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    HSBC Daily Trading

    Der nächste Impuls: Schnell und dynamisch?

    Einen ziemlich ruhigen September-Verfall erlebten DAX®-Investoren am vergangenen Freitag. Die in den letzten Tagen regelmäßig diskutierte Schwankungsarmut begleitet Anleger also auch in die neue Woche. Auf Tagesbasis führt diese Entwicklung dazu, dass sich die Bollinger Bänder weiter zusammenziehen. Auch die Trenddynamik – gemessen am ADX – nimmt unverändert ab. Letzterer Indikator notiert inzwischen auf dem niedrigsten Stand des Jahrtausends! Zu dieser kleinen Aufzählung passt der Wochenchart der deutschen Standardwerte nahezu perfekt, denn in dieser Zeitebene liegt der zweite Innenstab in Folge vor. Auf Wochenbasis hängt das Aktienbarometer zudem im Dunstkreis des ehemaligen Haussetrends seit Dezember 2018 (akt. bei 13.237 Punkten). Per Saldo mehren sich die Anzeichen für einen neuen, mit hoher Wahrscheinlichkeit, dynamischen Trendimpuls. Als große Signalgeber dienen in diesem Kontext die Kombination aus den jüngsten beiden Verlaufshochs 13.314/13.460 Punkten und der verbliebenen Kurslücke von Februar (obere Gapkante bei 13.501 Punkten) bzw. der 50-Tages-Linie (akt. bei 12.941 Punkten) sowie dem Junihoch bei 12.913 Punkten. Knapp darunter verläuft zudem das untere Bollinger Band.

    pfeil-rotDAX® (Weekly)
    Chart DAX®

    Quelle: Refinitiv, tradesignal

    Weiterer Korrekturbedarf?

    Lange Zeit hatten wir den Kursverlauf der wichtigsten US-Halbleiterunternehmen als unterstützenden Marktfaktor ins Feld geführt. Schließlich hatte der SOX den Frühjahrsrückschlag schnell überwunden und neue Rekordstände verbuchen können. Doch nach dem Erreichen der 138,2 %-Fibonacci-Projektion des Abwärtsimpulses von Februar/März (2.270 Punkte) sowie des oberen Bollinger Band (akt. bei 2.346 Punkten) kam es zu einem scharfen „U-turn“. Aktuell sehen wir sogar noch weiteren Korrekturbedarf. Schließlich stellt die Saisonalität derzeit einen Belastungsfaktor dar, denn auf Basis der Daten seit Beginn des Jahrtausends mussten die Halbleitertitel von Mitte September bis Mitte Oktober im Durchschnitt Verluste von 5 % hinnehmen. Auch die im Verlauf des Wochen-RSI bestehende negative Divergenz bzw. das auf historisch hohem Niveau drohende MACD-Ausstiegssignal stellen Bremsklötze für das konjuktursensible Aktienbarometer dar. Eine Ausdehnung des jüngsten Kräftesammelns ist deshalb das wahrscheinlichste Szenario. Die alten Ausbruchsmarken bei rund 2.000 Punkten definieren eine wichtige Rückzugszone, die Anleger als strategische Absicherung heranziehen können.

    pfeil-rotPhiladelphia Semiconductor Index (Weekly)
    Chart Philadelphia Semiconductor Index

    Quelle: Refinitiv, tradesignal

    Gap + Flagge = doppelter Katalysator

    Nachdem die Biotest-Aktie zweieinhalb Jahre in einer klassischen Korrekturflagge gefangen war, gelang dem Papier zuletzt der Ausbruch auf der Oberseite. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass die positive Weichenstellung mit einem Aufwärtsgap bei 23,00/24,00 EUR vollzogen wurde (siehe Chart). Zusätzlich wird der beschriebene Ausbruch durch die hohe Relative Stärke nach Levy sowie das bestehende Kaufsignal seitens des MACD bestätigt. Vor diesem Hintergrund bietet die Verschnaufpause der letzten Handelstage Anlegern möglicherweise eine zweite Einstiegschance. Perspektivisch lässt die beschriebene Flaggenkonsolidierung auf ein neues Verlaufshoch oberhalb der Marke von 29,00 EUR schließen. Dann wären auch die Hochs von 2018 sowie 2015 bei rund 28 EUR endgültig überwunden. Im Erfolgsfall erfährt unser konstruktives Basisszenario also eine Bestätigung. Perspektivisch rückt dann sogar das bisherige Allzeithoch vom März bei 38,13 EUR wieder auf die Agenda. Aber auch unter Risikogesichtspunkten gibt der aktuelle Kursverlauf eine wichtige Orientierungshilfe. So gilt es in Zukunft, einen Rückfall in die langgezogene Flagge bzw. ein Schließen der o. g. Kurslücke unbedingt zu verhindern.

    pfeil-rotBIOTEST VORZ-AKT. (Weekly)
    Chart BIOTEST VORZ-AKT.

    Quelle: Refinitiv, tradesignal

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    Autor: Jörg Scherer