• Pfandbriefbank erhöht Prognose
  • Außenseiter rückt an Tesla-Spitze vor
  • Qualcomm rutscht in die roten Zahlen
  • USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken leicht
  • EU-Kommission erwartet schwächeres Wachstum
  • USA: Trump entlässt Justizminister
  • Destatis: Gegenwind für Deutschlands Exporteure
  • SNB: Franken weiterhin "hoch bewertet“
  • Siemens verzeichnet Gewinneinbruch
  • Deutsche Telekom hebt Jahresziele an
  • Commerzbank schlägt sich besser als gedacht
  • Continental stellt Umsatzprognose auf den Prüfstand
  • ProSiebenSat.1 senkt Umsatzprognose für 2018
  • Heideldruck profitiert vom neuen Abo-Modell
  • Rheinmetall muss seine Umsatzziele kappen

DAX

  • Die Anleger am deutschen Aktienmarkt lassen wieder Vorsicht walten. Die anfänglichen Gewinne lösten sich im Handelsverlauf angesichts einer wieder schwächeren Wall Street in Luft auf. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Minus von 0,45 Prozent bei 11.527,32 Punkten. Die US-Zwischenwahlen - potenziell ein Risikofaktor für die Wall Street - sind zwar vorüber. Nun steht mit den Aussagen der Fed am Abend zur weiteren Geldpolitik in den USA aber schon das nächste Risiko vor der Tür. Mit einer erneuten Zinserhöhung wird aber erst im Dezember dieses Jahres gerechnet. Die Geschäftsberichte zahlreicher DAX-Konzerne werden am Markt unterschiedlich aufgenommen.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Die deutsche Autoindustrie will nach heftiger Kritik am ersten Diesel-Pakt mit der Bundesregierung ihre Angebote für Besitzer älterer Diesel-Fahrzeuge ausweiten. Dazu können auch Hardware-Nachrüstungen an Motoren und Abgaseinrichtungen gehören. Dies vereinbarten die Autobauer am Donnerstag in einem Spitzengespräch mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Umtauschaktionen sollen weiter im Vordergrund stehen. Werden diese allerdings in besonders betroffenen Städten nicht genutzt, finanzieren die Autobauer Daimler und VW künftig auch Nachrüstungen für bis zu 3.000 Euro. BMW lehnt Hardware-Nachrüstungen weiter ab, will aber Dieselbesitzer nach Auslaufen der Umtauschprämien mit der gleichen Summe von 3.000 Euro unterstützen.
  • Der Stahlkonzern ThyssenKrupp nimmt wegen laufender Ermittlungsverfahren des Bundeskartellamts zu mutmaßlichen Kartellabsprachen in der Vergangenheit Rückstellungen vor und erwartet daraus eine Ergebnisbelastung. Der Konzern rechnet im Gesamtjahr nun mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) von 1,6 Milliarden Euro und einen Jahresüberschuss von 0,1 Milliarden Euro, wie am Donnerstagabend mitgeteilt wurde.
  • Die Deutsche Pfandbriefbank (PBB) hebt ihre Ergebnisprognose für das Gesamtjahr an und rechnet beim Vorsteuerergebnis nun mit 205 bis 215 Millionen Euro, nachdem zuvor nur ein Betrag von 175 bis 195 Millionen Euro in Aussicht gestellt wurde. Im dritten Quartal 2018 erzielte die Pfandbriefbank ein Vorsteuerergebnis von 49 Millionen Euro, nach 51 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte.
  • In einem Patentstreit zwischen Apple und dem Chipkonzern Qualcomm hat der vom Landgericht München bestellte Sachverständige Zweifel an Argumenten von Apple angemeldet. Der Experte Stefan van Waasen vom Forschungszentrum Jülich sagte, wie bestimmte Stromsparfunktionen in Smartphones ohne das Qualcomm-Patent funktionieren sollten, sei für ihn nicht nachvollziehbar. Qualcomm strebt ein Verkaufsverbot für Apple-Geräte in Deutschland an.
