• Nike senkt Jahresprognose
    • China: Kryptohandel ist illegal
    • Industrie belastet ifo Geschäftsklima: "Flaschenhals-Rezession"
    • Lagarde: Europa von Evergrande-Krise nur begrenzt betroffen
    • Japan: Abwärtstrend bei Inflation gebremst
    • UK: GfK-Konsumklima bricht ein
    • BDI warnt vor Folgen des hohen Strompreises
    • Gorillas will eine Milliarde Dollar einsammeln
    • Daimler steigt in Batterie-Allianz ein
    • Evergrande ist nicht Lehman"

    Markt

    • Nach der Kurserholung an den Vortagen hat der deutsche Aktienmarkt zum Wochenschluss erneut den Rückwärtsgang eingelegt. Der DAX sank im Xetra-Handel um 0,72 Prozent auf 15.531,75 Punkte. Auf Wochensicht konnte das Börsenbarometer sogar ein leichtes Plus von rund einem Viertel Prozent ins Wochenende retten, nachdem der DAX zwar am Montag stark eingebrochen war, sich an den Folgetagen aber wieder deutlich erholt hatte. Das am Vormittag veröffentlichte ifo-Geschäftsklima drückte nur leicht auf die Stimmung. Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer war das dritte Mal in Folge gesunken. Die Situation beim chinesischen Immobilienkonzern Evergrande bleibt derweil angespannt. Eine am Donnerstag fällige Zinszahlung auf im Ausland notierte Dollaranleihen leistete Evergrande Medienberichten zufolge nicht.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Daimler-Chef Ola Källenius hat bestätigt, dass Mercedes-Benz-Kunden derzeit wegen des Halbleitermangels teilweise länger als ein Jahr auf ein neues Fahrzeug warten müssen. "Ja, die Nachfrage ist bei Mercedes-Benz enorm und gleichzeitig gibt es derzeit leider starke Einschränkungen", sagte Källenius der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Für manche Modelle sind die Wartezeiten daher länger, als wir uns das wünschen, in einigen Fällen auch über ein Jahr." Wegen des Halbleitermangels sei man dazu gezwungen, in der Produktion Prioritäten zu setzen. Auf einen Tiefpunkt hofft Källenius zwar im dritten Quartal, endgültig überwunden sein dürften die Probleme damit aber noch nicht. "Die strukturelle Thematik, dass es grundsätzlich zu wenig Halbleiter gibt, wird laut Aussagen der großen Chiphersteller auch 2022 andauern, im Jahr 2023 könnte sich die Lage entspannen." Für die Beteiligung an einer Industrielösung mit eigenen Chipfabriken stehe Mercedes wegen der nötigen Milliardeninvestitionen aber nicht zur Verfügung.
    • Mehrere Generikahersteller, u. a. Teva Pharmaceutical, haben sich offenbar mit der Bitte an die Impfstoffhersteller Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson gewandt, dass diese ihre jeweilige Covid-19-Impfstofftechnologie lizenzieren, mit dem Ziel, die weltweite Produktion zu steigern. Der CEO von Teva Kare Schultz sagte der „Financial Times“, das Unternehmen habe deutlich gemacht, dass es bereit sei zu helfen, aber die Hersteller hätten keine Interesse an einer Vereinbarung gezeigt.
    • Der US-Elektroautobauer Tesla hat Kritik zum Bau seiner Fabrik in Grünheide zurückgewiesen. In einer Online-Erörterung von mehr als 800 Einwänden wendet sich das Unternehmen etwa gegen Bedenken wegen des geplanten Wasserverbrauchs. Es seien Verträge mit einem Wasserversorger geschlossen worden, „der die Lieferung von hinreichend Trinkwasser gewährleistet“, so Tesla.
    • Der Kurznachrichendienst Twitter will seinen Nutzern ermöglichen, beliebte Autoren zukünftig finanziell zu unterstützen. Die Accounts, die bereit sind, solches „Trinkgeld" zu empfangen, erkennt man an einem Banknoten-Symbol neben dem „Follow“-Button. Die Zahlungen sind auch in Kryptowährungen möglich. Das sei die beste Lösung für Regionen, in denen die Versorgung mit Bank-Dienstleistungen schwach sei, so die zuständige Managerin Esther Crawford.
