Berlin (Godmode-Trader.de) - Vor dem Hintergrund des Klimaschutzes forciert die Bundesregierung den Emissionshandel. Einem Gesetzentwurf zur neuen CO2-Bepreisung zufolge sollen nun mehr als 4.000 Unternehmen in Deutschland verpflichtet werden, Verschmutzungsrechte zu kaufen. Ziel des Gesetzes ist es, Heiz- und Brennstoffe aus Erdöl, Kohle und Erdgas teurer zu machen - dem Klimaschutz zuliebe. Der Referentenentwurf des Bundesumweltministeriums liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Wer Sprit, Heizöl und Erdgas in Verkehr bringt, muss für die daraus entstehenden CO2-Emissionen demnach Zertifikate erwerben, die Kosten tragen letztlich die Verbraucher.

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Die Unternehmen sollen dem Entwurf zufolge künftig ermitteln, wie viele Treibhausgase durch die von ihnen in einem Jahr in Verkehr gebrachten Brennstoffe entstanden sind, und dies bis 31. Juli des darauffolgenden Jahres mitteilen. Bis 31. August müssten die Unternehmen demnach dann entsprechende Zertifikate vorlegen. 2021 kostet sie das 10 Euro pro Tonne, der Preis steigt bis 2025 auf 35 Euro. Ab 2026 sollen Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen, aber zunächst mit einer Obergrenze bei 60 Euro.

Vom Sechs-Monatstief vorletzte Woche hat der Preis für CO2 European Emission Allowances fast 15 Prozent auf 25,64 Euro/Tonne zugelegt und der Preisrücksetzer wurde damit wieder wettgemacht. Spekulanten, die auf einen Ausverkauf gesetzt hatten, haben sich wohl wieder eingedeckt.