  • Der US-Chipkonzern Qualcomm ist durch eine Milliardenzahlung nach dem Scheitern der Übernahme des Konkurrenten NXP mit 500 Mio. Dollar in die roten Zahlen gerutscht. Der Umsatz gab um 2 Prozent auf 5,8 Mrd. Dollar nach. Auch der noch nicht beigelegte Patentstreit mit Apple lastet auf Qualcomm. Das Unternehmen hat seit Mitte 2017 keine Lizenzzahlungen mehr von Apple erhalten.
  • Elon Musk muss den Posten des Verwaltungsratsvorsitzenden von Tesla für die nächsten drei Jahre abgeben. Das entschied die Börsenaufsicht SEC. Nun hat der Konzern die Position mit Robyn Denholm neu besetzt. Der 55-jährige ist seit 2014 Mitglied des Verwaltungsrates.
  • Der Rücktritt von US-Justizminister Jeff Sessions gab Marihuana-Aktien Auftrieb. Sessions gilt als Kritiker der voranschreitenden Legalisierung von Cannabis und wurde an der Börse als entscheidendes Risiko für die Marihuana-Industrie in Nordamerika gehandelt. So legen die Aktien des Branchenschwergewichts Tilray legen deutlich zu.
  • Samsung Electronics will im Laufe des kommenden Jahres ein Smartphone mit faltbarem Bildschirm auf den Markt bringen. Das Unternehmen zeigte bei der Entwicklerkonferenz einen Prototypen. Die Produktion der dafür nötigen Displays soll in den kommenden Monaten anlaufen, hieß es.
  • Der Zahlungsdienstleister Worldpay hat Quartalszahlen und einen Gewinnausblick auf das Schlussquartal des Jahres veröffentlicht. Mit Letzterem blieb Woldpay etwas hinter den Erwartungen zurück.
  • Der kanadische Flugzeug- und Zughersteller Bombardier will in den kommenden 12 bis 18 Monaten weltweit weitere 5.000 Jobs streichen. Außerdem verabschieden sich die Kanadier von ihren als "Dash 8" oder "Q-Serie" bekannten Turboprop-Flugzeugen. Auch die Regionaljets der CRJ-Reihe stehen zur Disposition.
  • Die Commerzbank hat in den ersten neun Monaten ihren Wachstumskurs fortgesetzt und ihre um Sondereffekte bereinigten Erträge gesteigert. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden hat sie im dritten Quartal in Deutschland netto rund 117.000 neue Kunden gewonnen. Im Zeitraum Juli bis Ende September brach das operative Ergebnis um fast die Hälfte auf 331 Mio. Euro ein. Im dritten Quartal 2017 hatte die Bank allerdings rund eine halbe Milliarde Sondererträge, unter anderem aus dem Verkauf von Immobilien, verbucht. Unter dem Strich stand im vergangenen Quartal ein Gewinn von 331 (Vorjahr: 623) Mio. Euro. Die bereinigten Erträge wuchsen min dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 9 Prozent auf 2,175 Mrd. Euro. Mit den Ergebnissen schnitt die Commerzbank etwas besser ab, als Experten erwartet hatten. Für 2018 soll eine Dividende von 20 Cent je Aktie ausgeschüttet werden.
  • Der Industriekonzern Siemens hat in seinem Schlussquartal des Geschäftsjahres 2017/18 (per Ende September) wegen hoher Sonderkosten einen schweren Gewinnrückgang verzeichnet. Das Ergebnis nach Steuern sank von 1,2 Mrd. auf 681 Mio. Euro. Die Ausgaben für den Personalabbau in der schwächenden Kraftwerks- sowie in der Antriebssparte bezifferte der Konzern auf 301 Mio. Euro. Das Neugeschäft stagnierte bei 23,7 Mrd. Euro, bereinigt um Wechselkurseffekte wäre es um 5 Prozent gewachsen. Der Umsatz legte um 2 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro zu. Im Gesamtjahr erreichte der Konzern seine Ziele. Das Unternehmen will seinen Aktionären mit 3,80 Euro je Aktie eine um 0,10 Euro höhere Dividende zahlen. Zudem kündigte der Konzern ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 3 Mrd. Euro bis 2021 an.
