• Daimler AG - Kürzel: DAI - ISIN: DE0007100000
    Börse: XETRA / Kursstand: 51,130 €

Hannover (Godmode-Trader.de) - Nachdem Daimler am Freitag eine Gewinnwarnung veröffentlichte, fielen Absatz, Umsatz, EBIT und EBIT-Margen des Daimler-Konzerns bzw. der einzelnen Konzern-Segmente nach 9 Monaten 2018 wie folgt aus:

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Im dritten Quartal rutschte der auf die Aktionäre entfallende Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro ab. Der Umsatz sank leicht auf 40,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 40,7 Mrd. Euro). Die viel beachtete operative Marge im Autogeschäft, die den Anteil vom operativen Gewinn am Umsatz anzeigt, sackte von 9 Prozent vor einem Jahr auf nun 6,3 Prozent ab und steht damit weit entfernt von der Zielmarke 10 Prozent, die Daimler im Schnitt anstrebt. Nach neun Monaten steht die Marge bei 7,9 Prozent.

Schon am vergangenen Freitag hatte Daimler vorläufige Zahlen vorgelegt und zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Gewinnprognose zurückgenommen. 2018 soll der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) nun "deutlich" unter dem Wert des Vorjahres in Höhe von 14,3 Milliarden Euro liegen. Das bedeutet bei Daimler einen Rückgang um mehr als 10 Prozent. Im dritten Quartal war das operative Ergebnis um mehr als ein Viertel auf 2,5 Mrd. Euro eingebrochen.

Für die einzelnen Geschäftsfelder strebt die Unternehmensführung folgende EBIT- Ziele an: Mercedes-Benz Cars: deutlich unter Vorjahresniveau, Daimler Trucks: deutlich über Vorjahresniveau, Mercedes-Benz Vans: deutlich unter Vorjahresniveau, Daimler Buses: deutlich unter Vorjahresniveau und Daimler Financial Services: in der Größenordnung des Vorjahres.


Daimler habe zum zweiten Mal innerhalb relativ kurzer Zeit mit einer Gewinnwarnung überrascht, so dass man sich Gedanken über die interne Steuerung des Konzerns machen müsse, schrieb NordLB-Analyst Frank Schwope in einer Studie von Donnerstag.

Die Probleme des Konzerns sind aus Sicht von Schwope zum Teil hausgemacht (Diesel-Verfahren, WLTP, Kältemittel R134a), zum Teil aber auch der aktuellen Marktsituation (Strafzölle, sich schlechter entwickelnde Märkte) geschuldet. Dem neuen CEO Ola Källenius (ab Mai 2019) sowie dem noch zu benennenden neuen CFO dürften im nächsten Jahr einige Aufräumarbeiten bevorstehen.

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