• Chicago-PMI: Die Erholung fällt ins Wasser
    • Fed-Powell: Neue Herausforderungen für US-Wirtschaft
    • Eurozone: Inflation steigt leicht
    • DIW: Lockdown-Tief durchschritten
    • Neuer Lockdown: Rolle rückwärts in vielen US-Bundesstaaten
    • China drückt "Sicherheitsgesetz" durch
    • EU verlängert Russland-Sanktionen
    • ifo Institut: Zahl der Kurzarbeiter sinkt auf 6,7 Millionen
    • US-Bundesstaat Arizona: Erneuter Lockdown
    • Britische Wirtschaft schrumpft massiv
    • Varta bekommt hohe Subventionen
    • Uber vor Milliardenübernahme
    • Nordamerika-Tochter von Wirecard stellt sich zum Verkauf
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    DAX & Wall Street

    • Der deutsche Aktienmarkt kann am Dienstag von überraschend guten Stimmungsdaten aus der chinesischen Industrie profitieren. "Besser als erwartete Konjunkturzahlen aus China stützen die Börsen und halten den Optimismus am Leben, dass sich die Weltwirtschaft nach der Krise schon wieder auf Erholungskurs befindet", erklärte eine Marktanalyst von AxiTrader. Sorgen um die Corona-Pandemie drückten aber weiterhin auf die Stimmung. Vor allem die US-Amerikaner müssen sich angesichts rasant steigender Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf neue Lockdown-Maßnahmen gefasst machen, wie bereits in einigen US-Bundesstaaten zu sehen ist. Vor diesem Hintergrund verlief der heutige DAX-Handel freundlich-träge. Am Nachmittag nahm der DAX nochmals an Fahrt und rettete sich über 12.300 Punkten ins Ziel (+0,64 % bei 12.310,93 Zählern). Damit endete ein extremes erstes Börsenhalbjahr 2020, das hauptsächlich geprägt war von der Corona-Pandemie.
    • Die Wall Street hat an ihre gestrigen Gewinne angeknüpft, nachdem gute Konjunkturdaten aus China und den USA für Kauflaune sorgten. Der Dow Jones machte anfängliche Verluste wett und schloss 0,85 Prozent höher bei 25.812,88 Punkten, der S&P 500 stieg um 1,54 Prozent auf 3.100,29 Punkte an und für den Nasdaq 100 ging es um 1,96 Prozent auf 10.156,85 Punkte nach oben.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmensnachrichten

    • Der Wohnungsvermieter Vonovia sieht keine Folgen der Corona-Krise für seine Geschäfte. „Die Auswirkungen von Covid-19 konnten wir gut auffangen", sagte Vorstandschef Rolf Buch am Dienstag bei der online abgehaltenen Hauptversammlung in Bochum. Bislang hätten sich nur ein Prozent der rund 350.000 Mieter in Deutschland mit der Bitte um Mietstundung bei Vonovia gemeldet. In allen Fällen habe es individuelle Lösungen gegeben.
    • Der Fahrdienstvermittler Uber steht womöglich kurz davor, das Bringdienst-Start-up Postmates zu übernehmen. Dabei würde Postmates mit rund 2,6 Mrd. Dollar bewertet, schreibt etwas das "Wall Street Journal". Zugleich prüfe das Start-up auch die Option eines Börsenganges.
    • Norwegian Air Shuttle zieht sämtliche Bestellungen bei Boeing zurück und leitet rechtliche Schritte gegen den US-Hersteller ein. Insgesamt geht es um 97 Maschinen, 92 Jets vom Typ 737 Max und fünf Langstreckenflieger der Marke 787 „Dreamliner“. Listenpreis: 10,6 Mrd. Dollar. Boeing äußerte sich zunächst nicht zu der Ankündigung. Auf dem Boeing Field bei Seattle fand der erste einer Reihe entscheidender 737-Max-Zertifizierungsflüge statt, die zu einer Wiederzulassung der Krisenjets durch die US-Flugaufsicht FAA führen sollen. Allerdings stehen für eine erneute Zertifizierung noch einige Prüfungen aus.
    • Die New York Times wird keine Artikel mehr über Apple News einbinden. In einem Memo erklärte COO Meredith Kopit Levien, dass man die Leser mit dem Schritt wieder zurück auf die eigenen Plattformen holen will. Ziel sei es, sie einerseits wieder stärker an die NYT zu binden und andererseits Sorge zu tragen, dass die NYT ihre Inhalte in besser zu kontrollierenden Umfeldern verbreitet.
