• Bundesbank: Wirtschaft gewinnt wieder an Dynamik
  • UK: Premier May will Beziehungen zur EU klären
  • Eurozone: Leistungsbilanz mit geringerem Überschuss
  • China verschärft sein Import-Verbot von Feststoff-Abfällen
  • Bitcoin-Kurs fällt auf 1-Jahrestief
  • Zeal Network will Lotto24 AG übernehmen
  • Volkswagen verkauft auch im Oktober weniger Autos
  • Grand City Properties profitiert von hoher Nachfrage
  • Merck erleidet erneut Rückschlag mit Avelumab
  • Thyssenkrupp schließt weitere Finanzrisiken nicht aus
  • Nissan bestätigt Steuerhinterziehungsvorwürfe gegen Carlos Ghosn

DAX & US-Markt

  • Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt bleibt angeschlagen. Der DAX beendete den Handel am Montag mit einem Minus von 0,85 Prozent auf 11.244,54 Punkte. Der neu befeuerte amerikanisch-chinesische Handelsstreit drückt auf die Kauflaune. Auch die Brexit-Problematik zerrt an den Nerven der Anleger. Das Szenario eines "harten Brexit“, schwebt nach wie vor wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Die britische Premierministerin May hält nun eine Verlängerung der Übergangsperiode nach dem EU-Austritt ihres Landes für denkbar. In Brüssel stellten sich die verbleibenden EU-Staaten geschlossen hinter den ausgehandelten Austrittsvertrag mit Großbritannien. Dieser soll auf einem Brexit-Sondergipfel der EU am kommenden Sonntag gebilligt werden. Frankreich hat sich allerdings dafür ausgesprochen, in sogenannten Neben-Erklärungen zusätzliche Forderungen in Bezug auf die künftigen Handelsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien zu stellen.
  • Der S&P 500 beendet den Montagshandel mit einem Minus von 1,66 Prozent, der Dow Jones verlor 1,56 Prozent und der Nasdaq 100 brach sogar um 3,26 Prozent an. Apple verbuchte aufgrund Spekulationen über eine schwache Nachfrage ein Minus 3,96 Prozent und zog Technologieaktien mit in den Abgrund. Einziger Datenpunkt von Rang und Namen war der NAHB Housing Market Index, der im November überraschend um acht auf 60 Punkte gesunken ist und damit die Erwartungen von 67 Zählern deutlich verfehlte. Wie NAHB-Chefökonom Robert Dietz erläuterte, sind es vor allem die steigenden Zinsen und die mittlerweile sehr hohen Immobilienpreise, welche die Nachfrage dämpfen und Käufer abschrecken.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will wegen weiterer Diesel-Fahrverbote bereits bis Weihnachten 2018 und nicht erst im Frühjahr Bestimmungen für die umstrittenen Hardware-Nachrüstungen älterer Dieselautos festlegen. Die "technischen und rechtlichen Voraussetzungen" sollten noch dieses Jahr bestimmt werden, sagte Scheuer.
  • Der mutmaßliche Täter eines Bombenanschlags auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund im April 2017 soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft lebenslang in Haft. Oberstaatsanwalt Carsten Dombert begründete die Forderung bei seinem Plädoyer am Montag damit, dass es sich bei dem Anschlag um einen vielfachen Mordversuch gehandelt habe. Die Verteidiger von Sergej W. werden am kommenden Donnerstag (22. November) ihr Plädoyer halten. Sergej W. argumentiert, dass er niemanden habe ernsthaft verletzen oder töten wollen. Das Urteil wird für den 27. November erwartet.
  • China hat den Kauf von 21st Century Fox durch Disney genehmigt, wie der Finanzsender CNBC berichtet.
  • Apple hat laut einem Bericht des „Wall Street Journals“ in den vergangenen Wochen die Produktionsaufträge sowohl für die beiden iPhone-Topmodelle XS und XS Max sowie auch für das iPhone XR gesenkt. Beim iPhone XR habe Apple Ende Oktober den Produktionsauftrag an mehrere Fertiger von ursprünglich rund 70 Mio. Geräten bis Februar 2019 um bis zu ein Drittel gesenkt, schrieb die Zeitung. Vergangene Woche habe der Konzern dann Zulieferer von einer weiteren Kürzung informiert, hieß es. Laut dem Finanzdienstleister Cowen ist Apple für 10 Prozent der weltweiten NAND-Nachfrage und für 5 des globalen DRAM-Bedarfs verantwortlich. Eine Reduktion der gegenwärtigen iPhone-Produktion um 20 Mio. Einheiten dürfte die Nachfrage um 6 Prozent, respektive 3 Prozent sinken lassen.
