Peking (Godmode-Trader.de) - Aus China kamen am Morgen schwächere Konjunkturdaten. So hat sich der Einzelhandel im April nicht so stark vom Corona-Schock des Vorjahres erholt wie erwartet. Der Einzelhandelsumsatz sei im Vergleich zum Vorjahresmonat zwar um 17,7 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt mit. Analysten hatten allerdings mit einem Plus von 25 Prozent gerechnet. In den ersten vier Monaten des Jahres legte der Umsatz im Einzelhandel damit um fast 30 Prozent zu. „China sieht sich immer noch einer unausgewogenen Erholung gegenüber, da die Beschäftigung, das Haushaltseinkommen, der Konsum, die Investitionen im Verarbeitenden Gewerbe, (der) Dienstleistungssektor und die Privatunternehmen noch nicht wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht haben", zitierte CNBC Bruce Pang, Leiter der Makro- und Strategieforschung bei China Renaissance.

Die Industrieproduktion legte im Jahresvergleich um 9,8 Prozent nach zuvor 14,1 Prozent zu. Hier hatte die Prognose bei zehn Prozent gelegen. Bei den Investitionen in Sachanlagen lag der Anstieg von Januar bis Ende April bei knapp 20 Prozent und damit in Höhe der Analystenerwartungen. Die Arbeitslosenrate sank von zuvor 5,3 auf 5,1 Prozent und markierte den tiefsten Stand seit November 2019.

In ihrem Quartalsbericht, der letzte Woche veröffentlicht wurde, stellte die Zentralbank People's Bank of China fest, dass die Grundlage für die wirtschaftliche Erholung noch nicht solide ist und die Verbraucherausgaben weiterhin eingeschränkt sind. „Das Wirtschaftswachstum hat im ersten Quartal wahrscheinlich seinen Höhepunkt erreicht", so Zhiwei Zhang, Chefökonom bei Pinpoint Asset Management. Er erwarte, dass sich das Wachstum in den kommenden Monaten verlangsamen wird und dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Zentralbank gesunken ist.