    • Die meisten großen US-Banken können auch im 3. Quartal ihre Dividende konstant halten. Das bescheinigte die Fed im Zuge ihres Stresstests vergangenen Donnerstag. Die Institute wurden angehalten, erst am Montag nach Börsenschluss ihre Kapitalpläne zu veröffentlichen. So planen J.P. Morgan Chase, Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley, ihre Dividenden aufrechtzuerhalten. Lediglich Wells Fargo wird die Ausschüttung an die Aktionäre kürzen müssen.
    • Der US-Lebensmittelhersteller Conagra Brands meldete einen Quartalsgewinn von 75 Cent je Aktie. Die Schätzungen der Wall Street wurden damit geschlagen. Auch die Umsätze übertrafen den Konsens. Conagra gab angesichts des pandemiebedingten Nachfrageschubs zudem eine neue Gewinnspanne für das laufende Quartal heraus.
    • Micron Technology übertraf mit einem bereinigten Nettogewinn von 0,82 Dollar die Schätzungen für das vergangene Quartal um 5 Cents je Aktie. Micron gab vor dem Hintergrund einer boomenden Nachfrage zudem eine optimistische Umsatzprognose ab.
    • Laut DigiTimes könnte die Nachfrage für Apples 5G-iPhones in 2020 schwächer ausfallen als erwartet. Demnach liegen aktuelle Schätzungen bei einem Absatz von 15 bis 20 Mio. Einheiten in diesem Jahr, verglichen mit einer früheren Prognose von 30 bis 40 Mio. Einheiten.
    • Xilinx hat seine Umsatzprognose für das erste Quartal angehoben. Im Juni-Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 720-734 Mio. Dollar (Wall Street-Konsens $691 Mio.) und im September-Quartal einen entsprechenden Wert im gleichen Rahmen (Konsens $708 Mio.). Laut dem Spezialchip-Hersteller ist das Geschäft durch die gelockerten Beschränkungen für Verkäufe an chinesische Unternehmen angetrieben worden.
    • Die Entschädigungszahlungen an Volkswagen-Kunden im Dieselvergleich können bald fließen. In 240.000 Fällen seien insgesamt mehr als 750 Mio. Euro überwiesen worden, teilte der Konzern am Dienstag mit. Bei weiteren Verfahren, die vor Gericht anhängig sind, will der Konzern nach einem Grundsatzurteil des BGH zugunsten der Verbraucher den Klägern ein Angebot machen. Mit denjenigen Kunden, die anspruchsberechtigt seien, habe man sich zu mehr als 90 Prozent einigen können. Je nach Alter und Typ des Fahrzeugs wurden Beträge zwischen 1.350 und 6.257 Euro angeboten.
    • Die von der Corona-Krise gebeutelte skandinavische Fluggesellschaft SAS erhält eine Finanzspritze von den beiden größten Anteilseignern, den Regierungen von Schweden und Dänemark, von 12 Mrd. Kronen (1,1 Mrd. Euro). Im Gegenzug muss SAS in den nächsten Jahren seine Betriebskosten deutlich senken und 5.000 Arbeitsplätze abbauen. Auch der drittgrößte Aktionär, die Knut and Alice Wallenberg Foundation, unterstützt die Rettung.
    • Die Aktie des Zahlungsabwicklers Wirecard ist seit dem Insolvenzantrag vergangene Woche zum Spielball von Spekulanten geworden. Nach dem Kurssturz kam es gestern zu einer Erholung von 150 Prozent. Heute wird der Titel wegen des Insolvenzantrags aus dem Stoxx Europe 600 entfernt. Konsequenzen aus dem Skandal zieht nun auch die Deutsche Börse. Sie will die DAX-Regularien überprüfen und kommt damit den lauter werdenden Forderungen nach einem schnellen Rauswurf der Wirecard-Aktie aus dem Index nach. Unterdessen will die britische Finanzaufsicht Wirecard den Fortgang des Geschäfts erlauben. Die US-Wirecard-Tochter und teilte mit, dass es Kauf-Interessenten für sich suche. Wirecard North America stelle sich zum Verkauf, so das US-Unternehmen in der Nacht auf Dienstag. Eine Investmentbank koordiniere den Prozess. Die US-Amerikaner betonen in der Mitteilung ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit von dem angeschlagenen Konzern aus Aschheim bei München. „Wirecard North America ist eine selbsttragende Einheit, die weitgehend autonom von Wirecard ist.“
    • Varta erhält eine Förderung der öffentlichen Hand von insgesamt 300 Mio. Euro für Projekte rund um Batteriezellen. Zwei Subventionen wurden am Montag vom Wirtschaftsministerium bewilligt, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Summe soll an den Varta-Standorten Ellwangen und Nördlingen in die Bereiche Forschung und Entwicklung fließen. Varta will die nächste Generation Lithium-Ionen-Zellen erforschen und eine Massenproduktion hochfahren.