  • Volkswagen bestätigte die Margenziele auf Konzernebene sowie für die Marken VW, Audi und Porsche für die Jahre 2020/2025. Noch am Freitag hatte Vorstandschef Herbert Diess betont, dass er die operative Marge im Konzern zwar auch in den kommenden Jahren bei rund 7 Prozent sehe, dies aber harte Arbeit bedeute.
  • Rückschlag für die Pharmakonzerne Merck KGaA und Pfizer: Das gemeinsam entwickelte Medikament Avelumab scheiterte in einer Studie an Patientinnen mit bestimmtem Eierstockkrebs. Wie die beiden Unternehmen mitteilten, wurden die Ziele der Studie nicht erreicht.
  • Ein bekanntes Gesundheitsprojekt von Alphabet - eine digitale Kontaktlinse für Diabetiker - ist wegen mangelnder Erfolgsaussichten gestoppt worden. Die Idee war, den Blutzuckergehalt in der Tränenflüssigkeit zu messen. Es gelang zwar, dafür Sensoren und Sender in Kontaktlinsen unterzubringen, erklärte die Google-Schwesterfirma Verily. Dennoch konnte nicht verlässlich der Blutzuckergehalt anhand der Glukosekonzentration in der Tränenflüssigkeit bestimmt werden.
  • Amazon-CEO Jeff Bezos geht nicht davon aus, dass sein Unternehmen bis in alle Ewigkeit existieren wird. Tatsächlich prognostiziert er dem Konzern eine Lebenserwartung von 30 und mehr Jahren. „Amazon ist nicht too big to fail", sagte Bezos.
  • Der Volkswagen-Konzern hat auch im Oktober weniger Autos verkauft. Im Vorjahresvergleich fiel die Zahl der Auslieferungen um 10 Prozent auf 846.300 Fahrzeuge weltweit, wie das Unternehmen mitteilte. Besonders stark waren die Verluste in Deutschland und Westeuropa. Bereits im September hatte VW eine zweistelligen Rückgang erlitten. Grund ist die Einführung des neuen Abgas-Prüfverfahrens WLTP. „Beim Thema WLTP-Umstellung haben wir die Talsohle in Europa durchschritten", machte Konzern-Vertriebschef Christian Dahlheim Hoffnung. Für die kommenden Monate rechne das Unternehmen mit einer weiteren positiven Entwicklung.
  • Der japanische Autobauer Nissan hat seinen Verwaltungsratschef Carlos Ghosn nach einem Verstoß gegen japanische Finanzregeln sowie Veruntreuung zum Rücktritt aufgefordert. Vorstandschef Hiroto Saikawa werde dies dem Aufsichtsrat vorschlagen, teilte Nissa mit. Ghosn, Chef des französischen Nissan-Partners Renault habe in den Jahresabschlüssen des Unternehmens sein eigenes Einkommen zu niedrig angesetzt. Nun soll er Medienberichten in Japan zufolge sogar festgenommen worden sein.
  • Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus verkauft zwei Telekom-Satelliten an den französischen Betreiber Eutelsat. Laut französischen Medienberichten hat der Auftrag einen Wert von rund 500 Mio. Euro.
  • Der Glücksspielanbieter Zeal Network hat ein Übernahmeangebot für Deutschlands größten gewerblichen Online-Lotterievermittler Lotto24 AG angekündigt. Vorbehaltlich der endgültigen Bestimmung der gesetzlichen Mindestpreise und der endgültigen Festlegungen in der Angebotsunterlage wolle Zeal eine neue Zeal-Aktie als Gegenleistung für jeweils circa 1,6 zum Umtausch eingereichter Aktien von Lotto24 anbieten, hieß es laut Mitteilung. Zeal habe sich bereits einen Anteil von rund 65 Prozent an Lotto24 gesichert.
