Peking (Godmode-Trader.de) - Am Vorabend einer der größten Massenbewegungen von Menschen auf dieser Welt ist eine neue Herausforderung für die Führung in Peking aufgekommen. Ein Atemwegsvirus, der in der Stadt Wuhan im Zentrum Chinas offenbar seinen Ursprung hatte, hat sich innerhalb des Landes und nun sogar in Übersee ausgebreitet. Die Weltgesundheitsorganisation WHO erwägt, einen internationalen Notstand auszurufen.

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Das alles erinnert an die Sars-Epidemie. Im Jahr 2003 kam es zu einer weltweiten Panik, die den Flugverkehr lähmte und fast 800 Menschen das Leben kostete. Seitdem gab es immer wieder Besorgnis über die Gefahren anderer Krankheiten, ausgelöst von Viren, die von Tier zu Mensch wandern können.

Vor 17 Jahren stand das Krisenmanagement Pekings massiv in der Kritik. Die politische Führung reagierte vor Ort nur verzögert und nicht ausreichend stringent, informierte die Welt erst spät und rückte immer nur mit Teilwahrheiten heraus.

Aktuell reagiert Peking schneller. Aber die Kommunistische Partei filtert die Informationen für die Öffentlichkeit noch immer sorgfältig. Das hat dazu geführt, dass chinesische Bürger sich über die sozialen Medien beschweren und mehr Transparenz fordern.

Hunderte von Millionen Chinesen stehen kurz vor Reiseantritt. Er beginnen die Feiertage zum chinesischen Neujahrsfest. Das Virus ist sprichwörtlich virulent, die Gefahr ist sehr groß, dass es sich rasend schnell verbreitet. Für Peking bedeutet sich nach der Teilbefriedung an der Handelsfront mit den USA eine neue Herausforderung. Dass die Wirtschaft Schaden davon trägt, ist wahrscheinlich. Auch 2003 war das so. Die Frage ist nur, wie zügig dieses Mal die Gefahr gebannt bzw. reduziert werden kann.