Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Commerzbank-Aktie hat sich in den letzten Wochen deutlich schlechter als der europäische Bankensektor entwickelt. Angesichts der hohen Abhängigkeit vom Zinsüberschuss von rund 50 Prozent der Gesamterträge) führe er dies vor allem auf den Rückgang der langfristigen Kapitalmarktzinsen (bspw. Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen drei Monate: -59 %) zurück, schrieb Analyst Markus Rießelmann in einer Studie von Dienstag. Die zwischenzeitlich verstärkten Spekulationen über eine Fusion mit der Deutschen Bank im Dezember hätten nur kurzfristig gewirkt.

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    Phasen, in denen die langfristigen Kapitalmarktzinsen wie in den vergangenen Tagen deutlich anzogen (Rendite Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen seit 02.01.: +34 %; Commerzbank-Aktie: +7 %), habe es auch in 2018 gegeben. Allerdings deute seines Erachtens angesichts der bestehenden Unsicherheiten wie dem Brexit, der wirtschaftlichen Situation in Europa und trotz des Auslaufens des QE-Programms der EZB derzeit nichts auf einen für die Commerzbank nötigen langsamen und stetigen Anstieg der langfristigen Kapitalmarktzinsen, insbesondere der deutschen Bundesanleihen, hin, betont Rießelmann.

    Die Spekulationen über eine Übernahme der Commerzbank durch die Deutsche Bank oder eine andere europäische Bank dürften auch in 2019 anhalten und der Commerzbank-Aktie immer wieder kurzfristig Auftrieb verleihen. Allerdings halte er einen Zusammenschluss aufgrund der Tatsache, dass sich die in Frage kommenden Banken derzeit zumeist noch inmitten von Restrukturierungen befinden, bis auf Weiteres für unwahrscheinlich.

    Commerzbank AG