  • Volkswagen Vorstandschef Herbert Diess hat einen Rückstand bei der Entwicklung von autonom fahrenden Autos eingeräumt. Man müsse zugeben, dass etwa die Google-Tochter Waymo bei fahrerlosen Fahrzeugen ein bis zwei Jahre vorn liege, sagte Diess laut "Welt am Sonntag" bei einer Konferenz zur Künstlichen Intelligenz.
  • Die Verhandlungen zum Verkauf der Stromnetzsparte des Schweizer Industriekonzerns ABB mit dem japanischen Hitachi-Konzern sind laut einem Bericht der "Financial Times" in einem fortgeschrittenen Stadium. Es sei allerdings nicht sicher, ob sich die Parteien auch einigten, so die Zeitung.
  • Acht Monate nach dem Säure-Anschlag auf den Innogy-Manager Bernhard Günther hat der Energiekonzern eine Prämie für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung der Tat führen. Die Belohnung betrage bis zu 80.000 Euro, teilte das Unternehmen am Montagmorgen mit.
  • Der Wohnungsvermieter Grand City Properties hat in den ersten neun Monaten die Miet- und Betriebseinnahmen im Vorjahresvergleich um 10 Prozent auf 403,6 Mio. Euro gesteigert. Das operative Ergebnis FFO 1 (Funds from Operations) stieg um 15 Prozent auf 149,8 Mio. Euro. An dieser Kennzahl orientiert sich die Dividendenzahlung. Grand City Properties stellt für das laufende Jahr beim FFO 1 weiterhin 197 Mio. Euro in Aussicht.
  • ING-Chef Ralph Hamers rechnet mit massiven Stellenstreichungen durch die Digitalisierung im Bankensektor. „Wenn Sie die Zahl der Filialen reduzieren, heißt das, dass Mitarbeiter sich verändern müssen. Aus einem Filialmitarbeiter werden Sie so schnell keinen Datenexperten machen", so Hamers gegenüber dem "Tagesspiegel".
  • Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will den Markt für Fahrdienste wie Uber in Deutschland bis 2021 öffnen. „Gerade auf dem Land können wir mit Fahrdiensten und Pooling-Systemen ganz neue Möglichkeiten, gerade für ältere Bewohner, schaffen", Scheuer gegenüber dem Magazin "Focus".
  • Thyssenkrupp schließt wegen einer drohenden Kartellstrafe im Stahlbereich weitere Finanzrisiken nicht aus. „Zunächst einmal muss das laufende Verfahren abgewartet werden. Richtig ist, dass wir weitere Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage grundsätzlich nicht ausschließen können", so Compliance-Vorstand Donatus Kaufmann gegenüber der "Rheinischen Post".

Konjunktur & Politik

  • Der Bundesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der Union hat sich für den CDU-Politiker Friedrich Merz als neuen Parteivorsitzenden der CDU ausgesprochen. Man unterstütze Merz mit einer großen Mehrheit im Bundesvorstand, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung.
  • Laut "Financial Times" will Frankreich im Zusammenhang mit dem Brexit weitere Bedingungen stellen. In sogenannten Neben-Erklärungen sollten zusätzliche Forderungen in Bezug auf die künftigen Handelsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien zum Beispiel im Bereich der Fischerei-Rechte gestellt werden, heißt es.
  • Die Bundesregierung hat als Konsequenz aus der Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi die Rüstungslieferungen an Saudi-Arabien komplett eingestellt. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums werden auch keine Waffen oder andere Rüstungsgüter, deren Export bereits genehmigt worden war, dorthin geliefert.
  • Der NAHB-Hausmarktindex in den USA ist im November um 8 Punkte auf 60 Punkte gefallen, wie die National Association of Home Builders (NAHB) am Montag mitteilte. Dies ist der stärkste monatliche Rückgang seit Februar 2014 und zugleich ein knappes Zweieinhalb-Jahrestief. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 67 Punkte gerechnet.
  • US-Präsident Donald Trump hält im Streit um den US-Haushalt eine teilweise Haushaltssperre im Dezember weiterhin für realistisch. Mit der drohenden Schließung mehrerer Behörden will er sich vom Kongress doch noch die 5 Mrd. Dollar für die Finanzierung seiner Grenzmauer zu Mexiko zusichern lassen.
  • Die Importzölle der USA auf chinesische Waren werden nach Einschätzung des ifo Instituts zu drei Viertel von den chinesischen Herstellern getragen. Die US-Volkswirtschaft erzielt damit rund 18,4 Mrd. Dollar Gesamtnutzen.
