Washington/Peking (Godmode-Trader-de) - Laut dem wöchentlich veröffentlichten Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums über Exportverkäufe von Agrargütern haben chinesische Käufer in der Woche zum 7. November Geschäfte zum Kauf von 760.527 Tonnen Sojabohnen abgeschlossen. US-Exporteure verschifften zudem 693.527 Tonnen Ölsaaten nach China. Die Volksrepublik war während der Berichtswoche mit rund 61 Prozent der Gesamtmenge von 1.256 Mio.Tonnen der Hauptabnehmer von US-Sojabohnen. Die Vereinigten Staaten sind saisonbedingt der wichtigste Exporteur von Sojabohnen nach China im Herbst.

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Seit Beginn des Wirtschaftsjahres am 1. September haben sich chinesische Käufer verpflichtet, 8.036 Mio. Tonnen US-Sojabohnen zu kaufen. Davon wurden bisher 3,153 Mio. Tonnen verschifft. Zu diesem Zeitpunkt im vergangenen Jahr waren 647.990 Tonnen Soja-Verkäufe von chinesischen Käufern gebucht und 339.003 Tonnen versandt worden. Vor zwei Jahren, vor Beginn des Handelskrieges zwischen den USA und China, beliefen sich die Soja-Exportverkäufe nach China bis Mitte November noch auf 18,647 Mio. Tonnen.

Der Export von Schweinefleisch nach China erreichte in der Berichtswoche Anfang November 5.549 Tonnen - der höchste Wert seit einem Monat. Das US-Agrarministerium teilte mit, dass im Berichtszeitraum 10.933 Tonnen US-Schweine nach China verschifft wurden und damit in etwa soviel wie in den letzten Wochen. China hat seine Käufe von Schweinefleisch zuletzt verstärkt, da der Ausbruch der für die Tiere tödlichen Afrikanischen Schweinepest in den letzten Monaten die Schweinebestände im Land dezimiert hat, was zu einem beispiellosen Mangel an Fleisch führte.

Im Handelsstreit gibt es wieder schwindende Hoffnungen auf ein baldiges Abkommen. China soll sich mit Blick auf einen ersten Teil-Deal weniger optimistisch zeigen und eventuell doch das dem US-Präsidenten Donald Trump drohende Amtsenthebungsverfahren abwarten. Nachdem es in den vergangenen Tagen vor allem aus den USA positive Töne mit Blick auf ein geplantes Phase-I-Handelsabkommen zwischen den beiden Staaten gegeben hatte, trübte die neue Nachrichtenentwicklung die Stimmung an den Märkten zu Wochenbeginn.