HSBC Daily Trading

    Abgekühlte Stimmung + verteidigte Unterstützung

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    Auf den „inside day“ von vorgestern folgte gestern beim DAX® ein sog. Außenstab, d. h. das Tief des gestrigen Handelstags lag niedriger, das Hoch aber gleichzeitig höher als die Pendants des Vortages. An diesen beiden Kursmustern können Investoren festmachen, dass die psychologische Komponente aktuell stärker ins Gewicht fällt als in „normalen“ Marktphasen. In diesem Umfeld hilft die charttechnische Betrachtung, um den Faktor „Angst und Gier“ im Zaum zu halten und klare Orientierungshilfen herauszuarbeiten. Als solche definieren wir z. B. die Kombination aus dem Aufwärtstrend seit Ende Dezember sowie der 50-Tages-Linie (akt. bei 11.928/11.869 Punkten). Den dritten Tag in Folge hat das Aktienbarometer diese Bastion getestet und erfolgreich verteidigt. Besonders die markante Lunte der gestrigen Tageskerze liefert einen Hinweis in Richtung „Verteidigen“ der angeführten Haltezone. Auf der Oberseite begünstigt ein Anstieg über das jüngste Tageshoch bei 12.100 Punkten einen Aufwärtsimpuls in Richtung des seit Januar vergangenen Jahres bestehenden Abwärtstrends (akt. bei 12.229 Punkten), zumal der Optimismus der letzten Woche verflogen ist. Die aktuelle AAII-Umfrage weist sogar einen Anstieg um 16 %-Punkte der Bären auf insgesamt 39 % aus.

    DAX® (Daily)

    Folgt auf ein neues Jahreshoch …

    … bald ein neues Allzeithoch? Das ist aktuell die drängendste Fragestellung beim Euro-BUND-Future. Den mehrfachen Pullback an die alten Ausbruchsmarken bei rund 164 sowie die seit rund drei Monaten ausgeprägte Dreieckskonsolidierung hatten wir zuletzt als wesentliche Katalysatoren auf der Oberseite herausgearbeitet (siehe „Daily Trading“ vom 9. und 10. Mai). Mit einem neuen Verlaufshoch bei 167,43 gelang dem Rentenbarometer gestern unter anziehenden Umsätzen die Auflösung des o. g. trendbestätigenden Dreiecks. Damit dürfte der Zinsfuture Kurs auf das bisherige Allzeithoch vom Juni 2016 bei 168,86 nehmen. Aus der rein charttechnischen Betrachtung verspricht die Auflösung des jüngsten Konsolidierungsmusters sogar ein ausreichendes Anschlusspotential, um das in unserem Jahresausblick definierte Kursziel von 170 ins Visier zu nehmen. Rückenwind kommt dabei von Seiten diverser quantitativer Indikatoren. So lassen beispielsweise RSI und MACD mit dem Bruch der im jeweiligen Indikatorverlauf bestehenden Abwärtstrends aufhorchen. Solange es nicht zu einem Rebreak der Marke von rund 166 kommt, beantworten wir die eingangs aufgeworfene Frage eindeutig mit „ja“.

    Euro-BUND-Future (Kontrakt Jun 19) (Daily)

    Angeschlagenes Chartbild

    Die Erholung der BASF-Aktie seit Mitte Dezember ist zuletzt ausgelaufen. Als nachhaltige Belege für diese These dienen die letztlich fehlgeschlagene Rückkehr in den Basisaufwärtstrend seit 2009 (akt. bei 72,09 EUR) sowie der erneute Rückfall unter das Haltebündel aus der 38-Wochen-Linie und dem steileren Baissetrend seit Juni vergangenen Jahres (akt. bei 68,12/68,03 EUR). Für den größten Belastungsfaktor sorgt aber aus charttechnischer Sicht der Bruch des Erholungstrends seit Ende 2018 (akt. bei 68,34 EUR), denn damit muss die Aufwärtsreaktion der letzten Monate letztlich als „bearishe“ Flagge interpretiert werden (siehe Chart). Die Gefahr, dass der Chemietitel damit wieder Fahrt nach Süden aufnimmt, ist deshalb nicht von der Hand zu weisen. In diesem Kontext sorgt ein Abgleiten unter die Tiefs vom März bzw. Oktober bei 64,58/64,33 EUR für ein weiteres Argument in den Händen der Bären. Aufgrund der negativen Weichenstellung müssen Anleger eine Belastungsprobe des Dezembertiefs bei 57,35 EUR einkalkulieren. Um für einen charttechnischen Silberstreif zu sorgen, ist dagegen eine Rückeroberung der beschriebenen Kumulationszone bei 68 EUR vonnöten.

    BASF (Weekly)

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    Autor: Jörg Scherer