  • US-Vizepräsident Mike Pence drohte China mit weiteren Strafzöllen. Er hielt der Volksrepublik zudem vor, schwächere Staaten mit Krediten gezielt in die Abhängigkeit zu treiben. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sagte dazu, sein Land locke niemanden in eine Falle. Er warnte vor einem "Handelskrieg" ohne Gewinner.
  • Der CSU-Vize und -Europapolitiker Manfred Weber fordert, dass der Aufbau des angedachten Europäischen Währungsfonds (EWF) noch 2018 beschlossen wird. „Der Aufbau eines EWF muss bis Jahresende finalisiert werden", sagte der Spitzenkandidat der konservativen europäischen Parteienfamilie EVP für die Europawahl. Europa müsse gewappnet sein, eine künftige Finanzkrise auch ohne Hilfe etwa des Internationalen Währungsfonds (IWF) bewältigen zu können.
  • Die Umsätze im deutschen Einzelhandel sind im dritten Quartal 2018 um 0,9 Prozent zurückgegangen. Nach revidierten Angaben des Statistischen Bundesamts sanken die Umsätze auf Monatssicht im September um 0,3 (vorläufig: +0,1) Prozent, im August um 0,2 (+0,1) Prozent und im Juli um 1,0 (-1,5) Prozent.
  • Die Stimmung in der britischen Wirtschaft ist einer Umfrage zufolge so schlecht wie seit Jahren nicht mehr. Die Unternehmen sorgen sich wegen des bevorstehenden Brexits. Einer Untersuchung von IHS Markit zufolge erwarten nur noch 32 Prozent der Firmen eine anziehende Geschäftstätigkeit in den nächsten zwölf Monaten. Das ist der schwächste Wert seit Beginn der vierteljährlichen Befragungen im Jahr 2009. Allerdings fand die Befragung vor der Einigung auf einen Vertragsentwurf zwischen der EU und der britischen Regierung statt.
  • Die Wirtschaft dürfte im laufenden Quartal deutlich zulegen, schreibt die Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht. Im vorigen Quartal schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent. Das war nach Ansicht der Währungshüter besonders auf die Probleme in der Autoindustrie mit dem neuen Abgastest zurückzuführen. Nun normalisierten sich Produktion und Ausfuhren von Kraftfahrzeugen wieder, hieß es.
  • Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether oder XRP stehen zu Wochenbeginn erneut unter Druck. Auf der Handelsplattform Bitstamp fiel der Bitcoin-Kurs mit 5.173 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr. In den vergangenen vier Handelstagen summieren sich die Verluste auf 17 Prozent. Als Gründe für die Kursschwäche werden am Markt die Enttäuschung vieler Bitcoin-Anhänger genannt, dass die Zulassung eines börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf Bitcoin immer unwahrscheinlicher wird. Hinzu kam in letzter Zeit die Aufspaltung ("Hard Fork") von Bitcoin Cash.
  • Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone ist im September nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) um 7,3 Mrd. auf 17,0 Mrd. Euro gesunken. Das ist der niedrigste Überschuss seit Januar 2017. Die Leistungsbilanz umfasst neben dem Warenhandel den Dienstleistungsverkehr und finanzielle Übertragungen ins und aus dem Ausland.
  • Deutschland und Frankreich hatten sich in der vergangenen Woche auf einen gemeinsame Konzept für ein Eurozonen-Budget innerhalb des EU-Haushalts geeinigt. Die EU-Kommission hatte vor einigen Monaten bereits Vorschläge in eine ähnliche Richtung vorgelegt Die Vorschläge für ein Eurozonen-Budget innerhalb des EU-Haushalts könnten nach Einschätzung von Eurogruppenchef Mario Centeno Fortschritte bringen. „Es könnte eine Art Durchbruch sein", sagte Centeno beim Treffen der 19 Finanzminister mit der Gemeinschaftswährung am Montag in Brüssel. Der CDU-Wirtschaftsrat lehnt ein Eurozonen-Budget hingegen strikt ab. „Gerade vor dem Hintergrund des sich zuspitzenden Haushaltsstreits mit Italien ist der deutsch-französische Vorschlag für ein Eurozonen-Budget das falsche Signal zur falschen Zeit", so Generalsekretär Wolfgang Steiger gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
  • China verschärft sein Import-Verbot von Feststoff-Abfällen. Mit Beginn des neuen Jahres stehen 32 weiter Kategorien auf dem Index, wie aus einem Dokument der Ministerien für Umwelt, Handel und Entwicklung sowie des Zolls hervorgeht. Zu den neu verbotenen Importen zählen Computer- und Autoteile, Schrott sowie Abfälle aus Stahl, Titan oder Holz.