    • Der Großaktionär Heinz Hermann Thiele will bei Knorr-Bremse wieder in den Aufsichtsrat einziehen. Thiele stellt sich auf der Hauptversammlung am heutigen Dienstag zur Wahl. Thiele vereint mit seiner Familie heute rund 65 Prozent der Aktien des Bremsenspezialisten auf sich. Der 79-jährige würde nach vier Jahren Abstinenz wieder in das Kontrollgremium zurückkehren.
    • Die für diesen Mittwoch geplante Sitzung des Commerzbank-Aufsichtsrates zu neuen Sparplänen ist nach dpa-Informationen gestrichen worden. Einen neuen Termin gibt es demnach noch nicht. Den Informationen zufolge beanstandeten die Arbeitnehmervertreter in dem Kontrollgremium, dass das Management dem Aufsichtsrat wichtige Unterlagen nicht vorgelegt habe. Zugleich habe man erfahren, dass der Finanzinvestor Cerberus und der Bund als Großaktionäre in die Überarbeitung der Strategie eingebunden worden seien, hieß es. Daher sei die Verlegung der Sitzung beantragt worden.

    Konjunktur & Politik

    • US-Virologe Anthony Fauci zeigt sich vorsichtig optimistisch, dass im Winter ein Covid19-Impfstoff bereit steht. Es gebe allerdings keine Garantie dafür, dass auch ein Impfstoff gefunden wird.
    • Der Index für das Verbrauchervertrauen in den USA ist im Juni um 12,2 auf 98,1 Punkte gestiegen, wie das Marktforschungsinstitut Conference Board mitteilte. Analysten hatten mit einem Anstieg auf 91,5 Punkte gerechnet. Der Indikator hat damit einen Teil seines tiefen Falls vom März und April wettgemacht.
    • In der US-Region Chicago ist der Einkaufsmanagerindex im Juni zum Vormonat um lediglich 4,3 auf 36,6 Punkte gestiegen, wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Dienstag mitteilte. Im Vormonat war der Indikatorauf den tiefsten Stand seit über 40 Jahren gefallen. Volkswirte hatten für Juni mit einer deutlich stärkeren Erholung gerechnet.
    • Die Streamingplattform Twitch hat den Account des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump vorübergehend gesperrt. Grund dafür sind Hassinhalte und der Verstoß gegen die Community-Richtlinien der Plattform, wie mehrere US-Medien am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf eine Twitch-Sprecherin berichteten.
    • Auf dem US-Immobilienmarkt nahm der Preisanstieg im April trotz der Corona-Einschränkungen Fahrt auf. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Hauspreise in 20 großen Metropolregionen um 4,0 Prozent, nach 3,9 Prozent im Vormonat, wie aus dem S&P/Case-Shiller-Index hervorgeht. Analysten hatten im Schnitt mit der Entwicklung gerechnet.
    • Fed-Chef Jerome Powell schätzt die Entwicklung der US-Wirtschaft wegen des Coronavirus als nach wie vor unsicher ein. Eine volle Erholung sei so lange unwahrscheinlich, bis die Menschen überzeugt sind, dass es sicher ist, wieder an Aktivitäten teilzunehmen, so Powell laut vorab veröffentlichtem Redetext. Er wird heute vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses sprechen. Laut Powell haben Wiedereinstellungen und Ausgaben von Konsumenten bereits im Mai wieder zugenommen. Diese wirtschaftliche Erholung sei willkommen, bringe aber auch neue Herausforderungen mit sich, um das Virus unter Kontrolle zu behalten.
    • Die Federal Reserve startete am Montag ein neues Aufkaufprogramm (PMCCF). Jetzt kann sie Unternehmensanleihen direkt (nicht Sekundärmarkt) von Firmen kaufen, die vor dem Corona- Ausbruch über gute Bonitätsnoten verfügten.
    • Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin gibt für das zu Ende gehende zweite Quartal noch einmal deutlich nach und liegt nun bei einem neuen historischen Tiefstwert von nur noch zwei Punkten. Im Vormonat waren es noch 20 Punkte. Für ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft müsste der Indexwert laut DIW bei 100 Punkten liegen. Dementsprechend dürfte das hiesige Bruttoinlandsprodukt im zweiten Vierteljahr um rund zwölf Prozent und damit in bisher ungekanntem Ausmaß eingebrochen sein. „Die gute Nachricht bei alldem ist, dass die deutsche Wirtschaft den Tiefpunkt bereits hinter sich gelassen haben dürfte, es geht wieder aufwärts“, sagt DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. Die Lockerungen der Einschränkungen zeigten mittlerweile Wirkung: Der Konsum belebe sich allmählich, die Produktion in der Industrie laufe wieder an. Viele Dienstleister kehrten zu einem etwas normaleren Geschäftsbetrieb zurück.
    • Die Inflation in der Eurozone lag im Juni nach Angaben des Statistikamts Eurostat um 0,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Vormonat hatte der Anstieg 0,1 Prozent betragen. Im Monatsvergleich erhöhte sich das Preisniveau ebenfalls um 0,3 Prozent. Entscheidend für den etwas stärkeren Preisanstieg waren die Energiepreise. Die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel ging indes von 0,9 auf 0,8 Prozent zurück.
    • Vielen Unternehmen in Deutschland drohen in den kommenden Monaten Zahlungsschwierigkeiten. Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags berichten mehr als 40 Prozent der Firmen von Liquiditätsengpässen. Fast jedes zweite Unternehmen meldet einen Rückgang des Eigenkapitals. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sprach von einem „Wettlauf ums Eigenkapital". Im Herbst werde die Lage schwierig. Wansleben forderte die Bundesregierung zu Nachbesserungen bei Hilfsprogrammen auf. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds müsse auf den Mittelstand erweitert werden, der Staat sich an mehr Firmen beteiligen.
    • Die Bundesregierung senkt von diesem Mittwoch (1. Juli) an die Mehrwertsteuer um 3 Prozentpunkte auf 16 Prozent, die Absenkung gilt befristet bis zum 31. Dezember. Das wollen viele Verbraucher in Deutschland für eine Neuanschaffung nutzen - jeder Dritte, berichtet der Marktforscher GfK. Junge Menschen neigten eher zum Vorziehen einer Anschaffung als ältere Menschen, teilte die GfK am Dienstag mit. „Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit werden Verbraucher ihre Käufe voraussichtlich sehr bewusst planen und nur kaufen, was benötigt wird - insbesondere bei teureren Anschaffungen", sagte GfK-Konsumexpertin Petra Süptitz. „Vor allem Elektrokleingeräte werden wahrscheinlich von der geplanten Maßnahme profitieren."
    • Der Vermögensverwalter BlackRock sieht bei europäischen Aktien größeres Potenzial als bisher. Der europäische Aktienmarkt wurde auf „Übergewichten“ hochgestuft. Europas Wirtschaft würde nach dem Auslaufen des Corona-Lockdowns wieder in Gang kommen, was zu einer zyklischen Aufwärtsbewegung führen werde, heißt es im Halbjahres-Ausblick von BlackRock. Hintergrund der Entwicklung seien entschlossene Maßnahmen der öffentlichen Gesundheitssysteme und eine stärkende Geldpolitik. Gleichzeitig stufte BlackRock US-Aktien auf „Neutral“ herab. Nach Ansicht des Vermögensverwalters sei in den USA ein längerer Verlauf der Corona-Epidemie zu befürchten. Gleichzeitig drohe die Wirksamkeit von Konjunkturmaßnahmen zu schwinden. Zudem zeigten sich neue Spannungen zwischen den USA und China.
    • Angesichts einer starken Zunahme von Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat der US-Bundesstaat Arizona eine Lockerung seiner Corona-Auflagen wieder rückgängig gemacht. Kinos, Bars und Fitnessstudios müssen jetzt wieder schließen, wie Gouverneur Douglas Doucey am Montag erklärte, auch Veranstaltungen mit über 50 Teilnehmern seien nun wieder verboten. Douceys Anordnung gilt zunächst bis Ende Juli. „Wir gehen davon aus, dass sich unsere Zahlen verschlechtern werden", sagte der Gouverneur laut US-Medien bei einer Pressekonferenz. Am kommenden Feiertagswochenende bleiben in Kalifornien im Bezirk Los Angeles die Strände geschlossen. Auch Fahrradwege, Parkplätze und Piers sind von Freitag bis Montag nicht zugänglich, teilte der Bezirk am Montagabend mit. Auch in Teilen Floridas sollten die Strände geschlossen bleiben. Der Bundesstaat Nevada verschob die nächste Stufe seiner Lockerungen am Montag bis Ende Juli. Für Sonntag meldeten die Behörden in den USA fast 40 000 Neuinfektionen, wie Daten der Universität Johns Hopkins zeigten. In den USA gibt es insgesamt bislang fast 2,6 Mio. bestätigte Infektionen.
