Peking (BoerseGo.de) - Im Gegensatz zum HSBC-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in China für November, der mit nur 50,0 Punkten enttäuschend ausfiel, kann der Wert des Dienstleistungsbereichs im selbigen Berichtsmonat leicht zulegen. Der HSBC-Einkaufsmanagerindex für den Service-Sektor verbesserte sich im November von 52,9 Punkten im Oktober auf 53,0 Zähler, wie die britische Großbank mitteilte. Insgesamt berichteten die Unternehmen laut der HSBC über eine leicht steigende Nachfrage ihrer Kunden, und der Teilindex zur Entwicklung des Neugeschäftes legte von 53,1 Zählern auf 54,2 zu. Der offizielle Einkaufsmanagerindex der staatlichen Statistikbehörde stieg zwischen Oktober und November ebenfalls leicht von 53,8 auf 53,9 Punkte.

Offenbar profitieren Chinas Dienstleister von den wachsenden Internet- und Tourismusumsätzen sowie den gegenwärtigen Deregulierungen, zum Beispiel im Finanzsektor. Somit kompensiert der Dienstleistungssektor teilweise die stockende Entwicklung der heimischen Industrie. Der HSBC-Chefvolkswirt für China, Qu Hongbin, geht davon aus, dass die jüngste Zinssenkung durch die chinesische Zentralbank dazu beitragen wird, die Nachfrage in nächster Zeit zu stabilisieren. Die Zentralbank hatte ihre Zinsen jüngst überraschend gesenkt und gleichzeitig die Liquidität im Finanzsektor erhöht. Allerdings ist auch der HSBC-Experte der Meinung, dass der grundsätzliche Abwärtstrend in der Wirtschaft bestehen bleibt.

Die anfangs der Woche veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes für die chinesische Industrie belegen die fragile Lage Firmen. Der offizielle Index der Statistikbehörde sank im November um 0,5 auf 50,3 Punkte, der Index der HSBC ging zugleich von 50,4 Punkten im Oktober auf 50,0 Zähler im November zurück.

Die Russische Wirtschaft taumelt