DAX

    Neueste Stimmungsindikatoren aus China sorgen auch am hiesigen Aktienmarkt für Unbehagen unter den Anlegern. Im Reich der Mitte sind die Geschäftsaktivitäten in der Industrie auf das Niveau des Jahres 2008 eingebrochen. Der Caixin Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes fällt im September um weitere 0,3 auf 47,0 Punkte. Experten hatten indes eine Aufhellung auf 74,6 Punkte erwartet. Damit zeigt sich die Lage in der chinesischen Industrie derzeit als sehr angespannt, was neue Konjunktursorgen um die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft schürt.

    Darüber hinaus überschattet weiterhin der Abgas-Skandal bei VW das Börsengeschehen hierzulande. Der DAX wird vorbörslich erneut schwächer taxiert und notiert unter der Marke von 9.550 Punkten. Am Vormittag sind zunächst die Vorabschätzungen der Einkaufsmanagerindizes in der Eurozone von Interesse, bevor am Nachmittag EZB-Chef Mario Draghi vor dem EU-Parlament Rede und Antwort steht.

    Neue griechische Regierung steht

    Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat am späten Dienstagabend seinen Ministerrat gebildet. Euklid Tsakalotos, der das Hilfsprogramm mit den Gläubigern ausgehandelt hat, wird erneut oberster Kassenhüter. Giorgos Chouliarakis soll als stellvertretender Finanzminister die Umsetzung aller Auflagen überprüfen.

    VW-Abgas-Affäre zieht immer weitere Kreise

    
Am Dienstagabend war das Präsidium des VW-Aufsichtsrats zusammengekommen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Am heutigen Vormittag sollte das Gremium eigentlich die am Freitag anstehende Vertragsverlängerung von Vorstandschef Martin Winterkorn vorbereiten. Seine Zukunft bleibt weiter offen.

    Die Nachrichtenlage beim Autobauer bleibt negativ: Dem Konzern könnte nun auch noch Ärger mit der deutschen Finanzaufsicht folgen, wie die „Welt“ berichtet. Die BaFin prüfe mögliche Unregelmäßigkeiten rund um den Handel mit VW-Aktien, bestätigte eine Sprecherin der Behörde. In den USA hat nun nach der Umweltabteilung des US-Justizministeriums auch die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates New York Ermittlungen eingeleitet.

    Siemens will geplanten Stellenabbau abmildern

    Im Frühjahr hat Siemens-Konzernchef Kaeser den Abbau von Jobs in der kriselnden Energiesparte und bei renditeschwachen Bereichen bekannt. Insgesamt addierten sich die Vorhaben bislang auf weltweit gut 13.000 Arbeitsplätze. Nun soll der verkündete Stellenabbau zumindest in Deutschland nach Informationen des Handelsblatts aus Verhandlungskreisen an mehreren Standorten milder ausfallen als ursprünglich angekündigt. Grund ist ein Großautrag: Siemens holte - nach Verkündung der Personalpläne - in Ägypten den größten Auftrag der Konzerngeschichte herein. Für acht Milliarden Euro liefert der Konzern Gaskraftwerke und Windräder. Zwar erfolgt die Produktion teils vor Ort, doch profitieren auch deutsche Standorte. Auch andere Aufträge im Energiebereich sorgen dafür, dass weniger Mitarbeiter gehen müssen.

    Boeing: Mega-Order aus China

    Einer Agenturmeldung zufolge hat China einen Auftrag über 300 Boeing-Flugzeuge unterzeichnet. Der US-Konzern will in China offenbar seine erste Fabrik errichten. Entsprechende Pläne sollen in Peking eingereicht worden sein.

    Übernahme von NCR durch Blackstone steht auf der Kippe

    Einem Bericht der "New York Post" zufolge will der Finanzinvestor Blackstone den Geldautomaten-Hersteller NCR derzeit nicht mehr übernehmen. Die Zeitung beruft sich auf eine mit der Sache vertraute Person. Demnach sei es nicht gelungen, eine Vereinbarung mit dem Geldautomatenhersteller auszuhandeln.

    Balda verkauft sein gesamtes operatives Geschäft

    Der Finanzinvestor Paragon übernimmt bei dem Kunststoffhersteller Balda die Führung. Das operative Geschäft gehe für einen Kaufpreis von 62,9 Millionen Euro an die Münchener Beteiligungsgesellschaft, teilte Balda am Mittwoch mit. Die Aktionäre müssen dem Verkauf noch auf einer Hauptversammlung am 19. November zustimmen und sollen nach einer Herabsetzung des Grundkapitals dann insgesamt eine Ausschüttung von insgesamt 2 Euro je Aktie erhalten. Den Segen des Kartellamts braucht der Deal ebenfalls noch.

    Frankreich stagniert

    Die französische Wirtschaft tritt im zweiten Quartal laut der zweiten Veröffentlichung auf der Stelle. Das BIP veränderte sich gegenüber dem Vorquartal nicht. Experten hatten dies erwartet. Im Auftaktquartal erhöhte sich die Wirtschaftsleistung der zweitgrößten Volkswirtschaft in der Eurozone noch um 0,7 Prozent.