• Rekordeinbruch der britischen Wirtschaft
    • London übt scharfe Kritik an BBC-Verbot in China
    • Italien: Cinque Stelle unterstützt Draghi
    • Ankläger im US-Senat fordern eindringlich Verurteilung Trumps
    • US-Behörden klopfen GameStop-Rally auf Marktmanipulation ab
    • CureVac startet Zulassungsverfahren bei EMA
    • Volkswagen startet verhalten ins neue Jahr
    • Porsche SE erwartet Milliardengewinn

    DAX

    • Am deutschen Aktienmarkt zeigten sich die Anleger zum Wochenschluss vorsichtig. Nach der jüngsten Börsenrally machten einige Investoren Kasse. Viele Anleger sind unentschlossen. Die einen setzen darauf, dass die Konjunktur bald wieder an Fahrt gewinnen wird, die anderen sind in dieser Frage eher pessimistisch eingestellt. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Plus von 0,06 Prozent bei 14.049,89 Punkten.Allerdings hatte der deutsche Leitindex noch am Montag einen neuen Rekordstand erreicht, danach ging der Schwung allerdings verloren.

    Chartanalysen und Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Der Zahlungsdienstleister Paypal will nicht selbst in Kryptowährungen investieren. „Wir werden wahrscheinlich keine Unternehmensgelder in solche Finanzanlagen stecken“, sagte CFO John Rainey dem Sender CNBC. Der Zahlungsanbieter hatte im Oktober den Einstieg in das Geschäft mit Kryptowährungen angekündigt. Kunden in den USA sollen über die Paypal-Plattform Bitcoin & Co. kaufen, verkaufen und sie aufbewahren können.
    • Zur Förderung der Impfkampagne hat die US-Regierung mit den Herstellern Moderna und dem Pfizer einen Vertrag über den Bezug von jeweils 100 Mio. zusätzliche Corona-Impfdosen abgeschlossen.
    • Der Volkswagen-Haupteigner Porsche SE rechnet für das abgelaufene Jahr mit einem Reingewinn von rund 2,6 Mrd. Euro. Die Holding der Familien Porsche und Piech teilte mit, das Konzernergebnis werde nach derzeitigem Stand voraussichtlich in dieser Größenordnung liegen. Da sich der Gewinn im Wesentlichen aus dem Ergebnis von Volkswagen ergibt, dürfte DAX-Konzern rechnerisch im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von knapp 8,3 Mrd. Euro erzielt haben.
    • Die Pandemie belastet den Entertainment-Konzern Walt Disney zwar weiter, doch auch wegen des boomenden Streaming-Dienstes kehrte der Konzern im abgelaufenen, ersten Geschäftsquartal aber zurück in die schwarzen Zahlen. In den drei Monaten bis Ende Dezember schaffte Disney einen Gewinn von 29 Mio. Dollar. Obwohl dies ein Rückgang um 99 Prozent im Jahresvergleich ist, wurden die Erwartungen übertroffen.
    • Der US-Elektroautohersteller Tesla hat vom Land Brandenburg eine weitere vorzeitige Genehmigung für den Weiterbau der Autofabrik in Grünheide bei Berlin erhalten. Dabei geht es um den Einbau von Maschinenteilen für die Lackiererei, das Presswerk und den Karosserierohbau in bereits errichteten Gebäude. Es ist laut Ministerium die neunte vorzeitige Zulassung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz.
    • Für den kanadischen Cannabis-Konzern Aurora Cannabis ist das abgelaufene Geschäftsquartal mit mauen Zahlen zu Ende gegangen. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 292.788 Kanada-Dollar an. Experten hatten mit aber einem höheren Minus gerechnet.
    • Die Aktien der Dating-Plattform Bumble sind am Donnerstag an der US-Technologiebörse Nasdaq stark gestartet. Der Einstandskurs lag mit 76 Dollar fast 77 Prozent über dem Ausgabepreis. Aus dem Handel gingen die Papiere mit 70,31 Dollar deutlich niedriger.
    • Die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA hat das schnelle (rollierende) Prüfverfahren für den Impfstoff von CureVac gestartet. Das teilte die EMA am Freitag mit. Die Entscheidung beruhe auf den vorläufigen Ergebnissen von Labortests und klinischen Studien. Der Impfstoff rege die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus an. Das sogenannten Rolling-Review-Verfahren ist schneller als herkömmliche Prüfungen, aber ebenso sorgfältig, wie die EMA betont. Sobald genug Beweise für die Wirksamkeit des Impfstoffes vorliegen, kann CureVac die Marktzulassung in der EU beantragen. Die Experten der EMA geben dazu eine Empfehlung ab.
