• Apple, Microsoft, Facebook und Amazon treiben Bullenmarkt an
  • Volkswagen verhandelt über Vergleich für Diesel-Fahrer
  • USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken leicht
  • CSU will Langfristanleger entlasten
  • Airbus überholt Boeing
  • Deutschland: Erwerbstätigkeit auf Rekordhoch
  • E.On: Stellenstreichungen könnten geringer ausfallen
  • Chinesische Notenbank lockert Geldpolitik
  • Trump kündigt Unterzeichnung von Handelsdeal an

Märkte

  • Der deutsche Aktienmarkt konnte am ersten Handelstag des neuen Jahres zulegen. Angetrieben von einer geldpolitischen Lockerung in China und der Ankündigung einer baldigen Unterzeichnung des ersten Teil-Handelsabkommens zwischen den USA und China konnte der DAX am Donnerstag um 1,03 Prozent auf 13.385,93 Punkte zulegen. Bereits die Märkte in Asien hatten sich am Donnerstag sehr freundlich präsentiert, nachdem die chinesische Notenbank People's Bank of China (PBoC) ihre Geldpolitik gelockert hatte. US-Präsident Donald Trump hat unterdessen angekündigt, dass das erstes Teil-Handelsabkommen der USA mit China am 15. Januar in Washington unterzeichnet werden soll. Gute Nachrichten kommen auch von der heimischen Konjunktur. Die Erwerbstätigkeit in Deutschland lag im Jahr 2019 so hoch wie nie zuvor. Die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland und der Eurozone im Dezember sind nach endgültigen Angaben besser ausgefallen als zunächst gemeldet. Die wichtigsten US-Indizes dürften am Donnerstag in der Nähe ihrer jüngsten Rekordstände in den Handel starten, wie die vorbörslichen Indikationen zeigen.
  • Die wichtigsten US-Indizes haben am Donnerstag ihre jüngsten Rekordstände noch einmal leicht überschritten. Dow Jones Industrial Average, S&P 500 und Nasdaq 100 konnten abermals neue Allzeithochs erreichen. Für Optimismus sorgt auch an der Wall Street die geldpolitische Lockerung in China und die Ankündigung einer baldigen Unterzeichnung des ersten Handelsabkommens zwischen den USA und China.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Die starke Performance des US-Aktienmarktes wurde auch im Jahr 2019 vor allem durch große Technologiewerte getragen. So trugen die Aktien von Apple, Microsoft, Facebook und Amazon mehr als 20 Prozent zur Performance des S&P 500 im vergangenen Jahr bei. Die Apple-Aktien alleine waren für mehr als acht Prozent der Gewinne im S&P 500 verantwortlich. Bereits seit Jahren gehören die Aktien großer US-Technologieunternehmen zu den Outperformern.
  • Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht einen weiteren tödlichen Unfall mit einem Fahrzeug des Elektroautobauers Tesla. Am 29. Dezember hatte ein Tesla-Fahrzeug im Los Angeles County bei hoher Geschwindigkeit eine rote Ampel überfahren und einen Honda Civic gerammt. Die Insassen des Hondas verstarben. Ob ein Zusammenhang mit dem als "Autopilot" bezeichneten Fahrassistenzsystem der Tesla-Fahrzeuge besteht ist derzeit nicht bekannt.
  • Der Batteriehersteller Varta hat den Kauf des Haushaltsbatteriengeschäfts Varta Consumer Batteries von Energizer abgeschlossen. Der Erwerb sei zum Unternehmenswert von 180 Millionen Euro erfolgt, so Varta. Der endgültige Kaufpreis werde auf Basis der zu erstellenden Schlussbilanz ermittelt.
  • Volkswagen-Fahrer in Deutschland, die mit falschen Angaben zu Schadstoffemissionen bei Dieselfahrzeugen hinters Licht geführt wurden, können möglicherweise auf eine Entschädigungszahlung durch Volkswagen hoffen. Der Autobauer und der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) wollen Vergleichsgespräche im Musterprozess um mögliche Entschädigungen für Dieselfahrer beginnen. Gemeinsames Ziel sei "eine pragmatische Lösung im Sinne der Kunden", teilte der vzbv mit. Die Gespräche seien noch in einem sehr frühen Stadium und ob es zu einem Vergleich komme, sei offen. Beide Parteien hätten Vertraulichkeit über die Gespräche vereinbart, heißt es.
  • Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat sein selbstgestecktes Auslieferungssziel für 2019 offenbar erreicht und zugleich den US-Konkurrenten Boeing als weltgrößten Flugzeughersteller abgelöst. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters lieferte Airbus im Jahr 2019 insgesamt 863 Maschinen aus, was um 7,9 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Zum ersten Mal seit dem Jahr 2011 überflügelte Airbus auch den US-Konkurrenten Boeing, der wegen des Flugverbots der Absturzflieger des Typs 737 Max bis Ende November nur auf die Auslieferung von 345 Maschinen kam.
  • Die Stellenstreichungen beim Energiekonzern E.On im Zuge der Integration von Innogy könnten geringer als geplant ausfallen. "Es bleibt bei unserem Ziel, bis 2022 Synergien von 600 bis 800 Millionen Euro zu realisieren und vor diesem Hintergrund bis zu 5.000 Stellen abzubauen", sagte E.On-Chef Johannes Teyssen. Es könne aber sein, "dass wir am Ende mit einem geringeren Abbau auskommen", so Teyssen. Bei der Integration von Innogy kommt E.On nach Angaben von Teyssen gut voran.