    • Die Fast Food-Kette McDonald’s will seinen im Frühjahr 2020 ausgesetzten Aktienrückkauf wieder aufnehmen. Zudem werde die Quartalsdividende um sieben Prozent auf 1,38 Dollar erhöht. Analysten hatten mit etwas weniger gerechnet.
    • Der US-Sportartikelkonzern Nike leidet unter der monatelangen Schließung seiner vietnamesischen Fabriken wegen strikter Corona-Maßnahmen. „Wir haben bereits zehn Wochen Produktion verloren", sagte CFO Matt Friend bei der Vorlage aktueller Quartalszahlen. Für einige der Werke seien zwar bereits Pläne zur Wiedereröffnung abgesegnet worden. Die bisherigen Pandemie-Erfahrungen zeigten aber, dass es mehrere Monate dauern werde, bis die Produktion das gewöhnliche Niveau erreiche. Für das laufende Geschäftsquartal rechnet Nike nur noch mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau und schließt auch einen leichten Rückgang nicht aus.
    • Der Veranstalter und Tickethändler CTS Eventim will sein Geschäft auf Nordamerika ausweiten. Von kommenden Sonntag an könnten Konzert- und Veranstaltungsbesucher in den USA und Kanada Eintrittskarten über die Eventim-Plattform buchen, teilte der Konzern am Freitag mit. Ende Juli hatte CTS Eventim bereits seine Expansion nach Asien angekündigt.
    • „Evergrande ist nicht Lehman" - lautet das Fazit einer Studie von Barclays zu europäischen Banken. Analyst Goel geht davon aus, dass der angeschlagene chinesische Immobilienkonzern die hiesigen Institute nicht in den Abgrund reißen wird. Die Banken seien nur in überschaubarem Maß direkt in China investiert, so Goel.
    • Nach den skeptischen Äußerungen von Nike stehen am Freitag auch die Aktien der Wettbewerber Adidas und Puma unter Druck. Nike rechnet für das Geschäftsjahr statt mit prozentual zweistelligen Umsatzzuwächsen nur noch mit einem einstelligen Plus. Wegen der coronabedingt monatelangen Schließung vietnamesischer Fabriken verlagerte der Konzern die Fertigung nach China und Indonesien. Überlastung der globalen Lieferketten führt aber dazu, dass die fertige Ware deutlicher länger nach Nordamerika braucht als gewohnt.
    • Der Kupferkonzern Aurubis hat den Vertrag seines Vorstandschefs Roland Harings um fünf Jahre verlängert. Somit bleibe Harings nun bis 30. Juni 2027 im Amt, teilte der Konzern am Freitag mit. Harings ist seit Mitte 2019 Chef bei Aurubis.
    • Laut Bloomberg forderten die Finanzaufsichtsbehörden in China den heimischen Krisenkonzern Evergrande auf, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um einen kurzfristigen Default bei den Dollaranleihen zu vermeiden. 83,5 Mio. Dollar an Anleihezinsen am Freitag wurden nicht gezahlt, so dass eine 30-tägige Nachfrist beginnt. Jennifer James, Portfolio-Managerin bei Janus Henderson Investors, hält es für unwahrscheinlich, dass Evergrande allein eine Finanzkrise auslösen wird. Dass die chinesische Regierung die Banken darüber informiert habe, dass das Unternehmen in dieser Woche keine Zinszahlungen vornehmen werde, sei ein Zeichen dafür, dass die Regierung Maßnahmen ergreife, um die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft einzudämmen.
    • Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einen Konsortialkredit von 500 Mio. Euro durch einen neuen syndizierten Kredit abgelöst. Der neue Kredit von ebenfalls 500 Mio. Euro hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit zusätzlich zwei Verlängerungsoptionen über jeweils ein Jahr, wie der Konzern mitteilte.
