Peking (Godmode-Trader.de) - Derzeit gibt es eine Indikatoren, die auf ein deutliches Anziehen der Dynamik der chinesischen Konjunktur hindeuten. Andererseits gibt es auch keine Hinweise für eine harte Landung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. Am 15. Juli bekennt Peking Farbe und veröffentlicht die Wachstumsdaten zum zweiten Quartal. Dabei soll eine neue Methode zur Berechnung des BIP zum Einsatz kommen. Nach Angaben von Chinas Nationales Statistikbüro (NBS) solle es den „Beitrag der Innovation des ökonomischen Wachstums besser reflektieren“, wie das China Internet Information Center (CIIC) informierte.

ANZEIGE

Die Anpassung sei nötig, um dem „System Of National Accounts“ 2008 (SNA) gerecht zu werden, hieß es. Dieses wurde von fünf internationalen Organisationen eingeführt, dazu zählen auch die Vereinten Nationen. Diese hätten bereits im Jahr 2009 eine „umfassende und flexible Einteilung der makroökonomischen Datenlagen gefordert.

Die neue Version bringt auch Änderungen bei der wirtschaftlichen Struktur mit sich. Der Industrielle Sektor machte an der gesamten Wirtschaftsleistung im Jahr 2015 40,9 Prozent aus. Im Jahr zuvor waren es 40,4 Prozent. Die Anteile der Bereiche Landwirtschaft und Dienstleistung wurden aber nicht entsprechend angepasst. Für das erste Quartal meldeten Chinas Behörden einen Anstieg auf Jahressicht von 6,7 Prozent. Das Statistikamt sprach daher auch von einem „guten Start“ ins Jahr. Das Wachstum gewinne wieder an Schwung, hieß es.

Beim Thema BIP-Berechnungsmethodik liegt der Vergleich mit Indien nicht fern. Die Statistikbehörde auf dem Subkontinent hat 2015 die Berechnungsmethodik für das Bruttoinlandsprodukt geändert und damit rückwirkend das Wirtschaftswachstum für das Jahr zuvor um fast 50 Prozent nach oben revidiert. Für die seinerzeit frisch im Amt weilende Regierung Modi ein willkommenes Startgeschenk.