• Michigan-Konsumklima fällt auf tiefsten Stand seit 10 Jahren zurück
    • Fraser Perring wettet gegen Tesla
    • US-Einzelhändler klagen über schwaches Weihnachtsgeschäft
    • Bundesbank: Geldvermögen in Deutschland auf Rekordhoch
    • IMK: Rezessionsgefahr in Deutschland sinkt
    • Deutsche Wirtschaft schrumpft Ende 2021 deutlich
    • RKI - Die Omikron-Wand ist da
    • Destatis: Zahl der Beschäftigten in der Gastronomie geht deutlich zurück
    • Stiko empfiehlt Corona-Booster ab 12 Jahren
    • Keine Impfpflicht für die US-Privatwirtschaft
    • Inflationsrate in Argentinien steigt auf 50,9 Prozent
    • Biontech befeuert deutsche Wirtschaftsleistung
    • Citigroup und JPMorgan verzeichnen Gewinnrückgang
    • Tesla verschiebt Start für Cybertruck

    Markt

    • Am deutschen Aktienmarkt herrschte am Freitag trübe Stimmung. Der Start der US-Berichtssaison verlief enttäuschend, die US-Börsen laufen entsprechend mau. Über allem aber steht das Damoklesschwert der hohen Inflation mit der Aussicht auf bald steigende Zinsen, zunächst in den USA. Mehrere Mitglieder der Fed haben sich aktuell für eine zeitnahe Anhebung der Leitzinsen in den USA ausgesprochen. Das Uni-Michigan-Konsumklima fiel unterdessen auf den tiefsten Stand seit 10 Jahren zurück. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Minus von 0,93 Prozent auf 15.883,24 Punkte. Auf Wochensicht beträgt das Minus 0,40 Prozent. Der Kampf um die Marke von 16.000-Punkten könnte zumindest vorerst beendet sein. Das Trio Infernale - Zinsangst, Omikron, Konjunktur - hält die Stimmung der Anleger zurück, sagt Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank. Doch liege der Anteil der Optimisten am US-Aktienmarkt im leicht überverkauften Bereich und lasse so keine massiven Kurseinbrüche erwarten. Auch die zu Jahresbeginn wieder angestiegene Investitionsquote von US-Fondsmanagern spreche für Entspannung. Irritationen an den Zinsmärkten, negative Corona-Nachrichten sowie geopolitische Verschärfungen hätten allerdings weiterhin das Zeug zu kurzzeitig hohen Kursschwankungen.
    • Trotz des Gegenwinds für Gold, den Zinserhöhungen entfalten können, sieht der World Gold Council (WGC) deren Effekt als begrenzt an. Oft war es so, dass Gold nach dem Beginn eines Zinserhöhungszyklus zu steigen begann, da der Markt die Zinserwartungen nicht mehr anpassen musste. Darüber hinaus erwartet der WGC, dass Gold als Absicherung gegen eine erhöhte Inflation und Rücksetzer an den Finanzmärkten gefragt bleibt.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Der bekannte Shortseller Fraser Perring (Wirecard) ist offenbar kein Tesla-Fan. Der aktivistische Leerverkäufer hat darauf gewettet, dass der Aktienkurs von Tesla fällt. Sein Unternehmen Viceroy Research habe etwa 6 Prozent seiner Mittel in die Leerverkäufe von Tesla investiert, sagte Perring im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung. „Jeder einzelne Autohersteller stellt jetzt Elektrofahrzeuge her. Der Marktanteil von Tesla schrumpft, egal aus welcher Perspektive man es betrachtet. Tesla verliert seinen Erstanbietervorteil, weil das Unternehmen die Qualität nicht aufrechterhält, Autos nicht rechtzeitig zurückruft und nicht mit den Behörden zusammenarbeitet. All diese Probleme summieren sich zu einem Unternehmen, das nicht eine Billion Dollar wert ist,“ so Perring gegenüber der FAZ.
    • Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Novavax soll in Deutschland ab Ende Februar verfügbar sein. Die erste Lieferung von 1,75 Millionen Dosen solle ab dem 21. Februar zur Verfügung stehen, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.
    • Die Citigroup hat im vierten Quartal 2021 überraschend weniger verdient. Der Finanzkonzern erzielte einen Gewinn von 3,2 Mrd. Dollar - ein Rückgang von 26 Prozent binnen Jahresfrist, wie die US-Großbank am Freitag mitteilte. Pro Aktie erzielte das Geldhaus einen Gewinn von 1,46 Dollar. Analysten hatten aber lediglich 1,38 Dollar erwartet.
    • Die US-Großbank JP Morgan hat im Schlussquartal 14 Prozent weniger Gewinn erzielt. Der Gewinn lag bei 10,4 Mrd. Dollar, nach 12,1 Mrd. Dollar vor Jahresfrist, wie die US-Bank am Freitag mitteilte. Insbesondere das Handelsgeschäft erwies sich im Schlussquartal schwächer.
    • Die viertgrößte Bank in den USA, Wells Fargo, verzeichnete in den Schlussmonaten des vergangenen Jahres angesichts hoher Einnahmen aus dem Verkauf von Geschäftsaktivitäten eine deutliche Gewinnsteigerung und erzielte einen Überschuss von 5,8 Mrd. Dollar nach 3,09 Mrd. Dollar vor Jahresfrist. Pro Aktie stand ein Gewinn von 1,38 Dollar je Aktie zu Buche.
    • Google hat in London ein recht farbenfrohes Bürogebäude für 1 Mrd. Dollar erworben. Der Internetriese gab am Freitag bekannt, dass er das gesamte Central St. Giles-Gebäude im Londoner West End gekauft hat, in dem er bereits einige Etagen belegt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Mountain View beschäftigt in Großbritannien 6.400 Mitarbeiter.
    • Die beiden Hersteller Tesla und BYD blieben auch im Jahr 2021 mit großem Abstand Marktführer auf dem chinesischen Markt für Elektroautos, so der China Passenger Car Association. Das preisgünstige E-Auto Hongguang Mini war der meistverkaufte Wagen. Dessen Absatz hat sich im vergangenen Jahr auf 395.451 Einheiten mehr als verdreifacht.
    • Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock hat seinen Gewinn im vierten Quartal auf bereinigter Basis um 2,5 Prozent auf 1,61 Mrd. Dollar gesteigert. Der Umsatz legte um knapp 14 Prozent zu auf 5,1 Mrd. Dollar zu. Das verwaltete Vermögen erreichte mit 10,01 Bio. Dollar zum 31. Dezember einen neuen Rekordstand.
    • Tesla hat einem Insider zufolge den geplanten Produktionsstart für seinen Cybertruck verschoben, wie Reuters berichtet. Die Produktion solle nun bis zum Ende des ersten Quartals 2023 aufgenommen werden. Ursprünglich sei ein Start Ende diesen Jahres geplant gewesen. Änderungen an den Funktionen seien der Grund für die Verschiebung.
    • Meta Platforms droht in Großbritannien eine Sammelklage in Höhe von 3,2 Mrd. Dollar, weil der Konzern seine Marktdominanz missbraucht haben soll. Meta soll demnach die persönlichen Daten von 44 Mio. Nutzern ausgenutzt haben.
    • Der Medizintechnikkonzern Drägerwerk hat im vergangenen Jahr einen leichten Umsatzrückgang verzeichnet. Nach vorläufigen Berechnungen erlöste das Unternehmen 2021 gut 3,3 Mrd. Euro und damit rund 2,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Zudem muss sich Dräger für das vergangene Jahr mit einer deutlich geringeren operativen Marge zufriedengeben.
    • Das Mainzer Unternehmen Biontech hat schätzungsweise 0,5 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands im Jahr 2021 beigetragen, schätzen das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) und das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). Es gebe einen deutlichen BioNTech-Effekt, sagte die Forscher der Nachrichtenagentur Reuters. In die Berechnung des Bruttoinlandsproduktes seien erstmals die Lizenzeinnahmen des Impfstoffentwicklers eingeflossen sind, die zum Jahresende fällig wurden.