    • Der Autobauer Daimler beteiligt sich an der Batteriezell-Allianz der französischen Großkonzerne Stellantis und TotalEnergies. Mercedes-Benz wird mit einem Drittel gleichberechtigter Anteilseigner an der Automotive Cells Company (ACC), wie die Stuttgarter am Freitag mitteilten. Mercedes will insgesamt knapp eine Mrd. Euro investieren, davon im kommenden Jahr einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Darüber hinaus will Daimler Technologie und Produktions-Know-how beisteuern. „Gemeinsam mit ACC werden wir Batteriezellen und -module in Europa entwickeln und effizient produzieren - maßgeschneidert auf die spezifischen Anforderungen von Mercedes-Benz", sagte Daimler-Chef Ola Källenius.
    • Das Lieferdienst-Start-up Gorillas wird bei der anstehenden Finanzierungsrunde dem Vernehmen nach mit drei Mrd. US-Dollar bewertet. Bei der bevorstehenden Platzierung von weiteren Anteilen bei Investoren will Gorillas rund eine Milliarde Dollar einsammeln, wie Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete. Auch der DAX-Konzern Delivery Hero wolle sich beteiligen - mit 200 Mio. Dollar.
    • Die Ratingagentur Fitch hat die Bonitätsnote der Deutschen Bank von „BBB“ auf „BBB+“ angehoben. Als Grund werden die Fortschritte beim Konzernumbau genannt. Der Ausblick bleibe positiv, heißt es bei Fitch. Man erwarte, dass der Umbau der Bank weiter vorangetrieben werde. Ein besseres Rating führt bei Banken zu geringeren Refinanzierungskosten.
    • Am Landgericht Bonn hat ein weiterer Strafprozess wegen illegaler Aktienkreisgeschäfte rund um den Dividendenstichtag (Cum-Ex) begonnen. Auf der Anklagebank findet sich ein früherer Mitarbeiter von Warburg Invest. Der Manager soll beim Auflegen von Fonds mitgewirkt haben, die Investoren den Aktienhandel in den Jahren 2009 und 2010 ermöglichten. Durch die mehrfache Erstattung der Kapitalertragsteuer soll dem Fiskus ein Schaden von €150 Mio. entstanden sein.
    • Der Bertelsmann-Konzern muss bei dem heutigen Börsengang der Dienstleistungssparte Majorel kleinere Brötchen backen. Inklusive der Mehrzuteilungsoption fließen an den Konzern nun 380 Mio. Euro zu, wie Bertelsmann am Donnerstagabend nach Börsenschluss mitteilte. Grund dafür ist, dass der Ausgabepreis für eine Majorel-Aktie auf 33 Euro festgelegt wurde. Damit erreichte das Papier nur das untere Ende der Spanne von 32 bis 39 Euro.
    • Frankreichs Industrie hat den U-Boot-Streit mit Australien und den USA noch nicht verdaut. Der Chef des französischen Marine-Konzerns Naval Group, Pierre Éric Pommellet, führte das Scheitern des 56 Milliarden Euro schweren U-Boot-Geschäfts mit Australien auf politische und nicht sachliche Entscheidungen zurück. Frankreich sei ebenso gut wie die USA und Großbritannien in der Lage, nuklear angetriebene U-Boote zu liefern, sagte er der Zeitung "Le Figaro.

    Konjunktur & Politik

    • Die Neubauverkäufe in den USA haben im August über den Erwartungen gelegen. Nach annualisiert 729.000 Neubauverkäufen im Juli legte die Zahl im August auf 740.000 zu, wie am Freitagnachmittag mitgeteilt wurde. Erwartet wurde hingegen ein Rückgang auf 714.000 Neubauveräufe.
    • Die US-Regierung erwägt, sich auf ein Gesetz zur nationalen Sicherheit aus der Zeit des Kalten Krieges zu berufen, um Unternehmen in der Halbleiterlieferkette zu zwingen, Informationen über Lagerbestände und Verkäufe von Chips zu liefern, wie Handelsministerin Gina Raimondo ankündigte. Ziel sei es, Engpässe zu beseitigen, die die US-Industrie vor Probleme stellten. Bisher haben sich viele Unternehmen geweigert, Geschäftsdaten an die Regierung weiterzugeben.