    • Der Volkswagen-Konzern veröffentlichte heute Auslieferungszahlen für den Januar. Während in Europa sowie in Nord- und Südamerika deutliche Rückgänge bei den Auslieferungen zu verzeichnen waren, konnte der Konzern in China um 22,1 Prozent wachsen zulegen. Weltweit verzeichnete der Konzern bei den Fahrzeug-Auslieferungen ein leichtes Minus in Höhe von 1,4 Prozent auf 824.800 Einheiten. Die Sportwagentochter Porsche (+22,8 %) und der Premiumhersteller Audi (+5,7 %) konnten spürbar zulegen, während die VW Pkw nahezu stagnierten und die Marken Skoda (- 12,4 %) sowie SEAT (-24,8 %) starke Einbußen verzeichneten. Auslieferungszahlen für Elektroautos wurden noch nicht mitgeteilt.
    • Der Kreditvermittler Smava will den Wettbewerber Finanzcheck übernehmen. Verkäufer ist der Finanzinvestor Hellman & Friedman. Angaben zum Kaufpreis machte Smava nicht. Finanzkreisen zufolge liegt dieser bei 200 Mio. Euro.
    • Das Arzneiunternehmen Dermapharm erwartet aus seiner Zusammenarbeit mit dem Biotechnologieunternehmn BioNTech für das laufende Jahr einen Konzernumsatz im hohen zweistelligen Millionenbereich. Zur Herstellung des Corona-Impfstoffes Comirnaty sollten zusätzliche Produktionskapazitäten am Standort Reinbek aufgenommen werden, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
    • Der Ausstoß von CO2 wird für Kraftwerksbetreiber und Industrieunternehmen in der EU immer teurer. Grund ist die rasante Preisentwicklung im europäischen Handel mit Emissionszertifikaten. Am Donnerstag überstieg der Zertifikatepreis erstmals die 40-Euro-Marke. Er hat sich damit im Vergleich zum Beginn der Corona-Krise Mitte März verdoppelt.
    • Lucas Flöther, Insolvenzverwalter von Air Berlin, ist vor dem Bundesverfassungsgericht damit gescheitert, frühere Urteile im Zusammenhang mit Massenentlassungen bei der Airline anzugreifen. In dem nun veröffentlichten Beschluss vom 5. Januar nahmen die Verfassungsrichter seine Beschwerden nicht zur Entscheidung an.
    • Haben Marktmanipulationen zu der Aktienrally bei GameStop und AMC geführt? Diesem Verdacht gehen nun US-Behörden nach, wie das Wall Street Journal berichtet. Das US-Justizministerium und die Staatsanwaltschaft von San Francisco haben Informationen von Brokern wie Robinhood angefordert, die im Mittelpunkt des Handels gestanden hätten, meldete das Blatt. Robinhood spielte eine zentrale Rolle bei den konzertierten Käufen von Kleinanlegern, die Hedgefonds unter Druck gebracht hatten und zu Börsenturbulenzen führten. Zudem habe die US-Derivateaufsicht CFTC eine vorläufige Untersuchung eröffnet, ob ein mögliches Fehlverhalten bei Handel mit Silber-Futures vorgelegen habe, berichtet das Blatt weiter.
    • Der Vorstand des Pharma- und Laborausrüsters Sartorius schlägt eine Dividende von 71 Cent je Vorzugsaktie und 70 Cent je Stammaktie vor. Der Aufsichtsrat habe der Empfehlung zugestimmt, der Hauptversammlung am 26. März diese Ausschüttungshöhen vorzuschlagen, teilte das Unternehmen mit. Damit würde die Ausschüttungssumme 48 Mio. Euro betragen. Im Vorjahr lag die Dividende bei 36 Cent bzw. 35 Cent.
    • Die niederländische Großbank ING hat im Corona-Jahr 2020 einen Gewinneinbruch erlitten. Grund sind hohe Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite, sowie Kosten für einen Stellenabbau. Der Nettogewinn fiel um fast die Hälfte auf knapp 2,5 Mrd. Euro, wie das Institut am Freitag mitteilte. Im vierten Quartal fielen die Belastungen aber geringer aus, so dass das Geldhaus dort unter dem Strich mehr verdiente als von Analysten im Schnitt erwartet. Die Aktionäre sollen zunächst eine Dividende von 12 Cent je Aktie erhalten.
    • Der weltgrößte Kosmetikhersteller L'Oreal hat im vierten Quartal 2020 seine Erlöse auf vergleichbarer Basis um knapp 5 Prozent auf 7,9 Mrd. Euro gesteigert, wie der Konzern am Donnerstagabend mitteilte. Damit übertrafen die Franzosen die Erwartungen von Analysten deutlich. Beim Betriebsgewinn musste L'Oreal im gesamten Jahr 2020 ein Minus von 6,1 Prozent auf 5,21 Mrd. Euro hinnehmen.