    • SAP-Gründer Dietmar Hopp darf mehr Aktien des Impfstoffentwicklers CureVac verkaufen als bisher. Seine Beteiligungsfirma Dievini hat den Investorenvertrag mit der Staatsbank KfW neu verhandelt. Bis Mitte August könnte Hopp demnach CureVac-Aktien für bis zu € 450 Mio. verkaufen, wie aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht hervorgeht. Bisher waren es max. 250 Mio. Euro.
    • Siemens-Kunden spüren die Engpässe bei der Chip-Produktion. Der Technologiekonzern habe Probleme, seine Kunden, vor allem kleinere Autozulieferer, mit Chips für die Steuerung von Fabrikanlagen zu beliefern, berichtete „Der Spiegel" am Freitag vorab. Das Unternehmen habe bereits 2021 vor deutlich längeren Lieferzeiten für speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) gewarnt, wie sie zur Automatisierung von Produktionsanlagen gebraucht werden. Die Probleme könnten zu Verzögerungen beim Aufbau neuer Produktionslinien führen.
    • Die Hornbach Holding hat nach erfolgter Erlaubnis durch die Finanzaufsicht Bafin die Veröffentlichung der Angebotsunterlage für das öffentliche Delisting-Angebot an alle Aktionäre der Hornbach Baumarkt AG zum Erwerb für die ausstehenden Aktien, die nicht bereits im Besitz der Hornbach Holding sind, bekannt gegeben. Hornbach Baumarkt ist der größte operative Teilkonzern der Gruppe. Die Annahmefrist beginnt heute und endet am 22. Februar 2022 um Mitternacht. Die Hornbach Baumarkt-Aktionäre können das Delisting-Angebot annehmen, indem sie ihre Aktien zu einem Angebotspreis von 47,50 Euro in bar je Hornbach Baumarkt-Aktie andienen.
    • Der IT-Dienstleister Nagarro will in diesem Jahr kräftig wachsen. Der Umsatz solle auf rund 700 Mio. Euro gesteigert werden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Mitte Dezember hatte der Vorstand die Prognose für 2021 erneut angehoben auf 535 Mio Euro. Im laufenden Jahr soll die bereinigte operative Marge zudem bei 14 Prozent liegen.
    • Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt und der Deutsche Mieterbund haben von der Bundesregierung Fördersummen für das angekündigte Bauprogramm gefordert. Die Verbände halten eine Wende auf dem Wohnungsmarkt für möglich, die Regierung müsse dazu aber mindestens 6 Mrd. Euro pro Jahr allein für soziales Wohnen bereitstellen, hieß es.
    • Europas größer Softwarehersteller SAP erwartet im neuen Jahr ein hohes Wachstum. „Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für die SAP, um sich neu aufzustellen, stabile Lieferketten aufzubauen und sich auf dem Weg in die Cloud zu nachhaltigen Unternehmen zu entwickeln", sagte SAP-Chef Christian Klein. Der Manager will im Jahr 2022 bei der Cloudsoftware ein währungsbereiniges Umsatzplus von 23 bis 26 Prozent erzielen - ein schnelleres Wachstum als im vergangenen Jahr, als der Clouderlös um rund ein Sechstel auf 9,42 Mrd. Euro zulegte. Der gesamte Produktumsatz soll um 4 bis 6 Prozent wachsen. Operativ rudert Klein hingegen erst einmal zurück. Der Konzern strebt 2022 am oberen Ende der Prognosespanne nur ein weitgehend stabiles operatives Ergebnis an, das aber auch um bis zu fünf Prozent sinken könnte. Analysten hatten sich mehr erhofft.
    • Die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS erwartet einen über dem Analystenkonsens liegenden Quartalsabschluss. Im vierten Jahresviertel dürften die Erträge bei 798 Mio. Euro liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Beim bereinigten Vorsteuergewinn erwartet die DWS 378 Mio. Euro. Die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation (Cir) betrage 52,7 Prozent.
