Minneapolis (GodmodeTrader.de) - Zwar haben der globale Handelskonflikt, schwache Schwellenländerwährungen, systemische Risiken bei europäischen Banken und nicht zuletzt die Krise in der Türkei den Märkten zugesetzt. Doch der Ausblick für das globale makroökonomische Umfeld bleibt positiv – mit ordentlichem Wachstum und nur geringfügig steigenden Inflationsraten in den meisten Regionen, wie Portfoliomanagerin Maya Bhandari in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.

Angesichts dessen hat Bhandari im Threadneedle (Lux) Global Multi-Asset Income Fonds nach den jüngsten Rücksetzern ausgewählte Papiere zu günstigeren Bewertungen zugekauft. „Zum Beispiel haben wir im Zuge der Ansteckungseffekte von der Türkei auf besser unterstützte Schwellenländer im August unsere Positionen in südafrikanischen Lokalwährung-Staatsanleihen und in mexikanischen Hartwährungs-Staatspapieren ausgebaut. Denn die Renditen waren auf die Niveaus zurückgekehrt, zu denen wir die Positionen eingegangen waren“, kommentiert Bhandari.

Der Aktienanteil im Portfolio des Threadneedle (Lux) Global Multi-Asset Income Fonds bewegt sich mit 55 Prozent nach wie vor am oberen Ende der üblichen Bandbreite von 40 bis 60 Prozent. „Das reflationäre Umfeld unterstützt starke Unternehmensgewinne. Und wir denken nicht, dass die Aktienbewertungen zu ambitioniert sind. Denn die Gewinne und Gewinnerwartungen haben mit ihnen Schritt gehalten.“

Zurückhaltender ist Bhandari mit Blick auf Anleihen. Vor allem langlaufende Papiere schienen anfällig, weil der 35-jährige Bullenmarkt auf sein Ende zulaufe und die Zentralbanken das Ende einer zehnjährigen Phase ultralockerer Geldpolitik einläuteten. Während die Multi-Asset-Portfoliomanagerin in Bezug auf entsprechende Anleihen defensiv aufgestellt ist, sieht sie Chancen bei Unternehmensanleihen und europäischen Hochzinspapieren. „Der breitere europäische Hochzinsmarkt ist von relativ guter Qualität, mit geringer Duration und einer Zentralbank, die eine lockere Gangart fährt – Eigenschaften, die wir im aktuellen Umfeld mögen. Wir denken, dass die Renditen uns gut für die niedrigen Ausfallrisiken entschädigen.“

Zudem lägen die Risikoaufschläge erstmals seit 2013 über denen von US-Hochzinsanleihen – obwohl der Zyklus in den USA weiter fortgeschritten sei, die Ausfallräten dort stiegen und die Zentralbank eine straffere Politik verfolge. „In Anbetracht dessen haben wir uns zuletzt aus US-Hochzinspapiere zurückgezogen“, erklärt Bhandari. „Stattdessen haben wir unsere Positionen in europäischen Hochzinsanleihen ausgebaut – auf nunmehr 35 Prozent.“