    Politik & Konjunktur

    • In den USA hat sich das Konsumklima im Februar verschlechtert. Der von der Universität von Michigan ermittelte Indikator sank um 2,8 Punkte auf 76,2 Zähler und damit auf den niedrigsten Stand seit August, wie die Universität am Freitag laut einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg gerechnet. Der Subindex zu den Erwartungen der Verbraucher fiel deutlich. Nur leicht hat sich die Bewertung der aktuellen Lage verändert.
    • Deutschland hat die Regeln für die Einreise aus mehreren EU-Staaten erneut verschärft und auch stationäre Grenzkontrollen angeordnet. Neben Tschechien und Tirol in Österreich gilt ab Sonntag auch für die Slowakei wegen der Corona-Pandemie ein Beförderungsverbot. Die Bundesregierung stufte das EU-Land am Freitag als Gebiet mit besonders gefährlichen Virusmutationen ein, wie das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite mitteilte.
    • Die USA werden laut Präsident Joe Biden bis Ende Juli genügend Impfstoff für rund 300 Mio. Menschen haben. Die Regierung habe sich nun insgesamt 600 Mio. Dosen gesichert, sagte Biden. Die komplette Menge werde zudem bis Ende Juli geliefert werden, schneller als zuletzt geplant, sagte Biden.
    • Das US-Staatsdefizit wird Experten des Kongresses zufolge im Haushaltsjahr 2021 erneut sehr hoch ausfallen. Der Fehlbetrag der Bundesregierung werden 2,3 Bio. Dollar betragen, wie das Haushaltsbüro des Kongresses (CBO) mitteilte. Im Vorjahr waren es sogar gut 3,1 Bio. Dollar.
    • Die Covid-19-Erkrankung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump soll einem Bericht der "New York Times" zufolge schwerwiegender gewesen sein, als das Weiße Haus seinerzeit eingeräumt hatte. Trumps Sauerstoffsättigung im Blut sei vor seiner Verlegung ins Krankenhaus auf kritische Wert gefallen. Trump soll zudem auf Röntgenbildern erkennbare Anzeichen einer Lungenentzündung gehabt haben.
    • Die wegen der Coronavirus-Mutationen in Tschechien und im österreichischen Bundesland Tirol eingeführten Grenzkontrollen sind laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn alternativlos. „Wir müssen unser Land vor weiteren Viren schützen“, sagte er am Freitag auf einer Pressekonferenz in Berlin. „Diese Entscheidung schmerzt, sie ist aber für eine gewisse Zeit unumgänglich.“ Spahn: „Wir greifen zu diesen Maßnahmen nur, wenn es wirklich keine anderen Möglichkeiten gibt.“ Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte sich zuvor gegen Grenzschließungen zu Nachbarländern ausgesprochen. „Wir wollen nicht, dass die Grenzen wieder geschlossen werden, sondern wir wollen gemeinsam managen, dass wir es schaffen, die Pandemie zu bewältigen", sagte die SPD-Politikerin im ZDF-Morgenmagazin. Das Robert Koch-Institut (RKI) sieht weiterhin die Gefahr, dass ansteckendere Varianten des Coronavirus die Bekämpfung der Pandemie erschweren. RKI-Präsident Lothar Wieler sagte in Berlin: „Wir müssen die Ausbreitung der Varianten zumindest verlangsamen. 