    • Der Öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder, Gemeinden/ Gemeindeverbände und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) war beim nicht-öffentlichen Bereich (Kreditinstitute sowie sonstiger inländischer und ausländischer Bereich, zum Beispiel private Unternehmen im In- und Ausland) zum Ende des ersten Quartals dieses Jahres mit 1,955,4 Mrd. Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Der Schuldenstand stieg damit gegenüber dem vierten Quartal 2019 um 3,0 Prozent bzw. 56,2 Mrd. Euro. Gegenüber dem ersten Quartal 2019 stieg der Schuldenstand um 1,5 Prozent (28,3 Mrd. Euro).
    • Große und staatlich kontrollierte Industriekonzerne in China atmen auf, wie der offizielle CFLP-Einkaufsmanagerindex für Juni signalisiert. Der PMI-Wert sei um 0,3 Punkte auf 50,9 Zähler gestiegen, teilte die Regierung am Dienstag mit. Von Bloomberg befragte Experten hatten mit einem leichten Rückgang gerechnet. Damit deutet dieser Indikator weiter auf eine Expansion der Industrieproduktion hin.
    • Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist im Juni auf 6,7 Mio. Menschen gesunken, von 7,3 Mio. im Mai. Das haben Berechnungen und Schätzungen des ifo Instituts auf Basis der Konjunkturumfrage ergeben. Der Anteil an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten schrumpfte damit von 22 auf 20 Prozent. „Der Rückgang ist recht zögerlich, und in einigen Branchen nimmt die Kurzarbeit sogar noch zu“, sagt ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link. Nach der ifo-Schätzung erhöhte sich die Zahl der Kurzarbeiter in der Industrie von 2,2 auf 2,3 Mio. Menschen, also von 31 auf 33 Prozent der Beschäftigten. Bei sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen gab es einen Anstieg von 660.000 auf 672.000, also von 28 auf 29 Prozent. Im Gastgewerbe sank dagegen die Zahl der Kurzarbeiter von 796.000 auf 672.000, in Verkehr und Lagerei von 423.000 auf 308.000. Auch im Handel ist die Zahl der Kurzarbeiter kräftig zurückgegangen.
    • In den ersten drei Monaten des Jahres ist die Wirtschaftsleistung Großbritanniens wegen der Corona-Krise massiv eingebrochen. Der Rückgang fiel stärker aus als bisher gedacht. Im ersten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Quartalsvergleich um 2,2 Prozent gesunken, teilte das nationale Statistikbüro ONS nach einer weiteren Schätzung mit. Analysten hatten nur einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,0 Prozent erwartet und damit eine Bestätigung der ersten Schätzung.
    • Peking hat laut der Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" das umstrittene Gesetz zum sog. Schutz der nationalen Sicherheit in Hongkong erlassen. Der Ständige Ausschuss des Volkskongresses habe das Regelwerk einstimmig verabschiedet, berichtete die Zeitung. Das Gesetz richtet sich u. a. gegen Aktivitäten, die von Peking als subversiv oder separatistisch angesehen werden.
    • Die Europäische Union hat die Wirtschaftssanktionen gegen Russland offiziell verlängert. Der Ministerrat setzte die am 19. Juni vom EU-Gipfel gegebene Vorgabe um, wie eine Sprecherin mitteilte. Die EU hatte die Handels- und Investitionsbeschränkungen zuletzt im Dezember bis zum 31. Juli verlängert. Sie sollen nun bis zum 31. Januar 2021 gelten. Grund für den Beschluss ist, dass es weiterhin keine Fortschritte im Friedensprozess für die Ostukraine gibt.
    • Die lokalen Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen 24 Stunden 498 Corona-Infektionen gemeldet. Damit haben sich seit Beginn des Corona-Ausbruchs 194.259 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Dienstagmorgen meldet. 8.973 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland etwa 179.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

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