    • Die chinesische Zentralbank PBoC hat Digitalwährungen auf dem Kieker. Alle Transaktionen in Verbindung mit Kryptowährungen seien illegal, hieß es in einer Mitteilung der People's Bank of China. Nicht erlaubt seien auch ausländische Onlinedienste, die Chinesen den Zugriff auf Digitalwährungen ermöglichten. Zahlreiche Internetwährungen gaben nach Bekanntwerden der Mitteilung im Kurs deutlich nach. Die kritische Haltung Chinas gegenüber privatwirtschaftlichen Digitalwährungen ist bekannt. Ein Problem sieht die Volksrepublik in dem hohen Energieverbrauch des Minings. Allerdings strebt Peking seit längerem eine staatlich kontrollierte Digitalwährung an.
    • Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat Untersuchungen bezüglich möglichen Sicherheitslücken und eingebauten Zensurfunktionen in chinesischen Mobiltelefonen eingeleitet. Das bestätigte ein BSI-Sprecher der dpa. Das staatliche Zentrum für Cybersicherheit in Litauen hatte vor allem ein Gerät des chinesischen Herstellers Huawei kritisch beurteilt, weil es technisch in der Lage sei, die bestimmte Inhalte auf dem eingebauten Webbrowser zu zensieren.
    • Angst vor Rot-Rot-Grün: Kämen SPD, Grüne und Linke an die Macht, zeichnet sich eine Vermögenssteuer und eine Verschärfung der Erbschaftssteuer ab. „Für Superreiche ist das brandgefährlich", sagt ein Steueranwalt zu Reuters. „Unternehmerfamilien sind in höchstem Maß alarmiert.“ Viele Vermögende rüsteten wich für Notfall-Maßnahmen wie eine Verlagerung von Firmenteilen oder einem Umzug in die Schweiz.
    • Der Auftragseingang im deutschen Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juli kalender- und saisonbereinigt 2,6 Prozent höher als im Vormonat Juni. In den ersten sieben Monaten 2021 stiegen die realen Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe betrug im Juli rund 7,9 Mrd. Euro. Wegen der gestiegenen Baupreise waren das nominal 4,9 Prozent mehr als im Juli 2020 und damit der höchste jemals gemessene Wert an Neuaufträgen in einem Juli in Deutschland.
    • Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat erneut einen Dämpfer erhalten. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September auf 98,8 Punkte gefallen, nach 99,6 Punkten im August, wie das ifo Institut am Freitag in München mitteilte. Dies ist der dritte Rückgang in Folge. „Die Unternehmen waren weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Sie blicken außerdem skeptischer auf die kommenden Monate. Die Probleme bei der Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten bremsen die deutsche Konjunktur. Die Industrie erlebt eine Flaschenhals-Rezession“, so ifo Präsident Clemens Fuest. Der Rückgang war aus Sicht von Jens-Oliver Nicklasch von der LBBW zu erwarten. Das Ergebnis wäre aber besser zu verkraften, wenn nicht gerade der Lageindex vergleichsweise deutlich gesunken wäre, sagte der Ökonom zu Reuters. „Es dürfte uns damit ein schwieriges viertes Quartal ins Haus stehen, in dem die Lieferkettenthematik Corona als Hauptrisiko sogar ablösen könnte. Und Corona ist ja keineswegs vorbei. Alles in allem also eher unerfreuliche Neuigkeiten aus München."
    • Die realistischen Koalitionsmöglichkeiten sind noch nie so zahlreich bei einer Bundestagswahl gewesen. Dabei erscheint laut Umfragen eine von der SPD geführte Regierung am wahrscheinlichsten. Da es Olaf Scholz erklärtes Ziel ist, die CDU in die Opposition zu schicken, bliebe in diesem Szenario die Auswahl zwischen Rot-Grün-Rot und Rot-Grün-Gelb. Was hieße das für den Kapitalmarkt? In beiden Fällen sei mit einer Erhöhung der Staatsausgaben zu rechnen, im zweiten Fall sollte die Erhöhung signifikant ausfallen, so Solvecon Invest. Konsumtitel würden profitieren, Titel der Baubranche ebenso. Unternehmen aus dem Bereich Green Energie profitierten in beiden Varianten durch die Teilnahme der Grünen.