    • Die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags für bestimmte Unternehmen wird bis zum 30. April ausgesetzt. Nach dem Bundestag stimmte am Freitag auch der Bundesrat der Verlängerung zu. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann erwartet keine historische Insolvenzwelle. „Der Wirtschaftseinbruch wird sich erst in den kommenden Quartalen in den Insolvenzzahlen niederschlagen", sagte er im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung. „Sie werden zwar deutlich steigen, allerdings von einem sehr niedrigen Niveau aus."
    • Russland hat im Fall von weiteren EU-Sanktionen mit dem Abbruch der Beziehungen zur Europäischen Union gedroht. Sein Land sei darauf eingestellt, sagte Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview, das auf der Internetseite seines Ministeriums veröffentlicht wurde. „Wir wollen uns nicht vom weltweiten Leben isolieren, aber wir müssen dafür gerüstet sein. Wenn man Frieden will, muss man sich auf Krieg vorbereiten.“
    • Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) hat der Bundesregierung wegen des verlängerten Lockdowns Wortbruch vorgeworfen: „Die Bundeskanzlerin und die Minister haben die Zusage gebrochen, einen Perspektivplan vorzulegen, mit dem die Menschen die Planbarkeit ihres Lebens zurückerhalten. Lange hält diese Republik das nicht mehr aus“, sagt er in einem Podcast des „Kölner Stadt-Anzeigers“.
    • Mit ihren gigantischen Konjunkturspritzen nimmt die US-Regierung aus Sicht von Robert Halver (Baader Bank), Inflationierung in Kauf. Diese werde ohnehin angefacht, wenn über zu erwartende Lockerungen viel Kaufkraft und Nachholeffekte auf die Wirtschaft treffen. Die Inflationserwartungen befänden sich auf dem höchsten Niveau seit Herbst 2018.
    • China hat 2020 seinen Status als Exportweltmeister laut ifo Institut ausgebaut. Der Weltmarktanteil im Warenhandel stieg demnach um 1,5 auf 14,5 Prozent. Der Anteil der USA sank zugleich um 0,5 auf 8,5 Prozent, der von Deutschland um 0,1 Prozentpunkte auf 8,0 Prozent.
    • Die britische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr so stark geschrumpft wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Das Statistikamt meldete einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegenüber dem Vorjahr von 9,9 Prozent. Im vierten Quartal konnte sich die Wirtschaft jedoch erholen. Laut ONS lag das BIP im vierten Quartal 1,0 Prozent über dem Niveau des Vorquartals.
    • Großbritannien hat mit scharfer Kritik auf ein Verbot des britischen Auslandssenders BBC World News in China reagiert. „Die chinesische Entscheidung, BBC World News in Festland-China zu verbieten, bedeutet eine inakzeptable Einschränkung der Pressefreiheit", sagte Außenminister Dominic Raab. „In China sind einige der strengsten Einschränkungen der Medien- und Internetfreiheit weltweit in Kraft, und dieser jüngste Schritt wird Chinas Ruf in den Augen der Welt nur schädigen."
    • Die 5-Sterne-Bewegung in Italien hat sich entschieden, eine geplante Regierung unter Mario Draghi als Ministerpräsidenten zu unterstützen. Das teilte die Partei mit. Demnach haben 59 Prozent der Mitglieder, die bei der internen Abstimmung gewählt hatten, mit Ja gestimmt und 41 mit Nein. „Der Auftrag, den uns die Mitglieder heute erteilt haben, ist klar", schrieb Interims-Parteichef Vito Crimi auf Facebook. Seine Partei ist stärkste Kraft im Parlament in Rom.
    • Zum Abschluss ihrer Präsentation im Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump haben die Anklagevertreter im US-Senat seine Verurteilung gefordert. Der frühere Präsident habe seine Anhänger zum Sturm auf das US-Kapitol angestiftet. Wenn dies ungestraft bliebe, könnte der Republikaner weitere Gewalt anzetteln, warnten sie. Ab heute haben die Verteidiger das Wort.
    • Die Ausgaben für Versicherungen machen sich bei vielen Haushalten besonders zum Jahresbeginn bemerkbar: Dann werden meist die Jahresbeiträge fällig. Wie viel ein Haushalt für zusätzliche Versicherungen ausgibt, geht aus den Ergebnissen der Laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) hervor. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, haben Privathaushalte im Jahr 2019 demnach durchschnittlich rund 1.500 Euro für Versicherungen ausgegeben. Im Jahr 2009 waren es noch 1.020 Euro.

    Dividendenausschüttungen

    • Aurubis (€1,30 je Aktie)

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