China ist zum Land mit den meisten Dollarmilliardären aufgestiegen und hat erstmals die USA überholt. Das geht aus einer neuen Liste des chinesischen Hurun-Instituts hervor. Demnach leben inzwischen 596 Dollarmilliardäre in China - 242 mehr als noch ein Jahr zuvor. Nimmt man Hongkong, Macao und Taiwan hinzu, leben in "Greater China" sogar 715 Milliardäre. Die USA kommen nach Angaben des Hurun-Instituts nur auf 537 Milliardäre.

Reichster Chinese ist Wang Jianli, der den Alibaba-Gründer Jack Ma überholte und (wie bereits 2013) wieder an erster Stelle der chinesischen Reichenliste steht. Der 61-jährige Wang wurde als Immobilienentwickler sowie Kaufhaus-, Hotel- und Kinokettenbetreiber mit der von ihm gegründeten Wanda Group reich und kommt zusammen mit seiner Familie auf ein Vermögen von 34,4 Milliarden Dollar. Allein im vergangenen Jahr erhöhte sich das Vermögen Wangs um 52 Prozent - seine neu börsennotierte Kinokette konnte sich im Wert verzehnfachen.

Im Gegensatz zu den US-Milliardären wurde der Reichtum der meisten chinesischen Milliardäre nicht ererbt, sondern selbst erwirtschaftet. Sechs Self-Made-Milliardäre wurden sogar in den 1980ern geboren und sind damit 35 Jahre alt oder jünger.

Reichste Frau in China ist Zhou Qunfei, die den Touchscreen-Hersteller Lens Technology gründete. Die 45-Jährige kommt auf ein Vermögen von 7,8 Milliarden Dollar.

Der starke Zuwachs an Dollarmilliardären in China ist auch auf den Börsenboom zurückzuführen, der bis Anfang Juni 2015 anhielt. Der Shanghai Composite konnte sich von Mitte 2014 bis Mitte 2015 mehr als verdoppeln, bevor es zu einem Crash kam, der aber nur einen Teil der Gewinne wieder zunichtemachte.

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