    • EZB-Präsidentin Christine Lagarde hält mögliche Folgen der Krise des chinesischen Immobiliengiganten Evergrande für Europa derzeit für überschaubar. „Im Moment sehen wir das auf China konzentriert", sagte Lagarde in einem Interview mit dem US-TV-Sender CNBC. „Für Europa kann ich sagen, dass es nur begrenzt direkt betroffen ist." Der Konzern hat Schulden von umgerechnet mehr als 300 Milliarden Dollar angehäuft, Anleger befürchten einen Zahlungsausfall. Die Notenbank verfolge die Entwicklung, sagte Lagarde. „Ich erinnere mich noch sehr lebhaft an die jüngsten Aktienmarktentwicklungen in China, die sich auf die ganze Welt auswirkten. Aber in Europa und insbesondere im Euroraum wären die direkten Belastungen begrenzt."
    • Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland sind im zweiten Quartal um durchschnittlich 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt ist dies der größte Preisanstieg bei den Wohnimmobilientransaktionen seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000. Gegenüber dem Vorquartal haben sich Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser im Schnitt um 3,7 Prozent verteuert. Besonders stark verteuerten sich Wohnimmobilien erneut in den Metropolen Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf.
    • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals ein Medikament als Vorbeugung gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung bei infizierten Risikopatienten empfohlen. Laut Studien kann die Antikörper-Kombination aus Casirivimab und Imdevimab von der US-Firma Regeneron und dem Pharmakonzern Roche deren Überlebenschancen verbessern kann. Die WHO veröffentlichte diese Empfehlung im "British Medical Journal".
    • Steigende Lebenshaltungskosten in Großbritannien dämpfen die Konsumlust. Laut dem Marktforscher GfK ist der Index für das Verbrauchervertrauen auf der britischen Insel im September um 5 auf -13 Punkte gesunken. Das sei das stärkste Minus seit Oktober 2020. „Die Verbraucher haben im September auf die Bremse getreten", sagte GfK-Experte Joe Staton. Sorgen gibt es zuhauf: Steigende Kraftstoff- und Lebensmittelpreise, Steuererhöhungen, leere Regale und das Ende des Kurzarbeitergeldes. Die Verbraucher sorgten sich sichtbar um ihre Finanzen und die wirtschaftliche Entwicklung, so Staton. „Wenn das Verbrauchervertrauen sinkt, geben die Käufer tendenziell weniger aus, und das dämpft die gesamtwirtschaftlichen Aussichten für das Vereinigte Königreich." Die britische Zeitung ‚Daily Mail‘ befürchtet in der Gaskrise einen „Winter des Leidens“ auf das Land zukommen. Kommentatoren warnen bereits vor einer Rückkehr in die 1970er Jahre mit Stromknappheit und Streiks. Zwar zeigte sich Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng zuversichtlich, dass „die Lichter nicht ausgehen werden", doch ebenfalls räumte er ein, dass einigen Familien bald die Wahl zwischen Heizen und Essen droht.
    • Die japanischen Verbraucherpreise sind im August das erste Mal seit Juli 2020 nicht mehr gesunken. Die landesweiten Preise blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert, wie Daten des Ministeriums zeigten.
    • Den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) besorgen die hohen Strompreise in Deutschland. „Der aktuelle Höhenflug der Strompreise schadet der deutschen Industrie massiv", sagte Vize-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch der dpa. Der Anstieg sei getrieben von einem Mehrjahreshoch der Gaspreise und steigenden europäischen CO2-Preisen. „Notwendig ist ein wirksamer Schutz der Industrie, vor allem des energieintensiven Mittelstands."

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