Konjunktur & Politik

  • Der Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in den USA ist im Dezember nach endgültigen Angaben auf 52,4 Punkte gesunken, von 52,6 Punkten im Vormonat. Erwartet wurde für die endgültige Veröffentlichung ein Wert von 52,5 Punkten, nach ebenfalls 52,4 Punkten im Rahmen der vorläufigen Veröffentlichung.
  • Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche auf 222.000 gesunken. Erwartet wurden 225.000 Erstanträge, nach revidiert 224.000 (zunächst: 222.000) Erstanträgen in der Vorwoche. Der weniger schwankungsanfällige Vierwochendurchschnitt sank von 228.500 auf 233.250 Erstanträge.
  • Die CSU-Landesgruppe im Bundestag fordert eine Entlastung von langfristigen Anlegern. "Wer für morgen vorsorgen will, braucht heute Unterstützung", heißt es Medienberichten zufolge in einem Positionspapier, das in der kommenden Woche beschlossen werden soll. Konkret fordert die CSU die Einführung einer fünfjährigen Spekulationsfrist. Wer Aktien oder Anleihen länger hält, soll Gewinne nicht versteuern müssen. Außerdem spricht sich die CSU für eine "Innovationsanleihe" mit einem festen Zins von zwei Prozent und einer Laufzeit von zehn Jahren aus, deren Mittel in Startups und Innovationen mit einem Schwerpunkt auf neue Schlüsseltechnologien investiert werden soll. Die CSU erneuert außerdem Forderungen nach einer kompletten Abschaffung des Solidaritätszuschlags und will außerdem eine "Steuererklärung mit einem Klick" umsetzen. Eine Wiedereinführung der Vermögensteuer wird abgelehnt.
  • Die Industrie-Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone sind im Dezember nach endgültigen Angaben etwas besser ausgefallen als vorab gemeldet. Der Einkaufsmanagerindex für Deutschland sank zwar von 44,1 Punkten im November auf 43,7 Punkte im Dezember, vorab war für Dezember aber ein noch schwächerer Wert von 43,4 Punkten gemeldet worden. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe der Eurozone sank von 46,9 auf 46,3 Punkte, womit ebenfalls der vorläufig gemeldete Wert von 45,9 Punkten überschritten wurde.
  • Die Erwerbstätigkeit in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2019 waren rund 45,3 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Berechnungen am Morgen mitteilte. Damit wurde im Jahr 2019 die höchste Erwerbstätigenzahl seit der Wiedervereinigung im Jahr 1991 erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr legte die Erwerbstätigkeit 2019 um 0,9 Prozent zu, nach einem Plus von 1,4 Prozent im Jahr 2018. Eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte überwogen 2019 die Effekte des demografischen Wandels, so das Statistische Bundesamt.
  • Die Aussichten für die chinesische Industrie haben sich im Dezember leicht eingetrübt. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für den verarbeitenden Sektor sank von 51,8 Punkten im Vormonat auf 51,5 Zähler. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für die Industrie blieb im Dezember unverändert bei 50,2 Punkten.
  • Die chinesische Notenbank People's Bank of China (PBoC) hat ihre Geldpolitik zu Beginn des neuen Jahres gelockert. Die PBoC kündigte am Mittwich an, die Mindestreserveanforderungen der Banken per kommenden Montag um einen halben Prozentpunkt zu senken. Für die meisten großen Banken gilt damit künftig eine Mindestkapitalanforderung von 12,5 Prozent, für kleiner Banken von 10,5 Prozent. Durch die Maßnahme dürfte dem Markt zusätzliche Liquidität im Umfang von gut 100 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden.
  • Ein erstes Teil-Handelsabkommen der USA mit China soll am 15. Januar in Washington unterzeichnet werden. China werde ranghohe Vertreter schicken, teilte US-Präsident Trump auf Twitter mit. Ein noch auszuhandelndes zweites Abkommen werde dann zu einem späteren Zeitpunkt in Peking in Kraft gesetzt.
  • Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un geht wieder auf Konfrontationskurs. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA hat Kim eine „neue strategische Waffe“ angekündigt. Zudem fühle Nordkorea sich nicht mehr an das Moratorium für Tests von Raketen und Atomwaffen gebunden. Die USA reagierten enttäuscht auf die neuen Drohungen.

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