Cloud Computing war in den vergangenen Jahren der wichtigste Trend in der IT-Branche und daran dürfte sich auf absehbare Zeit auch nichts ändern. Daten, Programme und Rechenleistung werden zunehmend nicht mehr auf dem eigenen Rechner bereitgestellt, sondern von einer Server-Infrastruktur über das Internet.

Cloud-Unternehmen können in der Regel auch an der Börse überzeugen. Schließlich verfügen viele dieser Unternehmen über ein leicht zu skalierendes Geschäftsmodell und überzeugen durch hohe Wachstumsraten. Dass viele der gehypten Unternehmen aktuell noch keine Gewinne erwirtschaften, fällt dabei eher weniger ins Gewicht. Die Aktien dieser Unternehmen sind eher eine Wette darauf, dass die Unternehmen in der näheren oder ferneren Zukunft sehr profitabel sein können, wenn sich das Wachstum noch einige Zeit fortsetzt.

Auch Anleger, die über keine technische Expertise im IT-Bereich verfügen, können inzwischen in den Themenbereich Cloud Computing investieren. In Deutschland gibt es mit dem WisdomTree Cloud Computing UCITS ETF (WKN: A2PQVE) und dem HANetf HAN-GINS Cloud Technology UCITS ETF (WKN: A2JR0H) inzwischen zwei börsengehandelte Indexfonds (ETF), mit denen Anleger in einen breit gestreuten Korb an Cloud-Unternehmen investieren können.

Der WisdomTree-ETF verfügte dabei im vergangenen halben Jahr nicht nur über eine bessere Performance, sondern überzeugt auch durch niedrigere Gebühren (TER von 0,40 Prozent gegenüber 0,59 Prozent) und ein größeres Volumen (ca. 205 Millionen Euro ggü. 28 Millionen Euro).

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Cloud-Computing-ETFs

In den WisdomTree-ETF werden nur Aktien von Unternehmen aufgenommen, die ihre Umsätze hauptsächlich im Bereich Cloud Computing erzielen. Zudem müssen weitere Bedingungen erfüllt werden, so muss etwa vor der Aufnahme in den dem ETF zugrundeliegenden Index in den letzten beiden Jahren ein Umsatzwachstum von jeweils mindestens 15 Prozent erzielt worden sein. Unternehmen, die sich im Index bzw. ETF befinden, müssen in mindestens einem der beiden letzten Geschäftsjahre ein Umsatzwachstum von mindestens sieben Prozent erreicht haben. Aufgenommen werden nur Unternehmen, die an einer US-Börse gelistet sind und eine Mindestkapitalisierung von mindestens 500 Millionen Dollar haben.

Die einzelnen Komponenten werden im Index und ETF nicht nach Marktkapitalisierung, sondern (annähernd) gleich gewichtet. Dadurch wird der zu starke Einfluss eines Einzelwerts auf den Index bzw. ETF verhindert. Wirklich gleich gewichtet sind die Komponenten nur zum Termin des jeweiligen Rebalancings. Dazwischen können sich die Gewichte durch die unterschiedliche Performance der einzelnen Komponenten verschieben. Die fünf größten Positionen im ETF waren zuletzt die Aktien von Zoom Video (2,75 Prozent), Salesforce.com (2,27 Prozent), Anaplan (2,27 Prozent), Crowdstrike Holdings (2,21 Prozent) und Zendesk (2,11 Prozent).

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Cloud-Computing-Branche auch in Zukunft starkes Wachstum verzeichnen wird und davon auch Anleger profitieren können, dürfte recht hoch sein. Allerdings eignen sich die in diesem Artikel vorgestellten ETFs wegen der Fokussierung auf eine einzelne Branche bestenfalls als Depotbeimischung. Das gilt insbesondere auch deshalb, weil die Cloud-Branche noch relativ jung ist und es in den kommenden Jahren auch zu einer größeren Konsolidierung kommen könnte, die viele eher kleinere Unternehmen vielleicht nicht überleben werden.


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