• Daimler AG - Kürzel: DAI - ISIN: DE0007100000
    Börse: XETRA / Kursstand: 78,66 €

Stuttgart/ Peking (Godmode-Trader.de) - Für die deutschen Premiumautohersteller bleibt der chinesische Markt der wichtigste. Die zuletzt rückläufige Absatzentwicklung im Reich der Mitte bekamen die Hersteller denn auch unmittelbar zu spüren. Mit einer Ausnahme: Daimler. Die Schwaben spüren wenig von einer Absatzflaute in der Volksrepublik. „In China haben wir den Jahresabsatz 2014 schon im Oktober übertroffen. Vor allem unsere SUVs sind dort beliebt. Allen voran der GLK, von dem jedes zweite Fahrzeug seit Jahresbeginn an einen Kunden im Reich der Mitte übergeben wurde. Vom Nachfolger GLC erwarten wir noch stärkere Wachstumsimpulse“, sagt Vorstandsmitglied Ola Källenius, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb.

Im Oktober setzte Daimler in dem Riesenreich auf dank guter Verkäufe von Geländewagen 33.088 Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz ab, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Ein Zuwachs von 43 Prozent zum Vorjahresmonat. Weltweit lieferte Mercedes-Benz gut 155.000 Pkw aus, ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Gesamtkonzern kam im Oktober auf 165.700 verkauften Fahrzeugen, was 13 Prozent mehr sind als im Oktober 2014. Auf das Jahr hochgerechnet könnte Daimler damit die Zwei-Millionen-Schwelle knacken. Seit dem Jahresbeginn erzielten die Stuttgarter weltweit ein Plus von 15,8 Prozent auf 1,63 Millionen Autos der Marken Mercedes-Benz und Smart.

Seit einiger Zeit steht Daimler bei den Wachstumsraten in China auch besser da als die heimischen Konkurrenten BMW und Audi. Analysten zufolge liegt das an den vielen neuen Modellen, vor allem Geländewagen sind in China gefragt. Daimler hat aber auch ein engmaschiges Händlernetz aufgebaut und sich damit nach eigenen Angaben auch ein Stück weit von Nachfrageflaute im größten Automarkt der Welt unabhängig gemacht. Allerdings zeigt sich auch der Gesamtmarkt in China im Oktober erholt. Nach Angaben des Branchenverbands PCA legte die Zahl der verkauften Fahrzeuge auf Jahressicht um 11,3 Prozent zu.