  • Die Deutsche Telekom erhöht dank Rückenwind aus den USA die Jahresziele. Der Konzern rechnet beim operativen Ergebnis im Gesamtjahr nun 200 Mio. Euro mehr als bisher. Die US-Mobilfunktochter T-Mobile US hatte zuvor die eigene Prognose bereits angehoben. „Es geht in allen Bereichen des Konzerns bergauf", sagte Telekom-Chef Tim Höttges. Auch in Deutschland, Europa und bei T-Systems verdiente das Unternehmen besser als ein Jahr zuvor. Der Umsatz legte im dritten Quartal konzernweit um 4,7 Prozent auf 19,1 Mrd. Euro zu, das operative Ergebnis stieg um 8,5 Prozent auf 6,21 Mrd. Euro. Der Nettogewinn von 1,11 Mrd. Euro konnte verdoppelt werden.
  • Der Elektronikkonzern Continental stellt die derzeitige Umsatzprognose für das Gesamtjahr von 44,5 Mrd. Euro wegen der Probleme Automobilbereich unter Vorbehalt. Im abgelaufenen dritten Quartal sorgte die schwächelnde Autoproduktion für einen Gewinnrückgang von gut 14 Prozent auf 626,1 Mio., Euro. Der Umsatz war wie bereits bekannt um 0,9 Prozent auf 10,8 Mrd. Euro gestiegen. „Seit knapp zehn Jahren haben wir im abgelaufenen Quartal zum ersten Mal einen substanziellen Rückgang der weltweiten Fahrzeugproduktion gesehen", sagte Finanzchef Wolfgang Schäfer. Auch für das vierte Quartal rechnet Conti mit einem Rückgang der Autoproduktion. Continental möchte sich alle Möglichkeiten einer Eigenproduktion von Batteriezellen offenhalten. „Wir schauen uns das an", sagte Finanzvorstand Schäfer am Donnerstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters.
  • Die Zahlen des dritten Quartals beim Baustoffkonzern HeidelbergCement fielen besser aus, als Experten erwartet hatten. Der Umsatz legte um sieben Prozent auf 4,9 Mrd. Euro zu. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging um zwei Prozent auf 1,04 Mrd. Euro zurück. Hier belasteten vor allem höhere Energiekosten und Unwetter in den USA.
  • Der Solartechnikkonzern SMA hat in den ersten neuen Monaten trotz gestiegenem Absatz aufgrund des Preisdrucks schwächer abgeschnitten. Bei einem Umsatzrückgang um 2,9 Prozent auf 575,1 Millionen Euro sank das Ebitda auf 50,5 (55,3) Millionen Euro. Die bereits jüngst gekappte Prognose fürs Gesamtjahr bestätigte der Konzern.
  • Der Fernsehkonzern RTL Group hat im dritten Quartal seinen Umsatz um 3,6 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro erhöht - vor allem dank guter Geschäfte der Produktionstochter Fremantle und der Digitalaktivitäten. Rückläufige Werbeumsätze bei der deutschen Fernsehtochter sorgten allerdings dafür, dass das Ebitda um 3,4 Prozent auf 254 Mio. Euro zurückging.
  • ProSiebenSat.1 hat seine Prognose für den Umsatz gesenkt. Der Medienkonzern geht für das Jahr 2018 nun von einem Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich auf rund 4 Mrd. Euro aus (2017: 4,1 Mrd. Euro). Grund seien die Entkonsolidierungen des Video-on-Demand-Portals Maxdome, des Online-Fitness-Anbieters 7NXT und des Reiseveranstalters Tropo. Auf bereinigter Basis sollen die Erlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen. Der TV-Sender plant eine geringere Dividende. Für das Geschäftsjahr 2018 sollen nur 50 Prozent des bereinigten Konzernjahresüberschusses als Dividende ausgeschüttet werden, zuvor waren 80 bis 90 Prozent angepeilt gewesen. Die damit freiwerdenden Mittel sollen für Investitionen verwendet werden.
  • Die italienische Bank UniCredit verfehlte im dritten Quartal nach Abschreibungen in Höhe von 850 Mio. Euro auf ihre Beteiligung an der türkischen Bank Yapi Kredi die Gewinnziele. Der Nettogewinn lag bei lediglich 29 Mio. Euro, während Analysten mit 907 Mio. Euro gerechnet hatten. Um alle Sondereffekte bereinigt stieg der Periodenüberschuss von 835 Mio. auf 875 Mio. Euro.