    • Wacker Chemie hat im vergangenen Geschäftsjahr operativ mehr verdient als erwartet. Auf Basis vorläufiger Zahlen stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf rund 1,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstagabend nach Börsenschluss mitteilte. Damit übertraf Wacker die Erwartungen des Marktes. 2020 lag der Wert bei 666,3 Mio. Euro. Den Umsatz steigerte der Spezialchemiekonzern um knapp ein Drittel auf etwa 6,2 Mrd. Euro.
    • Der südkoreanische Batteriehersteller LG Energy Solution (LGES) erwägt ein Batterie-Joint-Venture mit der japanischen Honda Motor in den USA. Wie die Zeitung Maeil Business Newspaper aus Seoul berichtet, könnte das Gemeinschaftsunternehmen rund 3,4 Mrd. Dollar kosten und eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 40 Gigawattstunden Batterien aufweisen. Dies sei genug Leistung, um 600.000 Elektrofahrzeuge auszustatten, so die Zeitung.

    Konjunktur & Politik

    • Der von der Universität Michigan erhobene landesweite Konsumklimaindex für die USA ist im Januar um 1,8 Punkte auf 68,8 Punkte zurückgefallen - das ist der niedrigste Stand seit über zehn Jahren. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 70,0 Punkte gerechnet. Noch niedriger lag der Indikator zuletzt im November 2011. Die Beurteilung der aktuellen Lage und die künftigen Erwartungen der befragten Konsumente verschlechterten sich. Vor allem die hohe Inflationsrate belastet die Stimmung der Verbraucher.
    • In den USA ist die Industrieproduktion im Dezember um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat zurückgegangen, wie die US-Notenbank Fed am Freitag mitteilte. Analysten hatten hingegen einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet. Im Vormonat war die Produktion noch um 0,7 Prozent gestiegen. Die Kapazitätsauslastung fiel im Dezember von revidiert 76,6 Prozent im Vormonat auf 76,5 Prozent.
    • US-Präsident Joe Biden hat die Kandidaten für die offenen hochrangigen Posten bei der US-Notenbank Fed nominiert. So will Biden neben Sarah Bloom Raskin, die die oberste Bankenaufsicht übernehmen soll, mit den Ökonomen Lisa Cook und Philip Jefferson zwei Afroamerikaner als Gouverneure ins Amt heben.
    • Die EU-Außenminister haben sich auf einen Zehn-Punkte-Plan für einen einheitlichen Umgang mit Russland verständigt. Das Konzept sieht vor, angesichts des russischen Truppenaufmarschs an der Grenze zur Ukraine geschlossen auf eine Mischung auf Abschreckung und Dialog zu setzen.
    • Die Preise für in die USA eingeführte Güter (Importpreise) lagen im Dezember 10,4 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Im November hatte es auf Jahressicht ein Plus von 11,7 Prozent gegeben. Von November auf Dezember sanken die Preise aber überraschend um 0,2 Prozent.
    • Die US-Einzelhändler haben im Dezember überraschend schwache Geschäfte verzeichnet. Die Erlöse fielen um 1,9 Prozent niedriger aus als im Vormonat, wie das Handelsministerium am Freitag mitteilte. Ökonomen hatten mit Stagnation gerechnet. Im November hatte es noch ein Plus von 0,2 Prozent gegeben.
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Fast 190 Mio. Dollar für eine Penthouse-Wohnung über dem Central Park in New York - das „Wall Street Journal“ berichtete, dass der bisherige Eigentümer, der US-Milliardär Daniel Och, seine 940 Quadratmeter große Luxuswohnung im obersten Stockwerk eines Wolkenkratzers in der US-Metropole mit hohem Gewinn weiterveräußert hat.