  • Die deutschen Maschinenbauer haben im dritten Quartal ihre Ausfuhren gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent auf 43,8 Mrd. Euro gesteigert, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. Im ersten Halbjahr hatte die Schlüsselindustrie noch ein Plus von 5,9 Prozent verbucht.
  • Die britische Premierministerin Theresa May will in dieser Woche mit der EU darüber verhandeln, wie die künftigen Beziehungen ihres Landes zur Union nach dem Brexit aussehen sollen. Die kommenden Tage seien „entscheidend“, sagte May im TV. „Erst wenn es eine zufriedenstellende Einigung für die gegenseitigen Beziehungen nach dem Brexit gebe, werde das Austrittsabkommen unterzeichnet, so May. Nachbesserungen am ausgehandelten Brexit-Vertrag lehnt May kategorisch ab. „Zu diesem gibt es keine Alternative. Es gibt kein anderes Konzept, auf das wir uns mit der EU einigen können. Sollte das Parlament den Vertrag ablehnen, würde dies Spaltung und Unsicherheit vergrößern", so May in einem Gastbeitrag für die Zeitung "Sun on Sunday".
  • Im Jahr 2017 waren Erwerbstätige in Deutschland im Durchschnitt rund 44 Jahre alt, das waren etwa vier Jahre mehr als 20 Jahre zuvor, wie das Statistische Bundesamt anhand aktueller Ergebnisse aus dem Mikrozensus mitteilte. Das Durchschnittsalter von berufstätigen Frauen und Männern war 2017 nahezu identisch. Dabei gab es laut der Statistikbehörde jedoch erhebliche Unterschiede zwischen Selbstständigen und Arbeitnehmerinnen beziehungsweise Arbeitnehmern sowie zwischen einzelnen Berufen.
  • Der preisbereinigte Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im September um 0,8 Prozent höher als im Vormonat. Dabei erhöhten sich die nicht erledigten Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Vormonat um 1,0 Prozent, der Bestand an Auslandsaufträgen erhöhte sich um 0,7 Prozent. Der Auftragsbestand umfasst die Summe der Auftragseingänge am Ende des Berichtsmonats, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu Umsätzen geführt haben und die nicht storniert wurden.
  • In Japan sind die Exporte im Oktober wieder deutlich gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Ausfuhren im Oktober nach einem schwachen September um 8,2 Prozent, wie das Finanzministerium in Tokio mitteilte. Dabei legten die Exporte in die USA noch stärker zu. Diesmal verbesserten sich auch die Autoausfuhren, die um drei Prozent zulegten. Das war der erste Anstieg seit fünf Monaten.
  • Spekulationen auf eine Drosselung der OPEC-Förderung treiben die Ölpreise zu Wochenbeginn weiter an. Das Ölkartell erwägt laut Medien Produktionskürzungen von bis zu 1,4 Mio, Barrel pro Tag, um einen weiteren Preisverfall von Rohöl zu verhindern.
  • Experten erwarten weitere Pleiten von chinesischen Unternehmen, die Schulden in US-Dollar angehäuft haben. Steigende Kosten in US-Dollar gepaart mit einem schwächeren Yuan dürften zu Zahlungsausfällen führen, wie CNBC berichtet.
  • Die Ratingagentur Standard & Poor's hat das Triple-A-Rating für die Schweiz von "AAA" bestätigt. Auch der Ausblick bleibt „stabil". Die Schweizer Wirtschaft dürfte in den kommenden zwei bis drei Jahren weiter wachsen, hieß es zur Begründung. Gestützt würde die Kreditwürdigkeit zudem von den soliden fiskalischen und aussenwirtschaftlichen Überschüssen der Schweiz.
Termine des Tages: 10:00 Uhr - EWU: EZB-Leistungsbilanzsaldo September

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