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Peking (Godmode-Trader.de) - Die Devisenreserven der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft China sind im März leicht gestiegen. Wie die Notenbank People's Bank of China mitteilte, lag der Bestand fremder Währungen bei 3,0091 Billionen US-Dollar - im Vergleich zum Vormonat ein Zuwachs um vier Milliarden. Es war damit der zweite Monat in Folge, in dem die Währungsreserven wieder über der Marke von drei Billionen US-Dollar lagen.

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Im Januar war der Devisenbestand erstmals seit Anfang 2011 unter die wichtige Schwelle gerutscht. Dies hatte an den Finanzmärkten für größere Aufmerksamkeit gesorgt, weil China seit Mitte 2014 etwa eine Billion an Devisen verloren hat. Trotz des deutlichen Devisenverlusts verfügt die Volksrepublik nach wie vor über die höchsten Währungsreserven der Welt.

Als Gründe für die Stabilisierung nennen Analysten vor allem die dynamischere Binnenkonjunktur und hohe Kapitalverkehrskontrollen. Diese hatte die politische Führung eingeführt, um den zuvor hohen Kapitalabfluss einzudämmen und dadurch Abwertungsdruck von der heimischen Währung Renminbi zu nehmen.

An den Finanzmärkten gibt es Erwartungen, dass die China-Währung eine wichtige Rolle in den Währungsreserven von Zentralbanken und Finanzministerien spielen könne. Derzeit hält der Internationale Währungsfonds Daten aus 146 Ländern. Aus diesen wurden zum Jahresende 2016 Währungsreserven im Wert von 10,8 Bio. US-Dollar gemeldet, von denen Reserven über 7,9 Billionen einzelnen Währungen zugeordnet werden können, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung diese Woche berichtete. Davon entfielen aber lediglich Reserven im Wert von 84,5 Mrd. US-Dollar, also gut ein Prozent, auf den Renminbi.