    • Die USA sind wohl am Ende des Weges, was neue Impfungen angeht, angelangt, nachdem der Supreme Court das Impfmandat der Regierung Biden für größere Arbeitgeber gekippt hat. „Es ist jetzt höchst unwahrscheinlich, dass die USA die 85 bis 90 Prozent der Amerikaner erreichen, die geimpft werden müssen, um die Pandemie zu überstehen", twitterte Celine Gounder, eine Expertin für Infektionskrankheiten und ehemaliges Mitglied des Beratungsausschusses der Regierung Biden.
    • Die Republikaner im US-Senat sind mit dem Versuch gescheitert, schärfere Sanktionen wegen der deutsch-russischen Gaspipeline Nord Stream 2 zu verhängen. 55 Senatoren stimmten für das Gesetzesvorhaben, es wären aber 60 der 100 Stimmen notwendig gewesen.
    • Israel hat mit den USA ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft abgeschlossen. Es habe eine Vereinbarung zum Kauf von zwölf Lockheed Martin CH-53K Helikoptern und zwei Boeing KC-46 Tankflugzeugen mit der US-Regierung unterzeichnet, teilte das Verteidigungsministerium mit. Der Wert werde auf insgesamt rund 2,7 Mrd. Euro geschätzt.
    • China will Reuters zufolge einen Teil seiner strategischen Ölreserven rund um das chinesische Neujahrsfest am 1. Februar auf den Markt werfen. „China wird eine größere Menge Öl freigeben, wenn der Preis über 85 Dollar je Fass liegt", so ein Insider. Liege der Preis näher an der Marke von 75 Dollar, werde weniger Öl angezapft.
    • Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland aus Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen stieg auf den Rekordwert von rund 7399 Mrd. Euro, wie die Deutsche Bundesbank mitteilte. Das sind 73 Mrd. Euro oder 1,0 Prozent mehr als im Quartal zuvor. In den vorherien Jahresabschnitten hatte es Zuwächse von jeweils mehr als 2 Prozent gegeben. Wie die Summe verteilt ist, geht aus den Bundesbank-Daten nicht hervor.
    • Die Deutsche Wirtschaft ist Ende 2021 wegen der Corona-Welle deutlich geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei zwischen Oktober und Dezember geschätzt etwa zwischen 0,5 und 1,0 Prozent zum Vorquartal gesunken, sagte Michael Kuhn vom Statistischen Bundesamt am Freitag. Eine Schätzung soll dazu Ende Januar veröffentlicht werden. „Der wirtschaftliche Stillstand im Winter wird vor allem durch die vierte Coronawelle verursacht, die dem Gastgewerbe und anderen konsumnahen Dienstleitern ein Umsatzminus beschert“, kommentierte ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Die Einbußen fallen jedoch deutlich geringer aus als während der Coronawellen vor einem Jahr, als die Unsicherheit über den Fortgang der Pandemie erheblich größer war.“
    • Der britische Premierminister Boris Johnson gerät immer mehr in Bedrängnis. „The Telegraph“ schrieb, Mitarbeiter Johnsons hätten im April 2021 in Downing Street den Abschied von zwei Kollegen gefeiert. Zusammenkünfte waren damals strikt reglementiert. Johnson steht bereits wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln während des ersten Lockdowns im Mai 2020 unter Druck. Die Opposition fordert seinen Rücktritt.
    • Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat einer Verordnung für die neuen Quarantäneregeln für Corona-Infizierte und Kontaktpersonen zugestimmt. Diese sieht vor, dass sich dreifach geimpfte Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nicht mehr in Quarantäne begeben müssen. Außerdem werden nun kürzere Quarantänezeiten im Fall von Infektionen ermöglicht, um bei stark steigenden Infektionszahlen den personellen Zusammenbruch kritischer Infrastrukturen zu verhindern.
    • Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den nächsten drei Monaten in eine Rezession rutscht, ist Anfang Januar gesunken. Das signalisiert der Konjunkturindikator des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK). Der Frühindikator weist für Januar bis Ende März eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 38,6 Prozent aus. Im Dezember lag der Wert bei 45,2 Prozent, wie das Institut am Freitag mitteilte. „Die prognostische Schwankungsbreite, die anhand der Streuung der für die Gesamtprognose relevanten Einzelgleichungen gemessen wird und die Unsicherheit der Wirtschaftsakteure widerspiegeln kann, ist dagegen leicht gestiegen - von 20,7 Prozent im Dezember auf aktuell 24,2 Prozent“, so das IMK. Entsprechend bleibe die IMK-Konjunkturampel bei der Ampelstufe Gelbrot und signalisiere somit weiterhin eine erhöhte konjunkturelle Unsicherheit.
    • Die Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Pandemie trafen und treffen die Gastronomie besonders heftig, auch mit Folgen für die Arbeitsplätze in der Branche. Die Zahl der Beschäftigten in der Gastronomie in Deutschland lag für den Zeitraum Januar bis Oktober vergangenen Jahres um 11,6 Prozent unter der des Vorjahreszeitraums, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gegenüber Januar bis Oktober des Vor-Corona-Jahres 2019 betrug der Rückgang den weiteren Angaben zufolge 23,4 Prozent. Besonders deutlich zeigte sich der Wegfall von Jobs in den Lockdown-Monaten zu Beginn des vergangenen Jahres: Im Februar 2021 wurde ein Tiefststand erreicht.
    • Die britische Wirtschaft ist im November im Monatsvergleich um 0,9 Prozent gewachsen, wie das Statistikamt ONS am Freitag mitteilte. Analysten hatten mit einem deutlich geringeren Anstieg gerechnet. Das BIP liegt laut ONS nun 0,7 Prozent höher als vor Ausbruch der Corona-Pandemie im Februar 2020.
    • Deutschland verzeichnet mittlerweile jeden Tag neue Rekordzahlen bei den Corona-Neuinfektionen. Am Freitag hat das Robert-Koch-Institut (RKI) den neuen Höchstwert von 92.223 Neuinfektionen gemeldet. Am Vortag waren es 81.417 Neuinfektionen. Auch die Sieben-Tages-Inzidenz geht steil in die Höhe. Am heutigen Freitag stieg sie von 427,7 auf 470,6. Trotz rekordhoher Neuinfektionen ist die Zahl der Corona-Intensivpatienten weiter rückläufig. Erstmals seit Mitte November sank die Zahl der Corona-Intensivpatienten wieder unter die Marke von 3.000, wie das Divi-Intensivregister zeigt. Im Dezember waren zeitweise rund 5.000 Corona-Intensivpatienten gleichzeitig behandelt worden. Die Omikron-Variante dominiert das Infektionsgeschehen in Deutschland immer stärker. In der ersten Kalenderwoche lag der Anteil von Omikron an allen Corona-Fällen bereits bei 73  Prozent wie aus dem am Donnerstagabend veröffentlichten Wochenbericht des RKI hervorgeht. In der Woche zuvor waren es 51 Prozent gewesen.
    • Das Oberste Gericht in den USA, der Supreme Court, hat die von Präsident Joe Biden verhängte Impfpflicht für Unternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten gekippt. Damit müssen diese Firmen zunächst nicht dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entweder vollständig geimpft sind oder regelmäßig getestet werden. Das höchste US-Gericht erlaubte es der Regierung hingegen, das medizinische Fachpersonal dazu zu zwingen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.
    • Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt nun eine Corona-Auffrischimpfung auch bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Das Gremium empfehle die Boosterimpfung für diese Altersgruppe mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer „in der altersentsprechenden Dosierung“ und mindestens drei Monate nach der vorangegangenen Impfung, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mit.
    • In Argentinien ist die Inflation im vergangenen Jahr auf einen der höchsten Werte weltweit gestiegen. Die Statistikbehörde in Buenos Aires gab die Rate mit 50,9 Prozent an. Das ist eine der höchsten Teuerungsraten in vergangenen drei Jahrzehnten. Derzeit verhandelt die Regierung mit dem Internationalen Währungsfonds über ein neues Kreditabkommen.

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