  • Der Rückversicherer Hannover Rück möchte im Jahr 2019 einen Gewinn von 1,1 Mrd. Euro erzielen. Die diesjährige Dividende soll auf dem Vorjahresniveau liegen und im Geschäftsjahr 2019 könnte es eine Sonderdividende geben. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Im laufenden Jahr soll der Überschuss wie geplant auf über eine Milliarde Euro wachsen, stellte Vorstandschef Ulrich Wallin bei der Vorlage der Zwischenbilanz klar.
  • Der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall muss seine Umsatzziele kappen. In der Rüstung fehlten weiter Exportgenehmigungen und bei der Autozulieferung belaste die Umstellung auf neue Abgas- und Verbrauchsprüfstandards, teilte der Konzern mit. Die Düsseldorfer halten nun ein Umsatzwachstum von 5 Prozent für realistisch, nach zuvor 8 Prozent. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 3,3 Prozent auf 1,41 Mrd. Euro.
  • Der Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck profitiert von der Einführung von Abo-Modellen (Service, Software und Verbrauchsmaterialien). Im ersten Geschäftshalbjahr bis Ende September sei der Auftragseingang daher insgesamt um 6 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro gestiegen. Der Umsatz erhöhte sich in ähnlichem Ausmaß auf 1,11 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) lag unter Herausrechnung von Restrukturierungskosten mit 62 Mio. Euro knapp über dem Niveau des Vorjahres. An seinen Jahresprognosen hält das Unternehmen weiter fest.
  • Die Werftensparte von Thyssenkrupp hat den Zuschlag für den Bau zweier Fregatten erhalten. Der französische Anbieter Naval zog dabei überraschend den Kürzeren. Aktuelle Gerüchte, wonach die Finanzierung des Auftrags unsicher sei, könnten den Deal laut „Handelsblatt" nun doch torpedieren.

Konjunktur & Politik

  • Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und die deutschen Autohersteller haben in Verhandlungen zu Hardware-Nachrüstungen älterer Diesel-Autos offenbar auf einen Kompromiss geeinigt. Nach einem Spitzentreffen mit Spitzenmanagern der Branche in Berlin sagten die Hersteller laut Scheuer zu, Besitzer älterer Dieselautos mit zusätzlich bis zu 3.000 Euro pro Fahrzeug zu unterstützen. Dies gelte für die 15 Städte in Deutschland, in denen Schadstoff-Grenzwerte besonders stark überschritten werden.
  • Ratsmitglied Ewald Nowotny bleibt der Europäischen Zentralbank (EZB) auch nach seinem Abschied von der Spitze von Österreichs Notenbank im Sommer 2019 erhalten. Der 74-jährige wurde zum Hauptverantwortlichen für die interne Revision der EZB bestimmt. Das zuständige Kontrollgremium wählte Nowotny mit sofortiger Wirkung für drei Jahre zum Vorsitzenden, wie die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Donnerstag mitteilte.
  • Köln muss wegen starker Luftverschmutzung im kommenden Jahr ältere Autos aus dem Großteil ihres Stadtgebiets verbannen. In Bonn sind zwei zentrale Hauptverkehrsstraßen betroffen. Das Kölner Verwaltungsgericht entschied, dass die Stadt ab April 2019 Dieselautos der Abgasklasse 4 oder schlechter sowie Benziner der Klassen 1 oder 2 aus der Innenstadt und anderen Stadtteilen ausschließen muss. Ab September sind auch Fahrer von Euro-5-Dieseln betroffen. In Bonn fallen die vom Gericht verfügten Maßnahmen weniger hart aus. Das Land Nordrhein-Westfalen will gegen die drohenden Fahrverbote in Köln und Bonn Rechtsmittel einlegen. Man werde in Berufung gegen das Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts gehen, sagte die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken.
  • In den USA sind in der Woche zum 3. November 214.000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt worden. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl um 1.000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 210.000 vorhergesagt.
