Peking (Godmode-Trader.de) - Am Montag nahmen China und die Vereinigten Staaten ihre ersten direkten Handelsgespräche auf, seitdem US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping im Dezember einen dreimonatigen Burgfrieden im Zollstreit vereinbart hatten.

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    Im Handelsstreit kommt Peking Washington nun mit einer weiteren Öffnung seines Agrarmarktes entgegen. Erstmals seit 18 Monaten beschloss die chinesische Regierung wieder Importzulassungen für gentechnisch veränderte Pflanzensorten. „Es ist eine Geste des guten Willens zur Lösung der Handelsfrage“, zitierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen Vertreter eines amerikanischen Agrarverbandes. Die USA als weltweit größter Exporteur von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen forderten seit Langem eine Öffnung Chinas für landwirtschaftliche Produkte. China ist der größte Importeur von gentechnisch veränderten Sojabohnen und Raps.

    Insgesamt hat Peking fünf gentechnisch veränderte Pflanzensorten für die Einfuhr freigegeben: Zwei Sorten von BASF, eine der Bayer-Tochtergesellschaft Monsanto und zwei Sorten des amerikanischen Chemiekonzerns Dow Dupont. Dabei geht es um Raps, Mais und Sojabohnen.

    Die USA beklagen Markthürden, Produktpiraterie, zwangsweisen Technologietransfer und staatliche Subventionen in China. Im Zuge des Konflikts haben sich beide Seiten zuletzt mit Strafzöllen überzogen. Zuletzt bekräftigten die Parteien aber ihre Bereitschaft zu einer Einigung.