistung und gelangten somit auf ein Bruttoinlandsprodukt in den ersten neun Monaten des Jahres in Höhe von 42,4 Billionen Yuan. Peking meldete jedoch in dieser Woche einen Wert, der unerklärlicherweise um 3,7 Billionen Yuan (610 Milliarden USD) unter dieser Summe liege. Die Autoren des Artikels im „Economic Information Daily“ berichten außerdem, dass die Lücke sich in den vergangenen Jahren rapide ausgeweitet habe. Die Autoren berufen sich dabei auf einen Informanten innerhalb des National Bureau of Statistics in Peking, der angegeben habe, dass einige lokale Regierungen ihre Daten künstlich aufgebläht haben könnten, da ihre Budgets, die sie von Peking erhalten, auch von der erzielten Wirtschaftsleistung abhingen.