  • Der CNN-Chef-Korrespondent Jim Acosta darf vorerst nicht mehr ins Weiße Haus, nachdem Präsident Donald Trump sich mit ihm auf einer Pressekonferenz am Mittwoch heftig angelegt hatte. Das Präsidialamt entzog dem TV-Reporter bis auf weiteres die Akkreditierung.
  • Die EU-Kommission rechnet mit einem etwas schwächeren Wirtschaftswachstum in Europa als zuletzt angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr in der Eurozone um 1,9 Prozent zunehmen, teilte die Behörde mit. Im Sommer war sie noch von 2,0 Prozent ausgegangen. EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis erklärte: „Unsicherheiten und Risiken, innerhalb Europas und außerhalb, nehmen allerdings zu und wirken sich negativ auf die Wirtschaftstätigkeit aus."
  • Chinas Exporte sind trotz der US-Strafzölle auf zahlreiche Waren im Oktober deutlich gestiegen. Die Ausfuhren nahmen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,6 Prozent zu. Im Vormonat war es ein Plus von 14,5 Prozent. Die Importe wuchsen sogar noch stärker um 21,4 Prozent (September: 14,3 Prozent). Der Außenhandelsüberschuss in den Geschäften mit den USA ging im Oktober gleichzeitig zurück.
  • Die spanische Industrie hat ihre Produktion im September nach Angaben des Statistikamts INE um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat verringert. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang um 0,5 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Produktion um 0,1 Prozent.
  • US-Präsident Donald Trump hat Justizminister Jeff Sessions entlassen. In einem Schreiben von Sessions an Trump hieß es, er habe seinen Rücktritt auf Aufforderung des Präsidenten eingereicht. Trump twitterte, dass zunächst Sessions‘ Stabschef Whitaker die Amtsgeschäfte übernehme. Ein Nachfolger werde später nominiert. Trump hatte Sessions mehrere Male scharf kritisiert, da dieser sich von den Ermittlungen über die mögliche russische Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl zurückgezogen hatte. Demokraten und führende Republikaner haben Trump derweil vor einer Einmischung auf die Russland-Ermittlungen gewarnt: Niemand steht über dem Gesetz", sagte der demokratische Senator Mark Warner. Jeder Versuch einer Einmischung wäre ein grober Machtmissbrauch des Präsidenten.
  • US-Präsident Donald Trump hat sich am Tag nach der US-Zwischenwahl mit gleich mehreren Journalisten persönlich angelegt. Trump attackierte bei einer Pressekonferenz vor allem den CNN-Korrespondenten Jim Acosta, den er als "unverschämte, fürchterliche Person" und "Feind des Volkes" beschimpfte.
  • Die deutsche Exportwirtschaft spürt das rauere Klima. Im September wurden von Deutschland Waren im Wert von 109,1 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 90,7 Mrd. Euro importiert. Damit waren die deutschen Exporte um 1,2 Prozent niedriger und die Importe um 5,3 Prozent höher als im gleichen Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte im September gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent ab, die Importe sanken um 0,4 Prozent. Die Handelsbilanz, die Aus- und Einfuhren gegenüberstellt, wies einen Überschuss von 18,4 Mrd. Euro auf.
  • Nach Einschätzung von SNB-Präsident Thomas Jordan ist der Franken weiterhin "hoch bewertet“. Die Inflation bleibe gering und die Lage am Devisenmarkt fragil, sagte Jordan bei einem Treffen mit der Schweizer Regierung. Daher wolle die Nationalbank auch nicht von ihren Negativzinsen von minus 0,75 Prozent und der Bereitschaft zu Interventionen am Devisenmarkt zur Schwächung des Frankens abrücken. Zudem habe die Regierung mit dem Notenbank-Präsidenten über die Anlagepolitik der SNB diskutiert.
  • Der Italiener Andrea Enria soll neuer Chef der EZB-Bankenaufsicht werden. Der EZB-Rat nominierte Enria als Leiter des Single Supervisory Mechanism (SSM), der als Teil der EZB die direkte Aufsicht über die 119 grössten Banken des Euroraums ausübt. Die Amtszeit der bisherigen SSM-Chefin Daniele Nouy endet im Dezember.

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