Peking (Godmode-Trader.de) - Im Dezember zogen sowohl die Erzeuger- als auch die Verbraucherpreise in China weniger stark an als noch im November.

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Die Verbraucherpreisinflation sank von 2,2 Prozent auf ein Sechsmonatstief von 1,9 Prozent, wie die nationale Statistikbehörde am Donnerstag in Peking mitteilte. Die Lebensmittelpreisinflation blieb konstant bei 2,5 Prozent, wobei ein schnellerer Anstieg der Gemüsepreise durch einen langsameren Anstieg der Schweinefleischpreise trotz einiger Versorgungsprobleme aufgrund der afrikanischen Schweinegrippe ausgeglichen wurde.

Die Inflation im Nicht-Lebensmittelbereich sank von 2,1 Prozent auf ein Zweijahrestief von 1,7 Prozent. Dies war ausschließlich auf niedrigere Energiepreise zurückzuführen. Die Kerninflation, die Nahrungsmittel- und Energiepreise ausklammert, blieb mit 1,8 Prozent stabil, tendierte aber im gesamten vergangenen Jahr aber stetig nach unten.

Auch die Erzeugerpreisinflation hat sich im vergangenen Monat den weiteren Angaben zufolge von 2,7 Prozent auf ein Zweijahrestief von 0,9 Prozent abgeschwächt. Wie beim den Verbraucherpreisen war der jüngste Rückgang der Ölpreise der wichtigste (negative) Treiber. Aber auch die Preise für industrielle Vorleistungen und Konsumgüter sanken weiter, was mit den Anzeichen einer Abkühlung der Inlandsnachfrage zusammenhängt.

Die Verbraucherpreisinflaiton liegt im Ergebnis deutlich unter der von der People's Bank festgelegten Obergrenze von drei Prozent, was der Zentralbank Argumente für eine weitere geldpolitische Lockerung liefert, auch um finanziellen Druck auf Industrieunternehmen zu verringern, unter anderem durch die Senkung der Leitzinsen. Dies würde zu niedrigeren Zinskosten für den Bestand an ausstehenden Darlehen führen.