Jan Hatzius, Chef-Volkswirt von Goldman Sachs (übrigens ein Deutscher!), gilt als Spezialist für die fundamentale Analyse der US-amerikanischen Volkswirtschaft. Er ließ zuletzt verlautbaren, dass er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit damit rechne, dass die US Notenbank FED bereits im September die milliardenschweren Kaufprogramme von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren zurückfahren werde.

    Seitdem fallen die Kurse der US Staatsanleihen in Erwartung einer Zinswende erheblich, die Renditen steigen steil an. Vereinzelt gab es Befürchtungen, dass das ganze bei den Treasuries und Bonds in einen crashartigen Preisverfall übergehen könne. Zuviele Marktteilnehmer wollen mal wieder mit zuviel Volumen zu schnell aus einem Markt heraus: Seit Ende der 1990er Jahre haben wir mehrfach gesehen, dass es in den liquidesten Märkten einen Sell Off geben kann. Seit Mitte April sehen wir eine solche Entwicklung bei den Edelmetallen.

    US-Notenbankpräsident Ben Bernanke hatgestern in seiner Rede bekräftigt, dass die FED ihre lockere Geldpolitik fortsetzen wird. Die US-Wirtschaft benötige auf „absehbare Zeit“ weiter eine „sehr expansive Geldpolitik“, sagte Bernanke. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit und der niedrigen Inflation müssten die konjunkturstützenden Maßnahmen fortgesetzt werden. Die Zinsen dürften auch dann noch eine ganze Weile auf dem niedrigen Niveau belassen werden, wenn die Arbeitslosenquote auf die Marke von 6,5% gesunken sei, sagte Bernanke. Genaue Angaben, wann die Anleihenkäufe im Rahmen des QE-Programms zurückgefahren werden, machte Bernanke nicht.

    Damit wird klar, Bernanke holt so die Renditen wieder zurück. Kurzfristig für die nächsten tage, möglicherweise Wochen bedeutet dies, dass Treasuries und Bonds eher wieder steigen dürften, gleichzeitig dürfte der US-Dollar zunächst doch nochmals zurückkommen (derzeit tendenziell positive Korrelation zu den Renditen), Aktien dürften steigen.

    Bernanke grätscht damit denjenigen in die Positionierung, die Treasuries/Bonds short, US-Dollar long und Aktien short gegangen waren. Es ist davon auszugehen, dass er diese Marktteilnehmer wieder aus ihren Positionen drängen wird.

    DAX: 8.155 Punkte

    Den Buy Trigger hatte ich mit 8.040 Punkten angegeben. Heute bricht der Index mit einer Kurslücke über die Abwärtstrendlinie der Korrektur seit Mitte Mai aus. Es handelt sich also um eine Ausbruchlücke, ein sogenanntes Breakaway Gap Up. Das ist stark bullisch.

    Die Wahrscheinlichkeit ist stark gestiegen, dass die Korrektur beendet und eine Erholung bis 8.290 und 8.550 Punkte eingeleitet werden könnte. Ein spekulativer Stoploss für taktische Longpositionen bietet sich unter 7.970 Punkten an.

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