Die jüngsten Cyberangriffe auf EasyJet und Honda haben gezeigt, wie sich diese konkret auf unseren Lebens- und Arbeitsalltag auswirken können. Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass Unternehmen, Regierungen und Privatpersonen die Gefahren ernst nehmen und ihre Ausgaben für Internetsicherheit erhöhen. Philipp von Königsmarck, Head of Wholesale bei Legal und General Investment Management (LGIM) für Deutschland und Österreich, beschreibt die Gefahren, die von Cyberangriffen ausgehen und die damit einhergehenden Potenziale für Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen für Internetsicherheit anbieten:

„Das Forschungsunternehmen Cybersecurity Ventures kalkuliert, dass sich die Gesamtausgaben für Cybersicherheit jährlich um 12-15 Prozent erhöhen und in den nächsten fünf Jahren eine Billion US-Dollar übersteigen könnten.

Wichtig dabei zu wissen ist, dass die unterschiedlichsten Bereiche von Cyberangriffen betroffen sind: Gemäß einem aktuellen Bericht des Research-Unternehmens Nasdaq betrafen im Februar 2020 nur 40 Prozent aller Angriffe schadhafte Software, 21 Prozent richteten sich auf den Missbrauch von gestohlenen Kontoinformationen und der Rest setzte sich aus verschiedene Bedrohungen zusammen.

Was einerseits eine steigende Bedrohung für unsere Gesellschaft ist, bietet andererseits Anlegern einen wachsenden Markt an Unternehmen, die Dienstleistungen und Produkte entwickeln, um beispielsweise Computer-Netzwerke, Zahlungsverfahren, Mobiltelefone und die Cloud sicherer zu machen. Zu den größten Wachstumstreibern in der Cybersicherheitsbranche gehören mittelfristig Cloud-basierte Dienstleister und die Einführung von 5G:

  • Cloud-Dienstleister profitieren typischerweise davon, dass Unternehmen in oder nach einem wirtschaftlichen Abschwung Kosten senken und Dienstleistungen auslagern.
  • Mit der Einführung eines leistungsstarken 5G-Mobilfunknetzes werden mehr Geräte, Fahrzeuge und Netzwerke in Echtzeit miteinander verbunden als je zuvor. Eine vollkommen neue Infrastruktur wird entstehen, die vor Cyberangriffen mehr denn je geschützt werden muss.

Langfristig gesehen sind es die folgenden Faktoren, die für Wachstum im Bereich Netzsicherheit führen werden: Zum einen wird ein steigender Teil unseres Lebens und unserer Arbeit online stattfinden – durch die Coronakrise wurde dieser Trend bereits gezwungenermaßen beschleunigt. Zum anderen müssen Unternehmen und Organisationen immer höhere gesetzliche Anforderungen zum Kundendatenschutz erfüllen.

Dieses Potenzial sehen auch institutionelle Investoren: Seit 2010 haben Venture-Capital-Firmen mehr als 37 Milliarden Dollar in Cybersicherheitsunternehmen investiert (Quelle: Nasdaq Mai 2020).“

Zum L&G Cyber Security UCITS ETF

Wenn Anleger von diesem Wachstumsmarkt profitieren möchten, können sie in den L&G Cyber Security UCITS ETF (ISIN: IE00BYPLS672) investieren. Er war der erste ETF seiner Art als er 2015 aufgelegt wurde und bildet physisch den ISE Cyber Security® UCITS Index Net Total Return nach, der ausschließlich Unternehmen der Internet-Sicherheitsbranche umfasst. Der ETF umfasst derzeit 51 Unternehmen mit einer durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstumsrate von 10-15 Prozent. Die Zusammensetzung wird vierteljährlich überprüft und aufgrund der schnellen Marktveränderungen angepasst. Der ETF übertraf den MSCI World Index seit Anfang dieses Jahres um 19,83 Prozent (Stand 30. Juni 2020, in EUR-Zahlen).